Wochenschau KW 31

Kleinere Nachricht­en über Mel­dun­gen zu Recht­sex­trem­is­mus, Ras­sis­mus und Neon­azis­mus dieser Woche haben wir in ein­er Wochen­schau zusammengefasst.
 
 

NSU-Prozess geht in die Sommerpause

Die Bun­de­san­waltschaft (BDA) unter­bricht ihre Schlussplä­doy­ers bis 31.08. Mit einem Urteil wird noch in diesem Herb­st gerech­net. Für die Anklage­be­hörde ste­ht fest, dass Beate Zschäpe als Mit­tä­terin die 10 Morde und 2 Sprengstof­fan­schläge, sowie 15 Raubüber­fälle des NSU gewollt und unter­stützt habe. Ober­staat­san­walt Jochen Wein­garten, welch­er am Dien­stag für die BDA sein Plä­doy­er hielt, sah darüber­hin­aus Ralf Wohlleben, als “Chef-Unter­stützer”, der mut­maßlichen Rechtsterrorist_innen. Er und Carsten S. müssen sich nach Überzeu­gung der Anklage wegen Bei­hil­fe zum Mord verantworten.

(Quelle: welt.de)
 
 

Neue Bildungsinitiativen gegen Antisemitismus

Ab Okto­ber 2017 soll in Schulen das Webpro­jekt “Sto­ries that Move. Tool­box against dis­crim­i­na­tion” einge­führt wer­den, darauf einigten sich diese Woche Bil­dungsmin­is­terin Son­ja Ham­mer­schmidt (SPÖ) und Präsi­dent der Israelitis­chen Kul­tus­ge­meinde Oskar Deutsch. Schulen und Bil­dungsar­beit spie­len eine zen­trale Rolle im Kampf gegen Vorurteile und Diskri­m­inierung, so die Ham­mer­schmidt laut ein­er Aussendung. Das Pro­jekt wurde in Koop­er­a­tion mit dem Anne Frank Muse­um in Ams­ter­dam und anderen führen­den europäis­chen Insti­tu­tio­nen entwick­elt und hat als inter­ak­tive Web­site die Bekämp­fung von Anti­semitismus und anderen Diskri­m­inierungs­for­men zum Ziel.

(Quelle: science.apa.at)
 
 

Martin Graf peilt politisches Comeback im Parlament an

Der Bezirksparteiob­mann der FPÖ Wien-Donaus­tadt möchte bei den Nation­al­ratswahlen im Herb­st wieder ins Par­la­ment einziehen. Graf ist Mit­glied der, vom Doku­men­ta­tion­sarchiv des öster­re­ichis­chen Wider­stands (DÖW) als recht­sex­trem eingestuften, Burschen­schaft Olympia und wurde in sein­er poli­tis­chen Lauf­bahn immer wieder mit sein­er Nähe zum Recht­sex­trem­is­mus kon­fron­tiert. Beson­ders inter­es­sant ist Mar­tin Grafs Come­back vor dem Hin­ter­grund der jüng­sten Anti­semitismus-Vor­würfe gegen seinen Parteikol­le­gen Johannes Hüb­n­er, welch­er auf eine erneute Kan­di­datur bi der Nation­al­ratswahl verzichtet.

(Quelle: kurier.at)
 
 

Holocaust auf Facebook geleugnet: 36 Jähriger Vorarlberger verurteilt

Wegen Wieder­betä­ti­gung und Ver­het­zung wur­der der Mann zu ein­er bed­ingten Haft­strafe von 12 Monat­en und ein­er unbe­d­ingten Geld­strafe von 1.440 Euro verurteilt. Der gel­ernte Tis­chler hat­te auf Face­book unter anderem den Holo­caust geleugnet und Mus­lime als “Gesin­del” und “Affen” beze­ich­net. Vor dem Schwurg­ericht zeigte sich der Vorarl­berg­er geständig, allerd­ings leugnete er jede ras­sis­tis­che oder anti­semi­tis­che Gesin­nung, er habe im Aus­land gear­beit­et und sei mit ein­er Aus­län­derin ver­heiratet. Er habe nie­man­den per­sön­lich belei­di­gen wollen, son­dern habe Angst, dass “Europa von Flüchtlin­gen über­flutet werde”.

(Quelle: diepresse.com)