Salzburg: Nazi-Drachen abgestürzt

Durch eine sel­ten däm­liche Aktion macht­en zwei Jung­nazis (bei­de 21) in Salzburg auf sich aufmerk­sam. Am Fre­ita­gnach­mit­tag ließen sie auf dem Müll­ner­steig einen Drachen steigen, der nicht nur einen Adler aufge­malt hat­te, son­dern auch die Zahl 88, das Eis­erne Kreuz, ein Hak­enkreuz und SS-Runen. Pas­san­ten informierten die Polizei, die in einem der bei­den Drachen­steiger einen alten Bekan­nten wiederentdeckte.

Vor allem für den alten Bekan­nten schaut’s nicht wirk­lich gut aus. Im Feb­ru­ar stand er zusam­men mit zwei weit­eren Angeklagten vor Gericht – wegen Wieder­betä­ti­gung. Sein Faible für Nazi-Sym­bole und ‑Zahlen war damals schon erkennbar, auch seine neon­azis­tis­che Ein­stel­lung. Die bestätigte sich auch jet­zt wieder. Die Polizei, die gle­ich zuhause Nach­schau hielt, fand in der Woh­nung der bei­den „Hitler­bilder und andere Gegen­stände, die auf eine nation­al­sozial­is­tis­che Gesin­nung schließen lassen“ (ORF Salzburg).

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Im Feb­ru­ar set­zte es für den mit­tler­weile 21-Jähri­gen 19 Monate, davon drei Monate unbe­d­ingt. Die Ver­ant­wor­tung war damals, dass die Tat­en fak­tisch alle im Voll­rausch passiert seien. Einen Baus­parver­trag habe er sog­ar abgeschlossen, argu­men­tierte der 21-Jährige damals — zum Beweis sein­er Läuterung. Den wird er wohl jet­zt unter­brechen müssen. Zunächst ein­mal sitzt er in U‑Haft, wie die Polizei mit­teilte.