Strache. Pegida, Pirincci und die KZs

Der deutsche Innen­min­is­ter hat vor weni­gen Tagen die Dres­den­er Pegi­da-Aktivis­ten als „harte Recht­sex­trem­is­ten“ und „Rat­ten­fänger“ beze­ich­net. Für Stra­che offen­sichtlich ein Ans­porn, um die Pegi­da-Demo vom Mon­tag zu bejubeln: “Über 20.000 Bürg­er heute in Dres­den!“. Gas­tred­ner bei Pegi­da in Dres­den war Akif Pir­inc­ci, der völ­lig enthemmt gegen Flüchtlinge („Inva­soren“) und Poli­tik­er hetzte.

Pir­inc­ci ist ein­er so richtig nach den Vorstel­lun­gen Stra­ches. Ein Zuwan­der­er, der am lieb­sten gegen Schwule, Mus­lime und Migranten het­zt. In Dres­den am Mon­tag beze­ich­nete Pir­inc­ci die Kriegs­flüchtlinge als „Inva­soren“, „Kolo­nial­is­ten“ und „Flüchte­lanten“, het­zte gegen Mus­lime, die über unver­schleierte Frauen her­fall­en „und in sie ihren Moslem­saft rein­pumpen“ würden.

Für Stra­che ist Pir­inc­ci ein­er, „der sich in der BRD (Europa) inte­gri­ert hat und den radikalen Islamis­mus und andere Fehlen­twick­lun­gen ablehnt und offen anspricht“. Im Novem­ber 2014 war Princ­ci bei der FPÖ Wien zu Gast, durfte mit Stra­che und ein­er AfD-Poli­tik­erin über „Polit­i­cal Cor­rect­ness“ disku­tieren und het­zen. Das Mot­to der Debat­te verkün­dete Johann Gude­nus gle­ich bei seinen Begrüßungssätzen:

„Wenn man diese Diskus­sion poli­tisch kor­rekt führen würde, wäre sie lang­weilig und würde der Mei­n­ungs­frei­heit nicht gerecht“.

Princ­ci gab dann auch seine Lügen-und Het­zgeschicht­en über elfjährige Kinder zum Besten, die im Sex­u­alkun­de­un­ter­richt dazu ange­hal­ten wür­den, Gedichte über Analverkehr zu schreiben, was Stra­che damals dazu ani­mierte, in den öster­re­ichis­chen Sex­u­alkunde-Plä­nen allen Ern­stes eine „pädophile Stoßrich­tung“ zu vermuten.

„Wenn man Phrasen wie „Früh­sex­u­al­isierung der Kinder“ oder „Recht von Kindern auf Sex­u­al­ität“ höre, müsse man alarmiert sein, so HC Stra­che, und darauf acht­en, „dass hier nicht eine pädophile Stoßrich­tung vor­angetrieben wird“ (Unzen­suri­ert, 11.11.2014 — Faschingsbeginn).

Pir­inc­ci wiederum war es schon damals egal, ob man ihn einen Nazi oder eine Klobürste schimpfen würde: Haupt­sache, es lässt sich Kohle damit machen: „Er habe alleine in den let­zten fünf Monat­en – haupt­säch­lich durch sein Buch – 600.000 Euro ein­genom­men“ (Unzen­suri­ert, 11.11.2014). Stra­che dank­te Princ­ci damals für dessen Mut gegen den „Tugendter­ror“ aufzutreten und jam­merte dann bit­ter­lich darüber, dass Mann schon als beden­klich gelte, wenn er auf Frau stehe!

In Dres­den sprach Pir­inc­ci die Poli­tik­er als „Gauleit­er“ an, die gegen das eigene Volk agieren und Geg­n­ern der Flüchtlingspoli­tik „schul­terzuck­end“ die Aus­reise empfehlen wür­den. Nach Zurufen aus dem Pub­likum („Widerstand“,“Widerstand“) legte Pir­inc­ci noch drauf: „Es gäbe natür­lich auch andere Alter­na­tiv­en, aber die KZs sind ja lei­der derzeit außer Betrieb“.

Ver­mut­lich ist auch dieser schreck­liche Satz ganz nach dem Gus­to von Stra­che, der sich bzw. die FPÖ ja schon als die „neuen Juden“ beze­ich­net hat. Gegen Pir­inc­ci wurde jeden­falls Strafanzeige erstat­tet. Höch­ste Zeit!