Straches starke Fehlsichtigkeit bei Hitler-Grüßern

In der Zeitschrift „pro­fil“ vom 16.2.2015 lieferte FPÖ-Parte­ichef Stra­che ein­mal mehr deut­liche Hin­weise darauf, dass bei ihm etwas nicht stim­men kann – behauptete er doch glatt, dass er in den let­zten Jahren keine recht­en Glatzköpfe bei seinen Ver­anstal­tun­gen gese­hen habe, Während FPOÖ-Parte­ichef Haim­buch­n­er keine Glatzen mehr sehen will, kann Stra­che grund­sät­zlich keine erken­nen! Eine schwere Form von poli­tis­ch­er Fehlsichtigkeit offen­sichtlich – auch der “Braune Star“ genan­nt.


Kein Hitler-Gruß und natür­lich auch kein Küh­nen-Gruß, son­dern laut Stra­che nur das Bestellen von drei Bier; Quelle: orf.at
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Es war nicht die einzige Behaup­tung in dem pro­fil-Inter­view Stra­ches, die kühn war, aber sich­er die frech­ste. Zunächst jam­mert Stra­che, weil er sich — wie fast immer — ungerecht behan­delt fühlt und weil für eine Doku zwei Skin­heads vom ORF zu ein­er Wahlkundge­bung gebracht wor­den sind. Daraufhin pro­fil: “Solche Leute tauchen doch tat­säch­lich bei Ihren Ver­anstal­tun­gen auf. Der oberöster­re­ichis­che Parteiob­mann hat unlängst gesagt, er könne diese Glatzköpfe in der ersten Rei­he nicht mehr sehen.“

Stra­che: “Ich kann sie grund­sät­zlich nicht sehen, und ich sehe sie in den let­zten Jahren auch nicht bei unseren Ver­anstal­tun­gen“. – Eine inter­es­sante Antwort – beste­ht doch zwis­chen dem ersten Halb­satz und dem zweit­en ein klein­er Widerspruch!

Daraufhin wieder pro­fil: „Bei Ihren Wahlkundge­bun­gen auf dem Stephansplatz ste­hen doch immer solche Typen“. Die Antwort Stra­ches ist wieder sehr inter­es­sant: „Ich habe das auf dem Stephansplatz nicht wahrgenom­men“. – Und wie schaut’s mit den anderen Plätzen aus, auf denen Stra­che in den let­zten Jahren gesprochen hat? Gab es da auch keine Wahrnehmungen oder ein­fach eine grund­sät­zliche Unsicht­barkeit von Neon­azis für Strache?

Das wäre dann ein echt­es Prob­lem bei der Zusam­menset­zung dieser Partei! Wir haben einige der Stra­che-Kundge­bun­gen doku­men­tiert, bei denen unter den Fans Hitler-Grüßer gesichtet, fotografiert oder gefilmt bzw. teil­weise später dann auch verurteilt wurden:

  • Linz 2008 (August) Mildes Urteil von Linz­er Geschwore­nen für drei junge Män­ner, die nach ein­er Rede von FPÖ-Bun­desparteiob­mann Heinz-Chris­t­ian Stra­che am 29. August 2008 auf dem Linz­er Haupt­platz den Hit­ler­gruß gezeigt hat­ten: Zwei Mal Freis­pruch, ein­mal sechs Monate bed­ingte Haft. Das Video dazu: [youtube dfysOwEUx4I]
  • Wien 2008 (Sep­tem­ber): “Der Wahlkampf der Parteien ist offiziell been­det wor­den… Bei der gestri­gen Abschlusskundge­bung der Frei­heitlichen ist es zu Auss­chre­itun­gen gekom­men, bei denen sechs Polizis­ten leicht ver­let­zt wur­den, vier Ran­dalier­er wur­den vorüberge­hend festgenom­men. Ein Sym­pa­thisant der Frei­heitlichen, der den recht­en Arm zum so genan­nten Hit­ler­gruß erhoben hat­te, wurde angezeigt“ Ö1 Mit­tagsjour­nal vom 27.09.2008.
  • Fais­te­nau 2009 (Feb­ru­ar):“ Eine ORF-Reportage über eine FPÖ-Ver­samm­lung in der Gemeinde Fais­te­nau sorgt für Aufre­gung. Als Heinz Chris­t­ian Stra­che und Karl Schnell den Raum betrat­en, wur­den sie von einem Besuch­er mit einem deut­lich hör­baren „Heil Hitler” begrüßt“ Salzburg­er Nachricht­en” vom 20.02.2009. Das auf­schlussre­iche Video dazu hier [youtube Qvue3bf5CIo]
  • Graz 2009 (Mai) „Bei ein­er FPÖ-Kundge­bung mit FPÖ-Chef Stra­che am ver­gan­genen Fre­itag in Graz, hoben Jugendliche den recht­en Arm zum Hit­ler­gruß“. (SN, 28.5.2009). Das Video dazu [youtube aX7Puu0brBo]
  • Spittal/Drau 2009 (Feb­ru­ar): „Stramme Hit­ler­grüße erwarteten H.C. Stra­che und seinen blauen Kärnt­ner Front­mann Mario Canori in Spit­tal“ („Neue Kärnt­ner Tageszeitung” vom 14.02.2009)
  • Wien 2010 (Juni) Hit­ler­gruß bei Stra­che –Rede. Der Mann, der sich keine fünf Meter von Stra­che ent­fer­nt und im Blick­feld des FPÖ-Chefs befand, wurde dabei von ein­er Tageszeitung fotografiert, die das Bild veröf­fentlichte . Einein­halb Jahre unbe­d­ingt (Anti-Islam-Demo 18 ‑6 ‑2010). Ein sehr schönes Foto dazu, das auch die Fehlsichtigkeit gut ein­fängt.