Strache setzt antisemitische Provokation auf Facebook fort

Auf Nachfrage der Tageszeitung Österreich lässt Heinrich Strache über diese ausrichten, dass er nicht daran denke, den antisemitischer Cartoon von seiner Facebook Seite zu nehmen. KritikerInnen bezeichnet Strache als „paranoid“ und Kritik an ihm als „perfid“. Der Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger (Grüne) fordert „eine klare und deutliche Verurteilung der fortgesetzten antisemitischen Provokation Straches und eine deutliche Erklärung, mit einer FPÖ, die den Antisemitismus nicht nur duldet, sondern sogar in die Auslage stellt, keine Koalition einzugehen“ und die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr bezeichnet das Verhalten Straches als „Tiefpunkt politischer Kultur, der sich allgemeine und entschiedene Verachtung verdient“ und verweist in diesem Zusammenhang auf die „politisch peinliche Inszenierung der FPÖ in der ewigen politischen Opferrolle“.

ÖSTERREICH: Strache belässt umstrittenen Cartoon auf Facebook-Seite

FPÖ-Chef bezeichnet Karikatur als nicht antisemitisch

Wien (OTS) – Aller Kritik zum Trotz will FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache einen vielfach als antisemisch kritisierten Cartoon nicht von seiner Facebook-Seite entfernen. Auf die entsprechende Frage von ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) sagte Strache: „Nein. Wer diese Zeichnung, die nur darstellt, wie sich Banken bereichern, als antisemitisch ansieht, ist paranoid. Diese Kritik an meiner Person ist doch perfid.“ Was er sich von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien erwarte? Strache: „Dass klar herauskommt, dass dies eine unglaubliche Hetze gegen den HC Strache ist.“

(Vollständige Presseaussendung auf ots.at)

Strache setzt antisemitische Provokation auf Facebook fort

Grüne fordern deutliche Verurteilung und Ausschluss jeder Koalition mit der FPÖ

Wien (OTS) – In einem Interview beharrt FPÖ-Chef Strache darauf, dass er den antisemitischen Cartoon nicht von seiner Facebook-Seite entfernen will, er spricht von einer „unglaublichen Hetze“ gegen seine Person und bezeichnet alle, die den Cartoon als antisemitisch ansehen, als „paranoid“. Für den Abgeordneten der Grünen, Karl Öllinger, ist damit der Zeitpunkt gekommen, wo es jenseits der strafrechtlichen Relevanz eine klare Haltung der anderen politischen Parteien braucht: „Die Zeit für Ausreden ist vorbei! Das gilt für die FPÖ ebenso wie für die anderen Parteien. Wer sich so unverfroren zu einem klar antisemitischen Cartoon bekennt, dem ist nicht mehr zu helfen. Da nützen auch die Weichspülerversuche eines Herrn Mölzer nichts mehr, der gemeint hat, der Cartoon täte dem Strache eh leid. Bei Strache ist Gefahr im Verzug! Mit dieser Begründung wurde der Abgeordnete Königshofer im Schnellverfahren ausgeschlossen. Jetzt wäre eigentlich Strache dran!“, so Öllinger.

„Nachdem der Parteichef der FPÖ nicht von seiner Partei ausgeschlossen werden wird, müssen ihn die anderen Parteien ausschließen: Eine klare und deutliche Verurteilung der fortgesetzten antisemitischen Provokation Straches und eine deutliche Erklärung, mit einer FPÖ, die den Antisemitismus nicht nur duldet, sondern sogar in die Auslage stellt, keine Koalition einzugehen, sind da notwendig!“


Die Facebook-Gruppe „Blutgruppe HC Negativ“ veröffentlichte eine Vergrößerung der Manschettenknöpfe – das Ergebnis ist eindeutig

Bayr zu antisemitischem Cartoon: Tiefpunkt politischer Kultur

FPÖ in politischer Opferrolle unglaubwürdig wie sonst niemand

Wien (OTS/SK) – Seit Sommer sorgt ein antisemitischer Cartoon für Aufregung, FPÖ-Vorsitzender Strache lässt über die Tageszeitung Österreich ausrichten, dass er nicht daran denke, diesen von seiner Facebook Seite zu nehmen. Zu sehen ist ein dicker Banker, der von einem Regierungsbeamten angefüttert wird. SP-Nationalrätin Petra Bayr kritisiert, dass auf dem von Strache geposteten Bild dem Banker eine deutlich gekrümmte Hakennase sowie Davidsterne als Manschettenknöpfe hinzugefügt wurden. „Hier wurden bewusst und eindeutig antisemitische Klischees bedient“, zeigt sich Bayr empört und fügt hinzu: „Es ist unverschämt und doppelbödig von Strache zu behaupten, diese Anspielungen seien nicht als antisemitische Anspielung gedacht, mit denen er Wählergruppen von Rechtsaußen ansprechen will.“

„Dass Strache auf der Veröffentlichung dieser klar antisemitischen Karikatur auf seiner Facebook Seite beharrt, ist ein Tiefpunkt politischer Kultur, der sich allgemeine und entschiedene Verachtung verdient“, betont Bayr und verweist in diesem Zusammenhang auf die politisch peinliche Inszenierung der FPÖ in der ewigen politischen Opferrolle, der vom politischen Gegner laut Strache ja bloß Antisemitismus unterstellt wird, die ihm mittlerweile niemand mehr abnimmt.