Vorarlberg/Schweiz: Treffen der Holocaust-Leugner

Am Sam­stag, 10. Sep­tem­ber wollen sie groß auf­marschieren: Holo­caust-Leugn­er und Anti­semiten aus ver­schiede­nen Län­dern, die sich unter dem Titel „Europäis­che Aktion“ einen neuen Anlauf für eine wuchtige Samm­lung alter und neuer Nazis, Revi­sion­is­ten und Anti­semiten geben wollen. Mit einem „Einzug der Fah­nen und Trom­meln“ an einem noch unbekan­nten Ort soll das „Europa-Fest“ beginnen.


Defin­i­tiv­er Tre­ff­punkt auf den Meter genau… (Fak­sim­i­le)
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Die Koor­di­nat­en des Tre­ff­punk­ts, von dem aus der braune Wirbel starten soll, sind bis auf den Zen­time­ter genau definiert: nie­mand soll den Anfahrt­sort, von dem aus dann der geheime Ver­anstal­tung­sort anges­teuert wird, ver­fehlen! Bern­hard Schaub, der Schweiz­er Revi­sion­ist und Holo­caust-Leugn­er, über­lässt nichts dem Zufall! Sog­ar einen Text für ein neues Europalied hat er zusam­men­geleimt. Bei dem Text ken­nt sich jed­er aus, wohin die Reise geht:

„Weiß ist das Land, Rein ist die Hand, Und weit sind alle Herzen nun Und groß ist, was wir Brüder tun, Was hier wir Brüder, wir Brüder tun!“

„Das Europa-Lied wird von allen gemein­sam gesun­gen. Bitte…am besten gle­ich auswendig ler­nen“, befiehlt die Ein­ladung. Auch ein „Reich­slied“ ste­ht schon zur Ver­fü­gung, wenn die Sache doch Erfolg haben sollte. Melodie muss Joseph Haydn unfrei­willig zur Ver­fü­gung stellen, der Text kommt natür­lich wieder von Schaub! Aus Hygien­e­grün­den nur die erste Strophe:

„Deutsch­land, heilig Herz der Völk­er, Hort des Geistes und der Kraft, Land der Schön­heit und der Liebe, wo die Got­theit mächtig schafft,Wo das Erz der deutschen Zunge durch die dun­klen Wälder tönt Und ein sil­berk­lar­er Him­mel sich zur grü­nen Erde sehnt”

Wer dann noch Luft hat und wem noch nicht das Herz oder der Magen völ­lig erbrochen ist, der kann sich durch Pro­gram­ma­tis­ches wühlen: “Die Europäis­che Aktion. Auf­bau und Ziele der Europäis­chen Frei­heits­be­we­gung“, wird der Schu­lung­s­text getitelt, der – errat­en! – natür­lich wieder von Bern­hard Schaub stammt. Die „Wieder­her­stel­lung der freien Rede“ wird da gefordert , der „Abzug aller frem­den Trup­pen“ und als Kern­stück natür­lich die „Staatliche Selb­st­bes­tim­mung für die Deutschen in der BRD und BRÖ“. Im Prinzip ganz ein­fach: da das Deutsche Reich nach Auf­fas­sung Schaubs und viel­er Nazis noch immer beste­ht, wählt es ein­fach einen Reich­stag und eine Reich­sregierung und darf dann das Reich­slied von Bern­hard Schaub singen.

Der Hak­en bei der Sache: Schaub kann nicht Reich­spräsi­dent wer­den, weil er Schweiz­er ist. Aber es gibt ja Lan­desleit­er der Europäis­chen Aktion! Der deutsche ist ein NPD-Kom­mu­nalpoli­tik­er (Rigolf Hen­nig), der 76 Jahre alt ist. Der öster­re­ichis­che Lan­desleit­er ist – blöder­weise – wieder ein Schweiz­er, qua­si ein Reichsstatthal­ter. Jeden­falls lebt er schon Jahrzehnte dort – aber immer­hin schreibt Dr. Hans Berg­er – auch schon seit Jahrzehn­ten – Leser­briefe für die „Aula“!

Lan­desleit­er gibt es – es geht ja um „Europa“! – auch in anderen europäis­chen Län­dern. Aus Great Britain kom­men gle­ich zwei: Michelle Renouf, die in Öster­re­ich über alpen-donau in der Szene bekan­nt­gemacht wurde und Richard Edmonds, ein ehe­ma­liger Chef der BNP (British Nation­al Par­ty). Renouf, das Role Mod­el der Holo­caust-Leugn­er, wird uns auf stoppt­dierecht­en noch weit­er beschäfti­gen. Vor­erst belassen wir es bei der War­nung, dass sie – genau­so wie alle anderen Lan­desleit­er (Frankre­ich und Bul­gar­ien ) Ansprachen hal­ten wer­den und die Gäste aus den anderen Län­dern („Ungarn, Spanien, Schwe­den usw.“) Gruß­worte. Die Vor­tra­gen­den sind sich­er span­nend, daher bitte Sehhil­fen und Hörg­eräte nicht vergessen mitzunehmen! Das zu erwäh­nen hat der umsichtige Bern­hard Schaub oder seine Frau, die für Organ­i­sa­tion zuständig ist und auch begrüßen wird, vergessen.


Die Nazis von Alpen-Donau und Alter­me­dia sind begeis­tert von „Lady Michelle Renouf”
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Dafür find­et sich ein strenger Hin­weis auf die Bekleidungsvorschriften:

„Da der Anlass einen fes­tlichen Charak­ter trägt, bit­ten wir die Teil­nehmer um entsprechende Klei­dung. Erwün­scht ist tra­di­tioneller Stil, volk­streue Klei­der (z.B. Tra­cht­en), Hem­den statt „T‑Shirts” und für die Frauen Röcke (sieht beim Tanzen bess­er aus). Uner­wün­scht sind Blue­jeans und die Mon­turen pubertär­er angloamerikanis­ch­er Sub­kul­turen oder NATO-Uniformstücke .“

Da müssen die Nazi-Skins und „Blood & Honor“-Typen aber noch schnell umler­nen und einkaufen gehen!

Ob das Tre­f­fen der Holo­caust-Leugn­er let­z­tendlich in der Schweiz oder auf Vorarl­berg­er Boden stat­tfind­en wird, wird wohl erst beim Sam­melpunkt bekan­nt­gegeben werden.

Dass Schaub die Regeln der der klan­des­ti­nen und kon­spir­a­tiv­en Organ­i­sa­tion beherrscht, hat er schon im Okto­ber 2010 in Kärn­ten bewiesen. Damals lud Karl­heinz Kle­ment, aus der FPÖ aus­geschlossen­er und wegen Ver­het­zung verurteil­ter Ex-Abge­ord­neter, eine pip­ifeine Neon­azi-Runde auf die Alm. Die Teil­nehmerIn­nen des Geheimtr­e­f­fens mussten SIM-Karten und Akkus aus ihren Handys ent­fer­nen und ihre Handys in Alu-Folie ein­pack­en. Das Tre­f­fen war fast ein Erfolg: die Eini­gung zwis­chen „SS-Liesl”, Robert Fall­er und Gün­ther Rehak hat ja mit­tler­weile erhe­bliche Fortschritte genom­men und Bern­hard Schaub hat alle anderen niedergeredet.

Dass allerd­ings Karl­heinz Kle­ment trotz sein­er Bemühun­gen nicht als Lan­desleit­er der Europäis­chen Aktion einge­set­zt wurde oder ersatzweise Robert Fall­er, der ja für eine neue poli­tis­che Funk­tion die nötige Tages­freizeit hätte, wirft Fra­gen auf – sind sie an den Bek­lei­dungsvorstel­lun­gen gescheit­ert oder kon­nten sie das Europalied nicht fehler­frei weidergeben?

So lächer­lich der Auf­marsch der fuß­mar­o­den Aris­to-Nazis auch sein wird, es han­delt sich um ein Tre­f­fen von wüsten Anti­semitIn­nen und Holo­caust-Leugn­ern! Und das gehört unter­bun­den –egal, ob es in der Schweiz oder in Vorarl­berg stattfindet!