Kärnten: Klement organisiert ein Nazi-Treffen

Der 2008 kurz nach Ewald Stadler ( jetzt BZÖ) aus dem FPÖ-Klub ausgeschlossene Karlheinz Klement, der nicht nur im Nationalrat für seine skurrilen Ansichten über Frauen und Feminismus aufgefallen ist, sondern auch durch seine antisemitischen Sprüche und die daraus folgende Verurteilung wegen Verhetzung ( 4 Monate bedingt und 1.800 Euro Geldstrafe), will im harten Ringen um eine führende Position innerhalb der rechtsextremen bzw. neonazistischen Szene offensichtlich mitmischen.

Jedenfalls lud Klement – wie News in seiner neuen Ausgabe 45/2010 berichtete – die Creme der heimischen Neonazis zu einem Gipfeltreffen für 9.10.2010 nach Kärnten ein. Klement rief – und die Braunen kamen. Fast alle! Gottfried K. ließ absagen. Vermutlich wegen seiner ausgeprägten Antipathie gegen einen anderen Führer, Robert F. von der NVP.

Das Gipfeltreffen auf der Alm fand jedenfalls unter bemerkenswerten Sicherheitsvorkehrungen statt: „Die Teilnehmer mussten ihre SIM-Karten und Akkus aus den Mobiltelefonen entfernen, die Geräte selbst wurden in Alu-Folie eingewickelt.“ (News)


Symbolfoto Bildquelle: flickr.com

Nach diesen strengen Maßnahmen, die auf ein höchst konspiratives Treffen hindeuteten, kam man dann zur Sache, der Einigung des nationalen Lagers, wobei sich einige der Teilnehmer insgeheim ausrechneten, dabei eine Führungsrolle zu erlangen: Günter R., der gerade mit einer Kandidatur in Wien gescheitert war, der schon erwähnte Robert F. von der NVP, die als „SS-Liesl“ bekannte Elisabeth A. und einige andere, die als Führungspersonen eher nicht in Frage kamen.

Den Traum von der raschen Einigung und der Führung zerstörte der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Sch., der mit seinen Monologen den Tatendrang der Versammelten etwas behinderte, worauf ein neuerliches Treffen beschlossen wurde. Alufolie bitte nicht vergessen!

(Quelle: News, 45/2010)