FPÖ: Aufgeräumt unterm Teppich?

Aufräu­men schaut anders aus. Ger­ry Leit­mann, der „Blut und Ehre“- Gemein­der­at der FPK, hat noch vor der „Krisen­sitzung“ der FPK Eben­thal sein Gemein­der­ats­man­dat frei­willig zurück­gelegt. Der Waid­hofen­er FPÖ-Gemein­der­at stimmte nicht gegen den Wider­ruf der Ehren­bürg­er­schaft für Hitler. Alles in Ord­nung mit der FPÖ?

Bis zur Stunde ist nichts bekan­nt von Auss­chlussver­fahren für jene Amstet­tner FPÖ-Funk­tionäre, die öffentlich durch ihr Abstim­mungsver­hal­ten kund­getan haben, dass sie mit der Aberken­nung der Ehren­bürg­er­schaft für Hitler nicht ein­ver­standen sind. Für die Stadträtin der FPÖ wäre es nicht das erste Auss­chlussver­fahren wegen recht­sex­tremer Posi­tio­nen, das sie über­standen hat….

Dem Eben­thaler Ex-Gemein­der­at kön­nte ein Wieder­betä­ti­gungsver­fahren ins Haus ste­hen, ein Parteiauss­chluss offen­sichtlich aber nicht.

Der Kärnt­ner FPK-Chef Uwe Scheuch hat der „Neuen Kärnt­ner Tageszeitung“(31.5.2011) jeden­falls mit­geteilt, er werde sich in diese Causa nicht ein­mis­chen. Ver­ständlich, er muss sich ja auf seinen eige­nen Prozess am 6. Juli wegen des Ver­dachts des Ver­brechens der Geschenkan­nahme durch Amt­sträger vorbereiten.

Und dann hät­ten wir noch „Kanaken“-Königshofer, dessen Sprüche sog­ar für Kickl „über­schießend und deftig“ waren. Jet­zt gibt’s wegen sein­er Betra­ch­tun­gen zu deutschen Müt­tern und dem Unter­gang des Nazi-Reichs auch noch eine Anzeige wegen Wieder­betä­ti­gung, während Bar­bara Rosenkranz Nazi-Holzschnitte fürs Son­nwend­feuer ver­bre­it­et und damit fast nicht ein­mal mehr auffällt.

Die FPÖ ist nicht nur unfähig, mit dem braunen und ras­sis­tis­chen Müll in ihren Rei­hen aufzuräu­men, sie koket­tiert auch immer wieder damit. Kon­se­quen­zen gibt’s höch­stens für die kleinen AktivistIn­nen und Funk­tionäre bis zum Gemein­der­at –wer es auf eine höhere Stufe geschafft hat, braucht nicht ein­mal durch eine Vorstrafe etwas befürchten!

Siehe auch: Eine starke Woche mit der FPÖ