Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Holocaustleugner Wolfgang Fröhlich spürt den Hammer des Volkes

Faktisch ohne jede Öffentlichkeit fand am Landesgericht Krems am 10.7. ein Geschworenenprozess wegen NS-Wiederbetätigung gegen den früheren FPÖ-Bezirksrat und mehrfachen Holocaustleugner Wolfgang Fröhlich statt. Fröhlich wurde aus der Haft, die er wegen NS-Wiederbetätigung in der Justizanstalt Stein absitzt, zum Prozess vorgeführt, wo er nicht nur von den Geschworenen, sondern auch von einigen Kameraden erwartet wurde.

12. Juli 2015

„Wenn der Hammer mal fällt, dann aber richtig“, schrieb der Administrator „Nordglanz“ des früheren Neonazi-Forums „Nationale Revolution“ ahnungsvoll vor Jahren über die Handhabung des NS-Verbotsgesetzes durch die österreichische Justiz. Als er diese Zeilen schrieb, hatte er vermutlich nicht erwartet, dass ihn der Hammer just am gleichen Tag wie Wolfgang Fröhlich treffen würde. Drei Jahre unbedingt gab‘s für „Nordglanz“ in Korneuburg und drei Jahre wurden wieder einmal fällig für Wolfgang Fröhlich in Krems.


Nordglanz über Hämmer

Den hat der Hammer der Justiz allerdings nicht zum ersten Mal getroffen. Der wievielte Prozess wegen NS-Wiederbetätigung gegen Wolfgang Fröhlich jetzt stattgefunden hat, können wir nur ungefähr beziffern: Es dürfte der fünfte gewesen sein.

Seit rund 20 Jahren ist Fröhlich nunmehr einschlägig auffällig. 1994 war er aus der FPÖ ausgeschlossen worden, nachdem er als FPÖ-Bezirksrat einen Antrag auf versperrbare Schulspinde in der Bezirksvertretung eingebracht hatte. Der Skandal war nicht der Antrag, sondern dessen Begründung. Wir schrieben dazu:

Fröhlich machte organisierte „Banden von Ausländerkindern“ für Diebstähle an Schulen verantwortlich und forderte: “Es wäre nur gerecht, die Kosten für die Schäden, die die multikulturelle Bastardisierung der Gesellschaft anrichtet, von jenen beglichen werden, die sie verursacht haben.” (Kurier, 23.2.1994). – Damals wurde man wegen solcher Sätze noch aus der FPÖ ausgeschlossen!


Faksimile, Quelle: das neonazistische Online-Lexikon Metapedia, Zitat Metapedia: „Wolfgang Fröhlich, Friedrich Töben und Herbert Schaller auf der Holocaust-Konferenz 2006.“ (Anm.: in Teheran, Iran)

Von da an ging’s bergab. 2003, 2005, 2008 und 2010 gab’s Wiederbetätigungsprozesse gegen Fröhlich, die jeweils mit mehrjährigen Haftstrafen endeten. 2012 drehte er dann eine Ehrenrunde vor Gericht als Beteiligter in einem Betrugsprozess. Auch in der Haftanstalt kann man betrügen – die Mithäftlinge zum Beispiel.

Weil er aber schon eine ordentliche Packung an Haftstrafen abzusitzen hatte, sprach ihn das Gericht zwar schuldig, verzichtete aber auf die Verhängung einer zusätzlichen Freiheitsstrafe. Die deutschen Neonazis, die ihn Anfang 2013 in der Haft besuchten und über den Holocaust mit ihm zu scherzen beliebten, waren daher schlecht orientiert, als sie ihm vorbildliche Führung bescheinigten. Nicht nur Holocaustleugner, sondern auch noch einer, der seine Mithäftlinge betrügt!


Er kann’s nicht lassen:: Fröhllich, „National Journal“ 2014

Jetzt hat Fröhlich neuerlich der Hammer erwischt. Schuldig (das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!), das befanden die Geschworenen. Die Sympathisanten des verurteilten Neonazi sind daher falsch orientiert, wenn sie – wie Silvia M. – über die neuerliche Verurteilung von Fröhlich befinden „Ein richtiger Drecksstaat eben!“. Cornelia B., die eifrige Pegida-Tante liegt auch daneben. “Ein Linker… was sonst“, postet sie auf die Frage, wer das Urteil zu verantworten hat.

Dass Helmut P., der selbst gerade wegen Verhetzung verurteilt wurde, den Mund schon wieder etwas übervoll nimmt, verwundert nicht weiter, auch wenn die Drohung markant ist: “Auch richterposten werden zur disposition stehen, wenn der bürger due schnautze (!) voll hat….“. Bei Bruno H. stellt sich die Frage, ob nicht vorher schon die Staatsanwaltschaft die Schnauze voll hat, wenn sie liest “eigene Henkerzellen für Richter“.

Und jetzt die Auflösung: Es waren nicht die Richter, die über die Schuldfrage bei Fröhlich neuerlich entschieden haben, sondern die Geschworenen, sprich: eine Auswahl aus dem Volk. Sicher eine repräsentativere Auswahl als sie die anbieten können die „Wir sind das Volk“ rufen. Es war also der Volkshammer, der wieder auf Fröhlich gefallen ist.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | FPÖ | Hetze | Holocaustleugnung/-verharmlosung | Neonazismus/Neofaschismus | Niederösterreich | Pegida | Verhetzung | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« Was ist da los?
FPÖ Salzburg: Nach Rückschlag kommen Säbelstudenten »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter