Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen
[ip_greeter]

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 2 Minuten

Amokplanungen, Todesliste, Hitlerverehrung und neun Monate bedingt

Ein 17-Jähriger stand in Feldkirch vor Gericht: Hitlerverehrung, NS-Propaganda, Columbine-Faszination und der Plan für einen Amoklauf samt bereits angelegter Todesliste an einer Schule. Am Ende gab es milde neun Monate bedingt und auffallend wenig mediale Aufmerksamkeit außerhalb Vorarlbergs.

30. Mai 2026
Landesgericht Feldkirch Eingang 2025 (Foto: SdR)
Landesgericht Feldkirch 2025 (Foto: SdR)

Am 19. Mai 2026 musste sich ein erst 17-Jähriger am Landesgericht Feldkirch vor einem Geschworenengericht verantworten. Die Vorwürfe waren massiv: Der Jugendliche soll zwischen 2022 und 2023 mehrfach Adolf Hitler verherrlicht, NS-Inhalte verbreitet, einen Amoklauf gutgeheißen und selbst einen Angriff auf eine Schule geplant haben.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der damals 15-Jährige einen Amoklauf an einer Koblacher Schule ins Auge gefasst. Als Datum soll nach Vorbild des Schulattentats von Columbine zunächst der 20. April, Hitlers Geburtstag, vorgesehen gewesen sein. Weil dieser auf einen Samstag fiel, habe der Bursche schließlich den 30. April, Hitlers Todestag, gewählt. Ermittler:innen fanden Aufzeichnungen und eine Todesliste mit den Namen derer, die bei der Tat sterben sollten. Auslöser der Ermittlungen war offenbar, dass der Jugendliche anderen von seinen Plänen erzählte.

Parallel dazu verherrlichte der Jugendliche Hitler und den Nationalsozialismus in sozialen Netzwerken, Chatgruppen und auch gegenüber Polizeibeamten. Wurden Profile gesperrt, habe er neue angelegt. In seinen elektronischen Geräten fanden sich einschlägige Codes wie „88“, außerdem soll er Aussagen über ein „neues Reich“ und menschenfeindliche NS- und homophobe Vorstellungen verbreitet haben. Auch während eines Aufenthalts im Landeskrankenhaus Rankweil und später in Untersuchungshaft kam es laut Anklage zu weiteren Vorfällen: Der Jugendliche soll unter anderem eine Hakenkreuz-Armbinde aus Papier gebastelt, den Hitlergruß gezeigt und Fotos davon verschickt haben.

“Gut, dass Adolf Hitler die Ausländer weggeschafft hat”, äußert der Teenager vor Gericht seine Einstellung. Hitler wäre als Präsident von Österreich geeignet gewesen, meint er an anderer Stelle. Der Ex-Schüler schwärmt von einem “neuen Reich” ohne “Schwuchteln”, er plante sogar, einen “Song” zu komponieren, in dem er seine Ansichten mitteilen wollte. (vn.at, 19.5.26)

Wie die „Vorarlberger Nachrichten“ zu den Aussagen des Burschen vor Gericht kommen, ist nicht klar: Die Öffentlichkeit (samt Medien) wurde nach den Eröffnungsplädoyers bis zur Urteilsverkündung ausgeschlossen, weil es um höchstpersönliche Details des Angeklagten gegangen sei.

Laut Verteidigung war der Jugendliche sozial isoliert, in der Schule ausgegrenzt und suchte online Anerkennung, und auch Suizidgedanken hätten eine Rolle gespielt. Ein psychiatrisches Gutachten sah psychische Probleme, aber keine eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit und keine aktuelle Gefährlichkeit.

Die Geschworenen sprachen den Jugendlichen einstimmig schuldig. Verurteilt wurde er wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung, Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen (wegen der Anpreisung des Columbine-Schulmassakers) und gefährlicher Drohung. Zur einer bereits bestehenden bedingten Geldstrafe kamen milde neun Monate bedingte Haft hinzu. Seine elektronischen Geräte wurden eingezogen. Außerdem muss er wegen seiner Online-Sucht eine ambulante Beratung absolvieren. Das Urteil ist rechtskräftig. Richter Martin Mitteregger gab dem Jugendlichen mit, er müsse „die Kurve kratzen“ und aufpassen, in welchen Onlinewelten er sich bewege.

Bemerkenswert ist: Das Verfahren mit Amokplanungen, Columbine-Faszination und unbelehrbarer NS-Verherrlichung wurde medial außerhalb von Vorarlberg nur am Rande zu Kenntnis genommen. Warum? Weil der Bursche Österreicher ist und keinen Migrationshintergrund aufweist? Weil er kein Islamist, sondern „nur“ Neonazi ist?

(Quellen: vn.at, 19.5.26 und neue.at, 19.5.26)

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Hitlergruß | Neonazismus/Neofaschismus | Nötigung/gefährliche Drohung | Verbotsgesetz | Vorarlberg | Wiederbetätigung

Verwandte Beiträge

  • 11. Juni 2025
    Amoktat in Graz: Wenn Rechtsextreme über Leichen gehen
    Thomas Dim Bearbeitungsverlauf (FB 10.6.25)
  • 5. Juli 2024
    Moritz D.: Rechtsterrorverehrer, Neonazi, Identitärer, Burschenschafter und Anti-Antifa
    Moritz D. wird in Handschellen aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal gebracht (Foto: Samuel Winter)
  • 28. Jan. 2026
    Terrorprozess als Bühne: Die Polit-Show der „Sächsischen Separatisten“ in Dresden
    Oberlandesgericht Dresden zu Beginn des Prozesses gegen die "Sächsischen Separatisten" (Foto: privat)

Beitragsnavigation

« Roland Weinert: „Heimdall“ und Passer
Aufruf an die Community: Wir öffnen unser Archiv für KI-Tools und Daten-Recherche! »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter