We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Hetzpostings vor Gericht: Ex-FPÖ-Mandatar und Sonntagsspaziergänger

In Wie­ner Neu­stadt zeig­te sich ein Ex-FPÖ-Gemein­de­rat, ange­klagt wegen Hetz­pos­tings, recht wort­karg. In Steyr erhielt der deut­lich gesprä­chi­ge­re „Sonntagsspaziergänge“-Livestreamer eine juris­ti­sche Lek­ti­on mit einer gel­ben Karte.

29. Dez. 2025
Collage Prozesse (Fotos SdR)
Rückblick Prozesse (Fotos SdR)

Gloggnitz-Wiener Neustadt/NÖ: Ex-FPÖ-Gemeinderat wegen Verhetzung verurteilt

Am 9.12.2025 muss­te sich der Glogg­nit­zer Ex-FPÖ-Gemein­de­rat Tho­mas H. am Lan­des­ge­richt Wie­ner Neu­stadt wegen Ver­het­zung ver­ant­wor­ten. Gegen­stand waren Face­book-Pos­tings aus dem Zeit­raum Okto­ber 2023 bis August 2025, in denen u. a. Jüdinnen:Juden, Ukrainer:innen und homo­se­xu­el­le Men­schen als „Para­si­ten“ beschimpft wur­den. Zudem teil­te H. ein Pro­pa­gan­da­vi­deo, in dem Isra­el von der Land­kar­te gelöscht wird. Eben­falls ein Video, in dem ein dun­kel­häu­ti­ger Mensch beschimpft wird, teil­te er mit dem Kom­men­tar „Brauchst nur die Haut­far­be anschau­en“. Stoppt die Rech­ten sam­mel­te die Hetz­pos­tings, der Grü­ne Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Lukas Ham­mer brach­te sie im August wegen des Ver­dachts gegen das Ver­bots­ge­setz und gegen den Ver­het­zungs­pa­ra­gra­fen ver­sto­ßen zu haben, zur Anzeige.

Der 61-jäh­ri­ge Pen­sio­nist war gestän­dig und brach­te nicht viel mehr als ein „ent­schul­di­ge mich und damit erle­digt“ über die Lip­pen. Sein Ver­tei­di­ger monier­te, dass der Ange­klag­te Schwie­rig­kei­ten habe, sich aus­zu­drü­cken, argu­men­tier­te mit Radi­ka­li­sie­rung über Face­book und bean­trag­te eine diver­sio­nel­le Erledigung.

Die Rich­te­rin lehn­te eine Diver­si­on jedoch unter Hin­weis auf spe­zi­al- und gene­ral­prä­ven­ti­ve Aspek­te ab und beton­te die poli­ti­sche Vor­bild­funk­ti­on des Ange­klag­ten zum Tat­zeit­punkt. In einer Neben­satz merk­te die Rich­te­rin zudem an, dass auch die Erfül­lung eines Tat­be­stan­des nach dem Ver­bots­ge­setz in Erwä­gung gezo­gen wer­den hät­te können.

Ver­hängt wur­den neun Mona­te Frei­heits­stra­fe, bedingt auf drei Jah­re – rechts­kräf­tig. Außer­dem wur­den die zur Ver­ur­tei­lung füh­ren­den Face­book-Pos­tings zur Löschung auf­ge­tra­gen. Eini­ge sei­ner Hass­pos­tings sind mitt­ler­wei­le gelöscht, aber nicht alle.

Steyr/OÖ: „Sonntagsspaziergänge“-Livestreamer wegen LGBTQI-Hetzposting vor Gericht

Am 16.12.25 muss­te sich der in Steyr leben­de deut­sche Staats­bür­ger Bert W.U. (Jg. 1976, unbe­schol­ten, aber mit einer Häu­fung an Ver­wal­tungs­stra­fen) vor Gericht ver­ant­wor­ten. Ver­han­delt wur­de der Vor­wurf der Ver­het­zung wegen eines Face­book-Pos­tings vom 20.9.2025, in dem U. LGBT­QI-Per­so­nen her­ab­wür­dig­te (alles ande­re außer Mann und Frau sei „eine psy­chi­sche Krank­heit“)

Der Sach­se war gestän­dig, argu­men­tier­te, er habe den Text „kopiert und wei­ter­ge­teilt ohne nach­zu­den­ken“ und habe die Trag­wei­te nicht erkannt. Sein Face­book-Pro­fil habe er in der Nacht vor dem Pro­zess „kom­plett geän­dert“. Im Saal wur­de es kurz unfrei­wil­lig komisch, weil die Rich­te­rin – um die Löschung des Pos­tings zu klä­ren – das Publi­kum frag­te, ob jemand nach­schau­en kön­ne; wegen feh­len­den Emp­fangs bzw. feh­len­der Smart­phones konn­te das niemand.

Das Ver­fah­ren ende­te diver­sio­nell: 2.500 Euro Geld­bu­ße plus 150 Euro Pau­schal­kos­ten, zahl­bar in vier Raten zu je 625 Euro. Bei Nicht­zah­lung wür­de das Haupt­ver­fah­ren fort­ge­setzt. Außer­dem muss das Pos­ting gelöscht wer­den. Ver­tei­di­gung und Staats­an­walt­schaft stimm­ten zu. Die Rich­te­rin abschlie­ßend mit einer Art von gel­ber Kar­te: „Die Mei­nungs­frei­heit ist ein hohes Gut, aber sie hört dort auf, wo die per­sön­li­che Frei­heit ande­rer ange­grif­fen wird.“

Der „Sach­sen-Bertl“, wie er von loka­len Beobachter:innen genannt wird, trat jah­re­lang als Face­book-Live­strea­mer der wöchent­li­chen „Sonn­tags­spa­zier­gän­ge“ in Steyr auf. Kurz vor dem Pro­zess geriet er erneut ins Visier der Behör­den, weil er in einem Live­stream Gewalt­fan­ta­sien im Zusam­men­hang mit „Auf­hän­gen“ von EU-Spit­zen kom­men­tier­te („lang­sam“, „muss rich­tig weh tun“, „Schmerz spü­ren“). Laut den „Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten“ (10.12.25) wur­de dazu ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Die Orga­ni­sa­to­ren schlos­sen U. von den Mär­schen, an denen mitt­ler­wei­le ohne­hin nur mehr ein paar weni­ge Dut­zend teil­neh­men, aus.

Dan­ke für die bei­den Prozessbeobachtungen!

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | LGBTQIA+-Feindlichkeit | Niederösterreich | Oberösterreich | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Verhetzung

Verwandte Beiträge

  • 26. Aug. 2025
    FPÖ-Gemeinderat Thomas Hardteck angezeigt
    Sachverhaltsdarstellung gegen Thomas Hardteck
  • 29. Juni 2023
    Steyrer Spaziergang (II): Nazis gesucht und gefunden!

Beitragsnavigation

« 17-jähriger Neonazi vor Gericht: ein deprimierendes Bild
Ein alkoholisierter Provokateur & eine Richterin mit Langmut »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter