Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Ein alkoholisierter Provokateur & eine Richterin mit Langmut

Laut Verhandlungskalender ist der 58-jährige Vorarlberger auch nach dem Verbotsgesetz angeklagt, verhandelt wurden aber andere Delikte: Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung. Der Prozess am Landesgericht Feldkirch gegen den betrunkenen Provokateur drohte mehrmals zu kippen.

30. Dez. 2025
Landesgericht Feldkirch Tafel (Foto: SdR)
Landesgericht Feldkirch Tafel (Foto: SdR)

Zunächst war vom Angeklagten, der am 11. Dezember im Gerichtssaal vor einer Einzelrichterin auftauchen hätte sollen, weit und breit nichts zu sehen. Wilfried M. aus Götzis kam nicht nur mit Verspätung, sondern auch alkoholisiert.

Schon einmal, am 28.11. ist der Angeklagte unentschuldigt nicht erschienen. Kurz, nachdem die Richterin diesmal auf zwangsweise Vorführung von Wilfried M. entschieden hat, rumort es vor der Tür des Verhandlungssaales. Eine Gerichtsmitarbeiterin erscheint und berichtet, dass der Angeklagte im Warteraum herumgepöbelt und die Zeug:innen rassistisch beleidigt habe.

Dann kommt der schwer alkoholisierte Angeklagte in den Verhandlungssaal, lässt seinen vermutlich mit Getränken gefüllten Rucksack krachend auf den Boden fallen und fragt die Richterin, ob er etwas trinken dürfe. Als die bejaht, kramt er in seinem Rucksack herum. Die Richterin ahnt, warum: „Aber keinen Alkohol!“

Den ganzen Prozess über versucht sich Wilfried M. in Provokationen. Einmal schaltet er sein Handy ein, um ein Video anzuschauen, dann will er eine Zigarette rauchen, und als ultimative Provokation deutet er einem Zeugen Prügel an. Die Richterin ist die Langmut in Person, aber ihr gelingt es auch, den Angeklagten immer wieder einzubremsen und den Prozess fortzusetzen. Keine einfache Sache!

Einfach ist die Sache aber auch nicht für unsere Prozessbeobachtung. Zum einen, weil in Feldkirch nie die Anklage vorgetragen wird. So muss aus der Befragung des Angeklagten und der Zeug:innen erahnt und zusammengereimt werden, was die Staatsanwaltschaft Wilfried M. vorwirft. Wiederbetätigung wird nicht erwähnt, es dürfte um Nötigung, Beleidigung und Körperverletzung gehen.

Aus den Befragungen wird klar, dass M. eine ziemlich ungute Person ist, die sich am liebsten selbst bemitleidet, für andere aber – vor allem, wenn sie ihm „ausländisch“ vorkommen – nur Hass, Hetze und manchmal auch Gewalt übrig hat.

„Leck mich am Arsch, du scheiss Moslemsau“ und „Fuck you, du Ausländer, sonst wichs ich dir mal eine“ – in dieser Tonlage bewegen sich seine verbalen Begegnungen mit Menschen, die er als „Ausländer“ einstuft.

In seinem Schlusswort wechselt er dann von der Provokation wieder zum Selbstmitleid:

Ja, es tut mir alles so leid (beginnt zu weinen), dass es so weit gekommen ist, wegen dem Alkohol, deshalb versuche ich eine Therapie zu machen, der Teufel macht mich kaputt, tschuldigung, (erstickte Stimme, Tränen), will nur dass Menschen mich verstehen, aber irgendwie verstehen sie mich doch nicht, dann bin ich wieder zu grob, dann sauf ich wieder über meine Probleme, es nützt nix mehr, tschuldigung, das war alles.

Die Richterin verurteilt den Angeklagten zu einer milden Geldstrafe von 180 Tagsätzen zu je sieben Euro, ersatzweise zu 90 Tagen Haft und einer Geldbuße von jeweils 200 Euro an zwei Opfer. 45 Tagsätze werden bedingt erlassen. Das bedeutet, dass der Angeklagte 945 Euro unbedingt zahlen muss. Als ihm die Richterin dann noch erklärt, er habe zusätzlich zu den milden Geldstrafen noch 150 Euro für die Verhandlungskosten zu zahlen, gerät M. nochmals in Rage, lenkt dann aber ein. Er will das Urteil akzeptieren, hat aber noch Bedenkzeit, weil er ohne Verteidigung zur Verhandlung erschienen ist.

Wir danken prozess.report für die Prozessbeobachtung!

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Körperverletzung | Nötigung/gefährliche Drohung | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Vorarlberg

Beitragsnavigation

« Hetzpostings vor Gericht: Ex-FPÖ-Mandatar und Sonntagsspaziergänger
Herunterreißen einer Burschenschafter-Kappe als „schwerer Raub“: Warum die Anklage auf wackeligem Fundament steht »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter