We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Aufgedeckt | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Franz M., die Rheinwiesenlager und der oberste EU-General (Teil 2)

Franz M.s Ein­las­sun­gen zu den geschichts­re­vi­sio­nis­ti­schen Nar­ra­ti­ven über die Rhein­wie­sen­la­ger sind Teil der holo­caust­leug­ne­ri­schen Obes­si­on, die über sei­nen Face­book-Account augen­schein­lich wird. Ein ehe­ma­li­ger obers­ter öster­rei­chi­scher Bun­des­heer­ge­ne­ral und nun­mehr Vor­sit­zen­der des EU-Mili­tär­aus­schus­ses kom­men­tiert bei M. zustim­mend, was hoch­gra­dig irritiert.

20. Apr. 2024
Soldat (Symbolbild; pixabay planet_fox)
Soldat (Symbolbild; pixabay planet_fox)

M.s FB-Pos­tings zu den Rhein­wie­sen­la­gern began­nen bereits am 18.12. 2015, als er einen Link zu einer Web­site setz­te, auf der behaup­tet wird, dass deut­sche Tote aus den Rhein­wie­sen­la­gern aus­ge­gra­ben und als jüdi­sche Lei­chen aus­ge­ge­ben wor­den sei­en, um so die Opfer­zah­len des Holo­caust zu mani­pu­lie­ren. Eine an Imper­ti­nenz kaum zu über­bie­ten­de Lüge!

Franz M. Rheinwiesenlager: "Deutsche Leichen wurden als jüdische Leichen ausgegeben" (Screenshot FB 18.12.15)
Franz M. Rhein­wie­sen­la­ger: „Deut­sche Lei­chen wur­den als jüdi­sche Lei­chen aus­ge­ge­ben” (Screen­shot FB 18.12.15)
Die Rhein­wie­sen­la­ger (April-Sep­tem­ber 1945)
Ab April 1945 hat­ten die Alli­ier­ten unter US-ame­ri­ka­ni­scher Bewa­chung ent­lang des Rhein 23 Lager für deut­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne (Pri­soner of War Tem­po­ra­ry Enclo­sure, PWTE) errich­tet, zuerst vor­wie­gend, um zu ver­hin­dern, dass Deut­sche auf die Sei­te der noch nicht besieg­ten Tei­le von Nazi-Deutsch­land wech­seln. Allei­ne bei den Orten Rema­gen und Sin­zig waren in zwei Lagern („Gol­de­ne Mei­le“) auf Äckern ohne fes­te Unter­künf­te und wenig Nah­rung 300.000 Gefan­ge­ne in Haft. Ab Mai wur­den die Bedin­gun­gen ver­bes­sert, aber auch suk­zes­si­ve Häft­lin­ge ent­las­sen. Im Sep­tem­ber 45 waren alle Rhein­la­ger wie­der auf­ge­löst. Die Zahl der Todes­op­fer wird laut wis­sen­schaft­li­chen For­schun­gen zwi­schen 10.000 und maxi­mal 40.000 geschätzt – bei rund einer Mil­li­on Men­schen, die ins­ge­samt in den Rhein­wie­sen­la­gern inhaf­tiert waren.

Rechts­extre­me stri­cken aus den Lagern gräu­el­pro­pa­gan­dis­ti­sche Erzäh­lun­gen und ver­brei­ten, es sei­en Hun­dert­tau­sen­de bis zu einer Mil­li­on Häft­lin­ge gezielt umge­bracht wor­den. Den Gip­fel der Per­fi­die stellt die Lüge dar, Opfer aus den Rhein­wie­sen­la­gern sei­en aus­ge­gra­ben und als jüdi­sche KZ-Opfer aus­ge­ge­ben worden.
Info­kas­ten aus: Geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sches Tref­fen an den Rhein­wie­sen und eine Öster­rei­che­rin mittendrin

2019 setzt M. mit einem Link zur rechts­extre­men Sei­te von „Anony­mous News“ und dem Titel „Rhein­wie­sen­la­ger – Der ver­ges­se­ne Völ­ker­mord der Alli­ier­ten an den Deut­schen“ nach. Auch die­sen deut­lich rechts­extre­men Bei­trag pos­tet wie ande­re holo­caust­leug­nen­de Bei­trä­ge mehr­fach. Dazwi­schen setzt M. auch noch einen ande­ren revi­sio­nis­ti­schen Bei­trag: „Rhein­wie­sen­la­ger ‑eine ver­schwie­ge­ne Schuld“ Wes­sen Schuld da angeb­lich ver­schwie­gen wird, ist aus Kom­men­ta­ren ersicht­lich: „War ein Teil des Pla­nes, mög­lichst vie­le Deut­sche ‚auch noch nach dem Krieg, aus­rot­ten. Chur­chill war dage­gen, aber Chur­chill hat­te nach dem Krieg nicht mehr viel zu mel­den. Trumm hat­te das Sagen, und Tru­man warf auch die A‑Bomben“, schreibt ein Arzt aus Wien dazu.

Die Rheinwiesenlager, der Brigadier und der General

2023 ein neu­er Anlauf: M. ver­linkt zu einer Foto­col­la­ge einer deut­schen Rechts­extre­men, die mit „Ein ver­schwie­ge­nes Kapi­tel deut­scher Geschich­te …“ beti­telt ist. Auch die­se Behaup­tung ist eine Lüge. Die his­to­ri­sche Auf­ar­bei­tung der Rhein­wie­sen­la­ger erfolg­te zwar spät, ist aber umfas­send und spä­tes­tens seit den 1970er-Jah­ren öffent­lich. Der deut­lich rechts­extrem posi­tio­nier­te pen­sio­nier­te Bun­des­heer-Bri­ga­dier Josef Paul Pun­ti­gam mel­det ein: „Der ehe­ma­li­ge Jus­tiz­mi­nis­ter E.Forreger [sic]) war in einem Rhein­wie­sen­la­ger und hat die beschrie­ben [sic!] Zustän­de in einer Bro­schü­re bestä­tigt!“

Ein wei­te­rer Mili­tär setzt nach: „Es ist vor allem ein ver­schwie­ge­nes Kapi­tel in der Geschich­te der Sie­ger.“ Das ist ein deut­li­cher Satz, der das rechts­extre­me und neo­na­zis­ti­sche Nar­ra­tiv über die Rhein­wie­sen­la­ger stützt, es gera­de­zu unterstreicht.

Franz M. Rheinwiesenlager mit Kommentar Robert Brieger und Josef Paul Puntigam (Screenshot FB 26.11.23)
Franz M. Rhein­wie­sen­la­ger mit Kom­men­tar Robert Brie­ger und Josef Paul Pun­ti­gam (Screen­shot FB 26.11.23)

Der Kom­men­tar stammt von Robert Brie­ger, Chef des Gene­ral­stabs des öster­rei­chi­schen Bun­des­hee­res bis 2022, der danach zum Vor­sit­zen­den des Mili­tär­aus­schus­ses der EU, also so etwas wie zum rang­höchs­ten Mili­tär der EU, auf­ge­stie­gen ist. Was ihn wohl dazu gebracht hat, einen der­ma­ßen irri­tie­ren­den Kom­men­tar auf dem sehr ein­schlä­gi­gen, mit Holo­caust­leug­nung durch­setz­ten Face­book-Pro­fil des Franz M. abzugeben?

➡️ Teil 1: Ein Poli­zist als beses­se­ner Holocaustleugner?
➡️ Der „Stan­dard” berich­tet über den Fall und hat bei Poli­zei und Gene­ral Brie­ger nach­ge­fragt: Poli­zist teil­te auf Face­book jah­re­lang offen Holocaust-Leugnung
➡️ „Stoppt die Rech­ten“ zu den Rheinwiesenlagern
➡️ Eine gründ­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit James Bac­que, einem kana­di­schen Revi­sio­nis­ten der 1990er-Jah­re, lie­fert Bri­git­te Bai­ler-Galan­da: Eisen­hower und die deut­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen. Seriö­se His­to­rio­gra­phie gegen die Mythen des kana­di­schen „Revi­sio­nis­ten” James Bac­que — eine Buchbesprechung
➡️ derspiegel.de, 4.7.22 (Pay­wall): Was geschah wirk­lich in den Rhein­wie­sen­la­gern? (Print­ar­ti­kel zum Down­load)

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Aufgedeckt, Dokumentation
Schlagwörter: Bundesheer | Holocaustleugnung/-verharmlosung | Neonazismus/Neofaschismus | Polizei | Steiermark | Wiederbetätigung

Verwandte Beiträge

  • 8. Mai 2023
    Geschichtsrevisionistisches Treffen an den Rheinwiesen und eine Österreicherin mittendrin
  • 15. Okt. 2022
    Bundesheersoldat in SS-Uniform: vom kollektiven Wegschauen und einer Ministerin, die nichts wissen will
  • 20. Apr. 2024
    Rechtsextreme „Einzelfälle“ im Bundesheer ab Sommer 2020

Beitragsnavigation

« Ein Polizist als besessener Holocaustleugner? (Teil 1)
Mélange KW 16/24 (Teil 1): Prozesse und Anzeigen »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter