We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

5+1 Jahre Haft für Ex-Burschenschafter

Der Pro­zess gegen den Gra­zer Ex-Bur­schen­schaf­ter und FPÖ-Ange­hö­ri­gen ende­te mit einer Ver­ur­tei­lung und ins­ge­samt sechs Jah­ren Haft – nicht rechtskräftig.

26. Juni 2024
Der Breaking Bad-Chemielehrer (KI-generiert)
Der Breaking Bad-Chemielehrer (KI-generiert)

Am 21. Juni fand am Gra­zer Lan­des­ge­richt die Fort­set­zung des Pro­zes­ses vom April die­ses Jah­res statt. Es ging um Dro­gen­her­stel­lung und ‑ver­kauf, Ver­ge­wal­ti­gung (§ 201 StGB) und sexu­el­len Miss­brauch einer wehr­lo­sen Per­son (§ 205 StGB). Der poli­ti­sche Aspekt ergibt sich dar­aus, dass der Erst­an­ge­klag­te und Dro­gen­koch nicht nur ein sehr naher Ver­wand­ter eines sehr pro­mi­nen­ten FPÖ-Funk­tio­närs und ‑Man­da­tars ist, son­dern selbst auch Mit­glied der FPÖ, Par­tei­tags­de­le­gier­ter und Bur­schen­schaf­ter war.

Ex-Burschenschafter, EX-FPÖ

„War“ des­halb, weil in die­sem Fall bei­de, die FPÖ Graz und die Gra­zer Bur­schen­schaft Ger­ma­nia, die Not­lei­ne gezo­gen und den Dro­gen­koch aus­ge­schlos­sen haben. Ob man sich damit schon alle Pro­ble­me vom Hals geschafft hat, wird erst die Zukunft wei­sen, denn der Dro­gen­koch wird noch in einem ande­ren Ermitt­lungs­ver­fah­ren als Ver­däch­ti­ger geführt: Da geht es um eine Fir­ma, in der er, ein frü­he­rer Gra­zer FPÖ-Gemein­de­rat mit einem Kryp­to­wäh­rungs-Start­up eini­ge Euro-Mil­lio­nen von Inves­to­ren in der Kari­bik ver­senkt haben sollen.

Die Staats­an­wäl­tin nahm in ihrem Schluss­plä­doy­er dar­auf Bezug, dass es nicht nur wegen des Rie­sen­la­bors und der Sub­stanz, die dort haupt­säch­lich von dem Ex-Bur­schi her­ge­stellt wur­de, star­ke Über­ein­stim­mun­gen mit der Serie „Brea­king Bad“ gibt, son­dern auch wegen des Vor­na­mens, den der pen­sio­nier­te Che­mie­leh­rer aus der Serie und der Ex-Bur­schen­schaf­ter (fast) tei­len. Eine ande­re Beson­der­heit der vom Ex-Bur­schen­schaf­ter gekoch­ten Sub­stanz Metham­phet­amin fand im Pro­zess kei­ne Erwäh­nung: Die Dro­ge wur­de von den Nazis unter dem Namen „Per­vi­tin” genutzt, um die Sol­da­ten bes­ser an der Front ver­hei­zen zu können.

Die Nazi-Droge Pervitin (Crytal Meth; Foto: Wikipedia/Thomas Springer)
Die Nazi-Dro­ge Per­vi­tin (Crys­tal Meth; Foto: Wikipedia/Thomas Sprin­ger)

Ausschluss der Öffentlichkeit

Was sonst noch in den Zeu­gen­be­fra­gun­gen am zwei­ten Ver­hand­lungs­tag eine Rol­le spiel­te, ent­zog sich zum Teil der Öffent­lich­keit, die am ers­ten und zwei­ten Ver­hand­lungs­tag zeit­wei­se aus­ge­schlos­sen wur­de. Ver­ständ­lich, denn es wur­de erör­tert, ob eine Frau, die unter Dro­gen stand, bei dem ange­klag­ten sexu­el­len Miss­brauch zurech­nungs­fä­hig war, etwa weil sie ein Han­dy in der Hand hielt. Dann waren da noch Sex­par­ties mit Dro­gen und die Ver­ge­wal­ti­gung eines Man­nes, dem KO-Trop­fen unver­dünnt ein­ge­flößt wur­den, sodass das Opfer Ver­ät­zun­gen im Rachen­raum erlit­ten hat.

Letz­te­res wur­de dem Zweit­an­ge­klag­ten ange­las­tet, der die vom Ex-Bur­schen­schaf­ter pro­du­zier­ten Dro­gen ver­tick­te und für den Eigen­ver­brauch benutz­te. Es müs­sen gro­ße Men­gen von Dro­gen gewe­sen sein, die vom Erst­an­ge­klag­ten in sei­nem Labor pro­du­ziert wor­den sind. Im Pro­zess nutz­te der Erst­an­ge­klag­te die Gele­gen­heit, um Rich­ter und Sach­ver­stän­di­ge immer wie­der über die Details sei­nes Her­stel­lungs­pro­zes­ses zu beleh­ren. Straf­mil­dernd wirk­te sich das nicht aus. Bei­de Ange­klag­ten brach­ten bereits Vor­stra­fen mit, auch des­halb waren die letz­te Woche ver­häng­ten Stra­fen nicht am unte­ren Ende angesiedelt.

Die Urteile

Der Erst­an­ge­klag­te wur­de zwar vom Vor­wurf des sexu­el­len Miss­brauchs frei­ge­spro­chen, kas­sier­te aber für sei­ne umfang­rei­che Dro­gen­tä­tig­keit fünf Jah­re und den Wider­ruf einer beding­ten Frei­heits­stra­fe von zwölf Mona­ten aus sei­ner Ver­ur­tei­lung im Jahr 2021 – macht also sechs Jah­re Haft. Zudem wur­den knapp 80.000 Euro aus Dro­gen­ein­nah­men für ver­fal­len erklärt. Der Zweit­an­ge­klag­te wur­de wegen Ver­ge­wal­ti­gung und der Dro­gen­de­lik­te zu vier Jah­ren und dem Ver­fall von 50.000 Euro ver­ur­teilt. Bern­hard Leho­fer, Anwalt  des Erst­an­ge­klag­ten, mel­de­te Nich­tig­keit und Beru­fung an, der Anwalt des Zweit­an­ge­klag­ten nur Beru­fung gegen die Strafhöhe.

Update 27.11.24: Die Ver­ur­tei­lung ist rechts­kräf­tig. Der Wider­ruf der beding­ten Frei­heits­stra­fe wur­de in der Beru­fungs­ver­hand­lung aller­dings auf­ge­ho­ben (somit blei­ben fünf Jah­re Haft), und der für ver­fal­len erklär­te Betrag von 80.000 Euro aus sei­nen Dro­gen­ein­nah­men wur­de verringert.

P.S: Was „Brea­king Bad” über­setzt bedeu­tet, ist nicht ganz ein­deu­tig. Die Mög­lich­kei­ten rei­chen von „Pech haben” über „aus den Kon­ven­tio­nen aus­bre­chen” bis „auf die schie­fe Bahn gera­ten”. Zum Gra­zer Fall pas­sen alle Deutungen.

Dan­ke an das Doku Ser­vice Stei­er­mark für die Prozessbeobachtung!

➡️ derstandard.at (21.6.24): „Brea­king Bad” in Graz: Ver­ur­tei­lun­gen wegen mehr­fa­cher Drogendelikte

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | FPÖ | Missbrauch/Missbrauchsdarstellungen | Steiermark | Suchtmittelgesetz

Verwandte Beiträge

  • 18. Apr. 2024
    Blaues „Breaking Bad“ mit Vergewaltigungsvorwürfen
  • 27. Aug. 2023
    Crystal Meth, Krypto-Betrug und die Grazer FPÖ
  • 31. März 2016
    Imst (T): Suchtgiftaffäre mit blauem Dunst?

Beitragsnavigation

« 4 Jahre unbedingt für Neonazi-Websitebetreiber
„Kahl“ vor Gericht »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter