Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Aus für Passauer Markomannia und Würzburger Teutonia in argen Nöten

In Deutschland hat es die Burschenschaft „Markomannia Wien zu Deggendorf und Passau“ bereits zerlegt, der „Prager Teutonia” droht nun dasselbe Schicksal. Dem gingen Skandale wegen rechtsextremer Umtriebe voraus. Die heimatlos gewordenen Mitglieder zieht es nach Österreich.

19. März 2024
"Renommierbummel" (um 1900), Gemälde von Georg Mühlberg

Die Passauer Burschenschaft „Markomannia Wien zu Deggendorf und Passau“ musste bereits vollenden, was der Würzburger „Teutonia Prag“ nun droht: die Auflösung. Beide Verbindungen standen jahrelang wegen ihrer rechtsextremen Umtriebe in der Kritik. Details aus erster Hand zu beiden Burschenschaften brachte die wie immer bestens informierte „Autonome Antifa Freiburg“:

Es brauchte vier Jahre – von Anfang 2019 bis Ende 2023 – bis die „Markomannia Wien“ unter dem Druck antifaschistischer Recherchepublikationen und Interventionen aufgab. Sie verlor in dieser Zeit ihre Räume in Passau und Deggendorf, der Nachwuchs blieb aus und die halbe Aktivitas trat im Herbst 2020 nach „internem Streit“ aus. (…) Die „Altherrenschaft“ (…) fusionierte Ende Dezember 2023 mit der „Wiener akademischen Burschenschaft Bruna Sudetia“ zur „Wiener akademischen Burschenschaft Bruna Markomannia“. (autonome-antifa.org, 19.1.24)

Die Zuwanderung der heimatlos gewordenen Alten Herren dürfte der „Bruna Sudetia“ sehr gelegen kommen, da sie wie andere Verbindungen auch über Nachwuchsschwund und damit auch an Geldgebern zu klagen hat. Einer „Stoppt die Rechten“ vorliegenden Mitteilung zufolge wird die neu gemixte „Bruna Markomannia“ ihren Vereinigungskommers am 27. April in Wien abhalten.

Teutonen vom Regen in die Traufe?

Ein von der „Autonomen Antifa Freiburg“ geleakter Brief von 25 Alten Herren der in Würzburg ansässigen „Teutonia Prag“ hat für einigen Wirbel gesorgt. Demzufolge haben die Alt-Teutonen ihre Stammburschenschaft aus Protest gegen die Vereinnahmung ihrer Korporation für AfD-Agenden verlassen und indirekt bei ihren Kartellbrüdern von der Wiener Albia und der Grazer Arminia um Asyl angesucht. Sie schreiben von „Unehrlichkeit, mangelnder Charakterfestigkeit und einem Wegbrechen unserer Wertegemeinschaft“ und kritisieren, allerdings freundlich umschrieben, die Nazi-Umtriebe innerhalb der Verbindung, die nach einem Hinweis vom österreichischen Verfassungsschutz im September 2023 zu einer Hausdurchsuchung und zu Ermittlungen gegen einzelne Mitglieder, darunter Daniel Halemba, AfD-Abgeordneter im Bayerischen Landtag, geführt hatten:

Im Ergebnis ist Teutonia zu einem Instrument und einer Plattform einer einzigen politischen Partei geworden. Dies geht einher mit einer zunehmenden Radikalisierung und weltanschaulichen Verengung, welche eine differenzierte Antwort auf die Probleme Deutschlands in einer sich derzeit im Wandel befindlichen Parteienlandschaft verunmöglicht. (…) Wir fühlen uns jedoch auch weiterhin den Kartellburschenschaften Albia und Arminia verbunden. (…) Wir streben in jedem Fall eine weitergehende burschenschaftliche Betätigung an, wobei wir eine diesbezügliche Möglichkeit der Abstimmung mit Albia und Arminia begrüssen würden. (zit. nach autonome-antifa.org, 3.3.24)

Nachdem den Herren bekannt sein müsste, dass auch bei den Wiener Alben im Frühjahr 2023 eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung stattgefunden hatte, fragt sich, was die flüchtigen Teutonen antreibt, verbindungsmäßig ausgerechnet zur Albia abwandern zu wollen, zumal die vom DÖW nicht nur als rechtsextrem eingestuft, sondern auch als „Kaderschmiede“ insbesondere für die Wiener FPÖ beschrieben wird. Der Umgewöhnungsbedarf würde für die flüchtigen Prager Teutonen im Falle einer Aufnahme im Schoß der Albia jedenfalls nicht allzu groß sein. Für die „Teutonia Prag“ könnte der Exodus ihrer finanzkräftigen Alten Herren jedoch das Aus bedeuten.

FPÖ und AfD als Jobmaschine für Rechtsextreme

Wie die FPÖ in Österreich gilt auch in Deutschland die AfD als „Jobmaschine für Burschenschafter“. Zur Zeit von Türkis-Blau tummelten sich alleine in den Kabinetten der FPÖ-Ministerien 13 Korporierte als Mitarbeiter. Überhaupt, auch das überrascht nicht, sind FPÖ und AfD Jobmaschinen für Rechtsextreme jeder Provinienz.

Einer Recherche des „Bayrischen Rundfunk“ (BR) zufolge, beschäftigt die AfD im Bundestag mehr als 100 Mitarbeiter*innen, die in vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem, also verfassungsfeindlich, eingestuften Organisationen aktiv sind. Darunter sind Aktivisten der „Identitären Bewegung“, Personen aus der „Reichsbürger“-Szene, Ideologen der sogenannten „Neuen Rechten“ und auch Neonazis. Mehr als die Hälfte der AfD-Abgeordneten unterhält Beschäftigungsverhältnisse dieser Art, darunter auch die Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Der BR stützt seine Recherche auf interne Namenslisten aus dem Bundestag.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: AfD | Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | FPÖ | Rechtsextremismus | Weite Welt | Wien

Beitragsnavigation

« Mélange KW 10-11/24
FPÖ immer dabei: Minuszuwanderung, Remigration, Deportation (Teil 1) »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter