Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

FPÖ Tirol: Troubles in den Bezirken und eine recht extreme Kandidatin

Nachdem Mitte August der Osttiroler FPÖ-Bezirksparteiobmann Josef Oblasser, einst treuer Mitarbeiter des mittlerweile völlig ins Schwurblertum abgeglittenen Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser, zurückgetreten ist und mit ihm der Lienzer Stadtparteiobmann Manuel Kleinlercher, folgte nun der Parteiobmann des Bezirks Imst, Johann „Giovanni“ Grüner. Der fühlt sich bei der Listenerstellung für die Landtagswahl overruled, nachdem statt ihm, der im Bezirk an die erste Stelle gereiht war, Gudrun Kofler vorgezogen wurde. Und die tut sich mit recht extremen Ansagen hervor.

13. Sep. 2022
salto.bz über Gudrun Kofler: "Recht extrem"
salto.bz über Gudrun Kofler: „Recht extrem“

Dabei hatte Grüner die Bezirkspartei 2018 in großer blauer Not übernommen, als nämlich die Partei nach einigen braunen Fällen am Zerfallen war und ein Neustart versucht wurde.

Posting Facebook-Seite FPÖ Bezirk Imst
Posting Facebook-Seite FPÖ Bezirk Imst im Oktober 2018: „… neue Bezirksleitung mit Obmann Giovanni Grüne gewählt. (…) Wir sind dabei, den Bezirk neu aufzubauen.“

Die 39-jährige Kofler, gebürtige Südtirolerin, die den RFS in Innsbruck bei der ÖH-Wahl 2021 angeführt und sich nie zum braunen Fall ihrer Uni-Liste geäußert hatte, dann heuer im März zur RFS-Bundesobfrau aufgestiegen ist, geriet ihrerseits wegen zahlreicher verstörender Postings in Kritik. Kostproben:

“Guten Morgen, deutsches Volk” oder “Waren das noch Zeiten als am Gardasee nur die Italiener das Problem waren” die Rede. Außerdem postete sie ein Bild, das Hautfarben-Buntstifte mit verschiedenen Farben zeigte – mit dem Kommentar: “Was waren das noch für Zeiten, als die Jolly-Malfarben-Palette hierzulande nur eine Hautfarbe hatte.” Weiters beschwert sich Kofler über “Gendergaga” und “Rassismus gegen Weiße”. In Bezug auf die LGBT-Bewegung meint sie: “Sind das Clowns?“ zit. nach salto.bz, 18.8.22; Hervorhebungen im Original)

Kofler auf Twitter: "Waren das noch Zeiten, als am Gardasee nur die Italiener das Problem waren..." (13.6.22)
Kofler auf Twitter: „Waren das noch Zeiten, als am Gardasee nur die Italiener das Problem waren…“ (13.6.22)

Flugs, nachdem ihre Wortspenden öffentlich thematisiert wurden, stellte Kofler ihren Twitter-Account auf privat. Beim Hetzen will man doch unter sich bleiben! Überhaupt scheint Kofler aufs sang- und klanglose Verschwinden zu setzen. Als wir die Nazi-Vergangenheit des Tiroler RFS-Kandidaten publik gemacht hatten, wurde er als stellvertretender RFS-Landesparteiobmann von der Website gelöscht – kommentarlos!

Koflers Tweets nur für bestätigte Follower sichtbar (Screenshot 13.9.22)
Koflers Tweets nur für bestätigte Follower sichtbar (Screenshot 13.9.22)

Aber auch Johann Grüner äußert sich zu Kofler und ihrem ideologischem Background:

Gudrun Kofler formte abseits der bestehenden Strukturen „ihr Team“, postete in den sozialen Medien Fotos, auf denen unter anderem Personen zu sehen sind, deren deutlich „Rechte“ Gesinnung im Bezirk seit langem bekannt ist.“ Unter anderem war von einem spürbaren „Rechtsruck“ der FPÖ auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene die Rede. (meinbezirk.at, 9.9.22; Hervorhebungen im Original)

Überhaupt erregten Koflers Wortspenden auch in Südtirol, wo sie 2005 in ihrem damaligen Heimatort Kurtatsch Gemeinderätin und dann Mitarbeiterin bei der „Süd-Tiroler Freiheit“, der Partei ihrer Tante Eva Klotz war, größere Aufmerksamkeit. Das Südtiroler Medium salto.bz widmete Kofler unter dem Titel „Recht extrem“ ein längeres Porträt. 

Vor den Wahlen am 25. September sieht sich nicht nur Fratelli d’Italia-Chefin Giorgia Meloni gezwungen, sich – explizit, aber für politische Beobachter und Kontrahenten nicht glaubwürdig genug – von Faschismus und rechtsextremem Gedankengut zu distanzieren. Auch bei Gudrun Kofler herrscht Klärungsbedarf. Die Enkelin von Jörg und Nichte von Eva Klotz tritt für die FPÖ bei den vorgezogenen Tiroler Landtagswahlen am 25. September an. Nun wird nicht nur außerhalb der Freiheitlichen Partei Kritik laut. Auch parteiintern brodelt es. Unter anderem wegen offenbar rassistischen und extremen Aussagen von Gudrun Kofler.

salto.bz über Gudrun Kofler: "Recht extrem"
salto.bz über Gudrun Kofler: „Recht extrem“

Der Vergleich mit Giorga Meloni, Führerin der faschistischen Partei „Fratelli d’Italia“, dürfte Kofler vermutlich wenig schmecken. Vor wenigen Wochen sah sie sich, die inzwischen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, aber noch wacker für die Loslösung Südtirols von Italien kämpft, genötigt, zusammen mit zwei Abgeordneten der „Süd-Tiroler Freiheit“ „am Bozner Landesgericht eine Eingabe“ (Kofler auf Facebook, 25.8.22) wegen Melonis Aussage, „Ich denke, dass Mussolini ein guter Politiker war. Alles, was er gemacht hat, hat er für Italien gemacht. Es gab keine anderen Politiker wie ihn in den letzten 50 Jahren.“, zu machen.

2009 gab Kofler, damals noch Gemeinderätin in Kurtatsch, dem rechtsextremen, auch am Rand des Neonazistischem kratzenden „Der Eckart“ ein Interview, in dem sie 

nach der Bedeutung von Begriffen wie “Heimat”, “Werte” und “Tradition” gefragt, eine anti-italienische wie völkische Antwort parat [hatte]: “Nur durch Wertvorstellungen und Traditionen können wir Südtiroler heute von uns sagen, daß wir uns von den Italienern nicht unterkriegen haben lassen und noch heute Tiroler und somit ein Teil des deutsches Volkes sind!” (salto.bz; Hervorhebungen im Original)

Als Kämpferin fürs deutsche Volk und dessen imaginierter Einheit fügt sie sich samt ihren sonstigen Äußerungen wunderbar in die FPÖ ein. Bliebe noch die Frage, wie sie, die so sehr fürs Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler eintritt, etwa zur Ukraine steht, deren nach einem Referendum 1991 deklarierte Unabhängigkeit nun niedergemetzelt werden soll? Ach ja, da pocht auch Kofler mit ihrer Putin-affinen Partei auf Österreichs Neutralität.

Kofler im Interview mit "Der Eckart" (2009): sind "noch heute Tiroler und somit ein Teil des deutsches (sic!) Volkes"
Kofler im Interview mit „Der Eckart“ (2009): sind „noch heute Tiroler und somit ein Teil des deutsches (sic!) Volkes“

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Hetze | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Rechtsextremismus | RFS | Südtirol | Tirol

Beitragsnavigation

« Mélange KW 36/22
Braune Front im Burgenland? »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter