Draßburg (Bgld): Wieder heftiger Einzelfall bei der FPÖ

Die FPÖ Bur­gen­land hat schon wieder einen Einzelfall! Nach dem wegen NS-Wieder­betä­ti­gung verurteil­ten Man­fred S., der in St. Andrä am Zick­see für die FPÖ auf der Kan­di­daten­liste ste­ht und Wal­ter Wolf­gang in Bruck­neu­dorf, der noch 2016 Hym­nen für die neon­azis­tis­che PdV dichtete, taucht jet­zt Fritz Ugri­novits auf der Kan­di­daten­liste der FPÖ Draßburg auf. Der wurde zwar zulet­zt 2013 wegen Ver­het­zung verurteilt, ist aber beim Het­zen noch immer sehr rege.

Dass es Fritz Ugri­novits auf den Platz 5 der Kan­di­datIn­nen­liste der FPÖ Draßburg für die Gemein­der­atswahl am 1.10. 2017 schaffte, ist doch etwas über­raschend. Nicht nur, weil der Bezirk Mat­ters­burg, in dem Draßburg liegt, der Heimat­bezirk des Lan­desparteiob­mannes und Lan­deshaupt­mannstel­lvertreters Johann Tschürtz ist, son­dern in erster Lin­ie, weil Fritz Ugri­novits in sein­er näheren Umge­bung für sein Treiben sehr bekan­nt ist.

Ver­mut­lich wird irgend­je­mand von der FPÖ Bur­gen­land treuherzig ver­sich­ern, dass seine jüng­ste Verurteilung wegen Ver­het­zung aus dem Jahr 2013, bei der der Pen­sion­ist zehn Monate bed­ingt aus­ge­fasst hat, unbekan­nt sei. Aber was ist mit seinen ras­sis­tis­chen und het­zerischen Kom­mentaren, durch die Ugri­novits auf Face­book, aber auch bei Bürg­erver­samm­lun­gen vor Ort aufge­fall­en ist? Waren das etwa die Qual­i­fika­tion­skri­te­rien für die Kandidatur?

Im Jän­ner 2017 führte die deutsche Polizei eine groß angelegte Razz­ia gegen Per­so­n­en aus der Reichs­bürg­er­be­we­gung durch. Der Hauptverdächtige, ein rabi­ater Anti­semit, der sich Bur­gos von Bucho­nia nen­nt, und seine Gruppe ste­hen im Ver­dacht, Anschläge auf Flüchtlinge, Polizis­ten und Men­schen jüdis­chen Glaubens geplant zu haben. Ugri­novits ist auf Face­book noch immer befre­un­det mit Bur­gos von Bucho­nia, der auch unter Burghard Bangert auftritt. Als der im Juni 2015 dem früheren US-Außen­min­is­ter Kissinger in klar anti­semi­tis­ch­er Inten­tion ein absur­des Zitat in den Mund legt, wonach die weiße Rasse ver­nichtet wer­den müsse, gefällt das Ugrinovits.

Seit sein­er Verurteilung 2013 postet Ugri­novits nicht mehr so viel wie früher. Die alten Kom­mentare aus früheren Jahren sind gelöscht. Fast alle, denn das offen het­zerische Post­ing aus 2011, das er auf dem recht­sex­tremen Blog „Dolomitengeist“ abson­derte, hat die Jahre und auch die Gerichtsver­hand­lung von 2013 über­lebt. In ihm fordert er, die Mus­lime aus dem Land zu jagen, auch das linkslinke Dreckspack.

Der FPÖ-Kan­di­dat aus Draßburg benutzt für dieses Post­ing den Nick­name „Romglad­i­a­tor“. Unter diesem Nick­name ist er auch auf YouTube vertreten. Dort gibt es dann die näch­sten Überraschungen.

➡️ Draßburg: Der neue heftige FPÖ Einzelfall (II)