We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Analysen | Aufgedeckt | Dokumentation | Rechtsextreme Medien

Lesezeit: 4 Minuten

Info-Direkt (Teil III): Reaktionen

Nach den mas­sen­haf­ten Fun­den von Pla­gia­ten in den Print-Aus­ga­ben der rechts­extre­men Zeit­schrift „Info-Direkt“ haben wir eini­ge der pla­gi­ier­ten Autoren, Medi­en und Ein­rich­tun­gen ange­schrie­ben, sie über die Pla­gia­te infor­miert und mitt­ler­wei­le auch schon ers­te Reak­tio­nen erhal­ten. Auch „Info-Direkt“ reagiert: ziem­lich ver­hal­ten auf die Vor­wür­fe, dafür sehr flei­ßig mit Löschun­gen der Pla­gia­te in der Online-Aus­ga­be. Bra­vo! Fein, dass es eine Print-Ver­si­on gibt.

21. März 2017

Wir haben in der Vor­wo­che eini­ge der pla­gi­ier­ten AutorIn­nen und Insti­tu­tio­nen ange­schrie­ben, ihnen die Pla­gia­te geschickt und sie um eine Stel­lung­nah­me gebe­ten. Erwar­tungs­ge­mäß woll­ten die Medi­en bzw. Insti­tu­tio­nen, die ange­schrie­ben wur­den, zunächst ein­mal über ihre Rechts­an­wäl­te und Rechts­ab­tei­lun­gen die Vor­wür­fe prü­fen, reagier­ten also eher ver­hal­ten, wäh­rend die ange­schrie­be­nen Jour­na­lis­tIn­nen und Wis­sen­schaf­ter sehr ein­deu­tig reagierten.

Über die sehr aus­führ­li­che Stel­lung­nah­me des Publi­zis­tik­pro­fes­sors Roland Bur­kart von der Uni Wien haben wir schon in Teil I die­ser Serie berich­tet. „Frech und schlicht unge­heu­er­lich“ ist für Bur­kart, dass sein Bei­trag nicht nur „fast zur Gän­ze wort­wört­lich abge­schrie­ben“, son­dern „dort, wo das nicht der Fall ist, (…) auch noch inhalt­lich ent­stellt“ wur­de.

Von der Heinrich–Böll-Stiftung haben wir zur Ant­wort erhal­ten, dass die Ange­le­gen­heit geprüft wird. Fast gleich­lau­tend die Reak­ti­on der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung: „Wir wer­den das prü­fen und uns dann bei Ihnen mel­den.“ Das Kura­to­ri­um für Jour­na­lis­ten­aus­bil­dung (KfJ) schrieb: „Aus Sicht unse­res Anwalts ist der vor­lie­gen­de Fall ein kla­rer Ein­griff in die Ver­wer­tungs­rech­te des KfJ.“

Der Publi­zist Johann-Gün­ther König aus Bre­men schick­te uns eine aus­führ­li­che Stel­lung­nah­me: „In der Tat han­delt es sich bei den von ihnen mar­kier­ten Stel­len um geschickt gereih­te For­mu­lie­run­gen aus mei­nem Buch ‚Alle Macht den Kon­zer­nen’, das gewiss nicht für rechts­extre­me Krei­se ver­fasst wur­de, geschwei­ge denn ihnen als Bau­stel­le die­nen soll. (…) Die Zita­te wur­den mei­nem Werk ab S. 188 ent­nom­men.“

Auch vom His­to­ri­ker Univ.-Prof. Micha­el Geh­ler erhiel­ten wir eine kla­re Stel­lung­nah­me: „Mir ist ‚Info-Direkt’ als Organ über­haupt nicht bekannt gewe­sen. Der auf­ge­zeig­te Pla­gi­ats­nach­weis ist ein­deu­tig. Dage­gen ist m.E. auch vor­zu­ge­hen.“

Mar­tin Grei­ve, des­sen gemein­sam mit Tina Kai­ser ver­fass­ter Bei­trag für die „Welt“ über das US-Steu­er­ab­kom­men FATCA pla­gi­iert wur­de, ant­wor­te­te so: „Das fin­de ich schon sehr unan­ge­nehm, nach einem kur­zen Blick auf die Home­page habe ich ein gro­bes Bild von dem Maga­zin gewin­nen kön­nen. Da es die Welt am Sonn­tag betrifft und sol­che ‚Pla­gi­ats-Ange­le­gen­hei­ten’ immer Sache des Ver­la­ges sind, habe ich mal bei mei­nem alten Arbeit­ge­ber ange­fragt, wie er damit umge­hen will.“ Sei­ne Mit­au­torin Tina Kai­ser schrieb uns: „Sehr inter­es­sant, dan­ke für den Hin­weis. Ich wer­de mit unse­rer Rechts­ab­tei­lung klä­ren, ob wir dage­gen recht­lich vor­ge­hen.“

Beim Spie­gel ist es ähn­lich wie bei ande­ren gro­ßen Medi­en­kon­zer­nen nicht so ein­fach, eine pas­sen­de Mail­an­schrift zu fin­den. Die Abtei­lung „Rech­te und Lizen­zen“ lei­te­te unse­re Pla­gi­ats­hin­wei­se an die Geschäfts­füh­rung wei­ter. Auch bei der „Süd­deut­schen Zei­tung“, die pla­gi­iert und – zum Dank? – als wider­lich bezeich­net wur­de, ist die Geschäfts­lei­tung mitt­ler­wei­le informiert.

„Info-Direkt“ hat sich zu einer erwar­tungs­ge­mäß jam­mer­vol­len Stel­lung­nah­me in sei­ner Online-Aus­ga­be auf­ge­rafft. „Unlieb­sa­me Mei­nun­gen und Kri­ti­ker“ sol­len mund­tot gemacht wer­den, jam­mert man dort und phan­ta­siert von einem auf­ge­zwun­ge­nen „Cor­don sani­taira“ (?), den „Info-Direkt“ mit sei­ner auf­re­gen­den Bericht­erstat­tung durch­bro­chen habe. Auf die eigent­li­chen Vor­wür­fe geht „Info-Direkt“ erst gar nicht ein, son­dern beschäf­tigt sich lie­ber damit, ob eine Klags­le­gi­ti­ma­ti­on gege­ben sei. Aber viel­leicht gibt es dann auch nicht eine Kla­ge, son­dern mehrere?

Auf der Face­book-Sei­te von „Info-Direkt“ regt sich sogar Kri­tik. Kurt F. schreibt: „Es ist schlecht wenn ID [Info­Di­rekt, Anmk. SdR] den Sys­tem­nut­ten eine Angriffs­flä­che bie­tet (ich habe den Stan­dard­ar­ti­kel gele­sen, schlech­te Optik für ID). Bit­te wer­det pro­fes­sio­nel­ler, Öster­reich braucht euch wie einen Bis­sen.“ Und Alex­an­dra B., selbst Autorin bei „Info-Direkt“: „es ist auch wider­sprüch­lich, ‚den’ main­stream abzu­leh­nen und dann nicht bloss zu zitie­ren, um dies zu bele­gen, son­dern um auf ein­fa­che wei­se arti­kel zu bas­teln.“

Frühjahrsputz bei InfoDirekt - dutzende Seiten wurden gelöscht.
Früh­jahrs­putz bei Info-Direkt — dut­zen­de Sei­ten wur­den (nach der Kri­tik) gelöscht.

Flei­ßig waren die Bur­schen von „Info-Direkt“ dafür beim Heim(seiten)putz. Die Online-Ver­si­on von „Info-Direkt“ ist in den letz­ten Tagen von Pla­gia­ten gesäu­bert wor­den, aber es liegt noch so viel rechts­extre­mer Müll her­um, der auch drin­gend zu ent­sor­gen wäre. Also bit­te wei­ter so!

Wei­te­re Bei­trä­ge zum Thema:
➡️ stopptdierechten.at, 19.3.2017: Info-Direkt (Teil I): Das Maga­zin der Plagiatoren
➡️ stopptdierechten.at, 20.3.2017: Info-Direkt (Teil II): Der Oberplagiator

➡️ stopptdierechten.at, 14.4.2015: Wer steckt hin­ter „Info-Direkt“?
➡️ stopptdierechten.at, 7.2.2017: Was uns die ‚Iden­ti­tä­ren‘ auf ihrem Jah­res­kon­gress ver­rie­ten (Teil 1)
➡️ stopptdierechten.at, 13.5.2015: Ein rechts­extre­mes Maga­zin prä­sen­tiert sich

➡️ profil.at, 18.3.2017: Die FPÖ-nahe Zeit­schrift „Info-Direkt“ wet­tert gegen die „Lügen­pres­se“ – und kopiert sie dreist

 

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Analysen, Aufgedeckt, Dokumentation, Rechtsextreme Medien
Schlagwörter: Info-Direkt | Oberösterreich | Rechtsextremismus

Beitragsnavigation

« (OÖ): Was darf Politik in der Schule?
Anfrage zu den Grauen Wölfen »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter