Innsbruck: 3 Jahre für Wiederbetätigung und Verhetzung

Michael Nikbakhsh, der lei­t­ende Wirtschaft­sredak­teur bei „pro­fil“ , wollte nicht über das wider­liche het­zerische und nazis­tis­che Post­ing eines Inns­bruck­ers auf Face­book hin­we­gle­sen, ließ das Post­ing von einem Anwalt über­prüfen und erstat­tete daraufhin Anzeige bei der Staat­san­waltschaft. Dort entsch­ied man sich für eine Anklage wegen NS-Wieder­betä­ti­gung und Ver­het­zung und deshalb stand Mark Z. (33) am Don­ner­stag, 16.6. vor Geschwore­nen des Lan­des­gerichts Innsbruck.

Het­zerische und nazis­tis­che Post­ings find­en sich derzeit zuhauf in den sozialen Net­zw­erken. Das Post­ing des Inns­bruck­ers . hat­te aber schon eine beson­dere Inten­sität: „Kauft euch Waf­fen, tötet jeden schwarzen Moslem, tötet diese Krea­turen, wir brauchen einen Hitler!” war da laut „Tirol­er Tageszeitung“ zu lesen. Dann noch ein Bild von Hitler mit der Unter­schrift „Pro Gamer, 6.000.000 Kills, 1 Death”.

Der Angeklagte, der bere­its wegen ander­er Delik­te mas­siv mit Vorstrafen belastet ist, bekan­nte sich vor Gericht schuldig, wollte aber über­haupt kein Aus­län­der­feind sein. Es sei halt eine Riesendummheit nach einem schw­eren Arbeit­sun­fall gewe­sen. Die Geschwore­nen sahen das anders und erkan­nten auf schuldig. Die Strafe fiel deut­lich aus: drei Jahre Haft, die allerd­ings noch nicht recht­skräftig sind.