Innsbruck: Drogendealender Neonazi vor Gericht

Aufgewachsen im Osten Deutschlands, wo er keine Arbeit fand, wanderte er ins Tiroler Unterland aus, fand einen Job und begann mit Drogen zu dealen. Im großen Maßstab. Dafür kassierte er 2 ½ Jahre Haft. Jetzt stand der Angeklagte (39) wegen Wiederbetätigung vor Gericht. „Sein ‚Büro‘ in der Unterländer Wohnung war übersät mit einschlägigem Material“, schreibt die ‚Krone‘(Tirol) heute.

Und weiter noch aus der ‚Krone‘ zitiert, die den einzigen Bericht zu diesem Wiederbetätigungsprozess gestern am Innsbrucker Landesgericht liefert:

„Es ist kaum zu glauben: Ausgerechnet er, ein im Osten Deutschlands aufgewachsener Mann, schimpft über Ausländer, über „Gesindel“, das abgeschoben gehöre, wenn es sich nicht integriere….Er selbst verkörpert also genau jene Gruppe, über die er schimpft und mit denen er kurzen Prozess machen würde: straffällige Ausländer“ (Krone, 1.4.2016).

Vor dem Geschworenengericht gab sich der Angeklagte geläutert. Das Resultat: eine Zusatzstrafe von 6 Monaten bedingt, die noch nicht rechtskräftig ist.