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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Linz: Hitlergruß mit links

Damit aus einem nach oben ausgestreckten Arm ein Hitlergruß wird, braucht es die flache Hand und den rechten Arm. Da sind die Gerichte manchmal sehr genau. Was aber ist dann, wenn der rechte Arm im Gips steckt, der Hitlergruß also nur mit links ausgeführt werden könnte? Dann gilt die Armbewegung auch mit links als Hitlergruß und der Angeklagte (28) darf mit sechs Monaten unbedingt wieder abtreten.

23. Feb. 2016

Die Strafe wurde deshalb als unbedingte ausgesprochen, weil der junge Linzer, der am 22.2. vor einem Geschworenensenat stand, schon vorher 20 Monate Haft ausgefasst hatte. Ob da jetzt sechs Monate (Krone) oder acht Monate (Österreich) noch dazukommen, ist auch schon fast egal. Das Urteil ist außerdem noch nicht rechtskräftig.

Vor Gericht stand der Linzer, weil er den Hitlergruß (und „Sieg Heil“-Rufe) bei einem Demonstrationszug zum kurdischen Neujahrsfest im März des Vorjahres und bei einem Schweigemarsch zum Gedenken an das Massaker von Srebrenica im Juni gezeigt hatte. Vor Gericht versuchte er es der Angeklagte mit: „Bin kein Nazi.“ (Krone OÖ, 23.2.16) Aus Hass auf die Welt und auf sich selbst, wegen Alkohol- und Geldproblemen sei er verzweifelt gewesen – so verzweifelt, dass er sogar den linken Arm zum Hitlergruß reckte, weil der rechte im Gips steckte.

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Schlagwörter: Hitlergruß | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Verbotsgesetz | Wiederbetätigung

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