Wien: Hakenkreuze und ein Schreckschuss

Die ‚Aktiv­itäten‘ der vier Jugendlichen (im Alter von 17 bis 22) fan­den schon im Mai dieses Jahres, genauer zwis­chen 4. und 9 Mai in der Donaus­tadt statt. In diesen weni­gen Tagen durch­pflügten sie den Bezirk, schmierten Hak­enkreuze, stachen Reifen auf, trat­en Seit­en­spiegel ein und Motor­räder um. Warum es erst jet­zt Infor­ma­tio­nen zu den Vor­fällen vom Mai gab, wird aus der Presseaussendung der Polizei­di­rek­tion Wien nicht klar.

Ent­deckt wur­den die vier Jugendlichen näm­lich schon am 9. Mai, schreibt die APA. Eine 18-Jährige hat näm­lich den Polizeinotruf alarmiert, als sie die Jugendlichen an diesem Tag wieder auf der Straße mit ihrem PKW herumkur­ven sah. Die junge Frau hat­te in ihnen jene Typen wieder­erkan­nt, von denen sie ein­er am 4. Mai mit ein­er Schreckschusspis­tole bedro­ht und mit einem Schuss auch so ern­sthaft im Bere­ich eines Ohrs ver­let­zt hat­te, dass sie im Kranken­haus behan­delt wer­den musste. Die vier Jugendlichen hat­ten damals am Biber­haufen­weg ein Auto demoliert, wodurch die 18-Jährige munter wurde und mit ihrem Fre­und nach­schauen ging. Dabei wurde sie von dem 22-Jähri­gen mit der Schreckschusspis­tole attackiert.

Den Vor­fall hat­te sie damals nicht angezeigt, am 9. Mai allerd­ings die Polizei alarmiert, die das Quar­tett dann in der Bre­it­en­leer Straße anhielt. Bei der fol­gen­den Durch­suchung des PKWs „kon­nten neben der Schreckschusspis­tole auch ein Schla­gring, ein Base­ballschläger, ein Mess­er und mehrere Lack-Spray­dosen sichergestellt wer­den“ (OTS Polizei). In den Ein­ver­nah­men gaben sich die Verdächti­gen teilgeständig. Sie wur­den wegen schw­er­er Sachbeschädi­gung, schw­er­er Nöti­gung, Ver­stoß gegen das Waf­fenge­setz und Ver­dacht der NS-Wieder­betä­ti­gung angezeigt.