Wien: Antisemitische Attacke mit Hakenkreuz

Am Bau­platz für den ‚Cam­pus der Reli­gio­nen‘ in der Seestadt Aspern, dem neuen Wiener Sied­lungs­ge­bi­et, wurde der Fah­nen­mast mit ein­er sym­bol­is­chen jüdis­chen Fahne umge­wor­fen und die Fahne mit einem Hak­enkreuz geschän­det. Es gibt zwar keine genaueren Angaben, aber ver­mut­lich hat die anti­semi­tis­che und nazis­tis­che Aktion in der Nacht von 21. auf 22. Juli stattgefunden.

Erst vor weni­gen Wochen wurde das Pro­jekt ‚Cam­pus der Reli­gio­nen‘ in der Seestadt in Anwe­sen­heit von zahlre­ichen religiösen Wür­den­trägern vorgestellt. Dem­nach sollen auf dem ‚Cam­pus der Reli­gio­nen‘ Gotteshäuser von sechs Kon­fes­sio­nen entste­hen. Mit 6 Flaggen wur­den die betrof­fe­nen Reli­gio­nen sym­bol­isiert, mit vier die geografisch-poli­tis­che Ver­ankerung (EU, Öster­re­ich, Wien, 22.Bezirk).

Jet­zt wurde der Fah­nen­mast mit der jüdis­chen Flagge umge­wor­fen und die Flagge selb­st mit einem Hak­enkreuz geschändet.

Die israelitis­che Kul­tus­ge­meinde reagierte bestürzt:

„Ein gemein­sames Auftreten von Poli­tik, Reli­gion­s­ge­mein­schaften und Zivilge­sellschaft gegen steigen­den Anti­semitismus, Ras­sis­mus, Frem­den­feindlichkeit und Intol­er­anz gegenüber Min­der­heit­en aller Art ist ein Gebot der Stunde”, so Oskar Deutsch, Präsi­dent der Israelitis­chen Kul­tus­ge­meinde Wien.