We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Objekt 21: Da waren’s nur noch sieben …

Hopp­la, das ging aber schnell! Nur weni­ge Stun­den, nach­dem wir ges­tern berich­te­ten, dass die Ankla­gen nach dem NS-Ver­bots­ge­setz gegen die Objekt 21-Neo­na­zis noch in den Ster­nen stün­den, mel­de­te sich die Staats­an­walt­schaft Wels mit einer Pres­se­aus­sendung zu Wort: Sie habe am 6. Juni 2013 eine Ankla­ge­schrift ein­ge­bracht. War­um aber trotz­dem nichts gut ist.

27. Juni 2013

In ihrer Pres­se­aus­sendung erläu­tert die Staats­an­walt­schaft Wels ihre Anklage:

„Den Beschul­dig­ten wird (in unter­schied­li­cher Betei­li­gung) Betä­ti­gung im natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Sin­ne und die Ver­herr­li­chung und Heroi­sie­rung der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie als Ver­ant­wort­li­che des Ver­eins „Objekt 21 — Frei­zeit und Kul­tur­ver­ein“ vor­ge­wor­fen. Sie hät­ten in den Jah­ren 2008 bis 2010 an einer öffent­li­chen, der Ver­herr­li­chung und Heroi­sie­rung der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie die­nen­den Ver­an­stal­tung teil­ge­nom­men, natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Sym­bo­le und Täto­wie­run­gen vor­ge­zeigt, eine Haken­kreuz­arm­bin­de und eine Gür­tel­schnal­le der deut­schen Wehr­macht mit Haken­kreuz getra­gen, den Arm zum Hit­ler­gruß geho­ben, in einem Par­ty­raum NS- bzw. SS-Devo­tio­na­li­en auf­ge­hängt, dem Ver­bots­ge­setz wider­spre­chen­de Lie­der abge­spielt und NS-Pro­pa­gan­da­ma­te­ri­al zur Ver­tei­lung bereitgehalten.“

Die Erläu­te­rung wirft alte und neue Fra­gen auf: Die Ankla­ge stützt sich auf Ermitt­lungs­er­geb­nis­se aus den Jah­ren 2008 bis 2010. Wir schrei­ben aber jetzt das Jahr 2013. War­um brauch­te man so lan­ge, um aus den Ermitt­lungs­er­geb­nis­sen von 2008 bis 2010 eine Ankla­ge zu for­mu­lie­ren? Die noch immer nicht rechts­kräf­tig ist, wie aus der Pres­se­aus­sendung hervorgeht.


Zum Ver­gleich: Links die Reichs­kriegs­flag­ge der Nazis Bild­quel­le; Rechts ein Screenhot der „Objekt 21” Home­page und das Sym­bol des Nach­fol­ge­pro­jekt „Nor­dic Squad”

Spä­tes­tens 2010, als die Neo­na­zis von Objekt 21 öffent­lich und ein­schlä­gig auf­fie­len, hät­te die Ankla­ge­be­hör­de aktiv müs­sen. Die Tages­zei­tung „Öster­reich“ berich­te­te am 16. Juni 2010, dass der Ver­fas­sungs­schutz genü­gend Bewei­se bei einer Haus­durch­su­chung gesam­melt habe, aber die Staats­an­walt­schaft Wels das Ver­fah­ren ver­schlep­pe. Die Zei­tung zitiert einen Rich­ter: „[D]a in Wind­ern sind es Dut­zen­de, die sich umge­ben von Reichs­ad­ler und SS-Sym­bo­lik tref­fen. Der Tat­be­stand ist ein­deu­tig.” Im April 2011 berich­ten die Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten (OÖN), dass die Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft Wels zu Objekt 21 wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung „in Kür­ze zum Abschluss kom­men“ dürf­ten (OÖN, 14.4. 2011).

Der Zeit­be­griff ist bekannt­lich rela­tiv, aber wer hät­te dabei an wei­te­re zwei Jah­re gedacht? Und nicht zu ver­ges­sen: Hät­te es nach dem April 2011 „in Kür­ze“ eine Ankla­ge und damit wohl auch „in Kür­ze“ einen Straf­pro­zess wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung gege­ben, dann hät­ten wohl eini­ge der Brand­an­schlä­ge, Dieb­stäh­le, Kör­per­ver­let­zun­gen, Erpres­sun­gen, Raub­über­fäl­le, Sucht­gift­de­lik­te usw., die spä­tes­tens seit dem Jän­ner 2013 den Neo­na­zis von Objekt 21 zuge­schrie­ben wer­den, nicht ver­übt wer­den können.

Im Jän­ner 2013 gibt die ober­ös­ter­rei­chi­sche Poli­zei bekannt, dass es ihr gelun­gen sei, das kri­mi­nel­le Netz­werk um Objekt 21 aus­zu­he­ben und Staats­an­walt­schaft Wels, dass die Ermitt­lun­gen wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung gegen die Objekt 21-Neo­na­zis „aktu­ell fer­tig wer­den“ (Der Stan­dard, 26.1.2013). Im März 2013 stellt der grü­ne Lan­des­rat Rudi Anscho­ber nach einer Sit­zung des oö. Lan­des­si­cher­heits­rats ernüch­tert fest, dass es noch immer kei­ne Ent­schei­dung der Staats­an­walt­schaft über die Ankla­ge gebe. (OÖN, 5.3.2013)

Im Mai 2013 wer­den dann die Aus­sa­gen der Wel­ser Staats­an­walt­schaft end­lich kon­kre­ter: Am 24. Mai berich­tet die APA, dass bei Objekt 21 in zwei unter­schied­li­chen Krei­sen ermit­telt wür­de: zum einen wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung gegen zehn Per­so­nen, zum andern wegen diver­ser ande­rer straf­recht­li­cher Delik­te gegen ins­ge­samt 35 Per­so­nen. Jetzt ver­laut­bart die Staats­an­walt­schaft, dass von den zehn Per­so­nen, gegen die wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung seit drei Jah­ren ermit­telt wur­de, nur mehr gegen sie­ben Ankla­ge erho­ben wer­de. War­um nur sie­ben? Im Objekt 21 tum­mel­ten sich zwi­schen 100 bis 200 Per­so­nen, bei den ein­schlä­gi­gen Neo­na­zi-Kon­zer­ten gröl­ten Dut­zen­de, bei zumin­dest zehn Per­so­nen lagen nach drei Jah­ren offen­sicht­lich aus­rei­chen­de Ermitt­lungs­er­geb­nis­se vor, und dann wer­den nur sie­ben angeklagt?

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Körperverletzung | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Objekt 21 | Verbotsgesetz | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« Glawischnig: Martin Graf hat mit Rückzug von seiner NR-Kandidatur endlich Konsequenzen gezogen
Salzburg: Mit Messer und NS-Parolen gegen bosnische Familie »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter