Weitere Presseaussendungen zu Sebastian Ortner

Weit­ere Presseaussendun­gen des Mau­thausen Komi­tees Öster­re­ich (MKÖ), SJ Öster­re­ich und der SPÖ OÖ zu Sebas­t­ian Ort­ner und seinen Wehrsportübun­gen mit Got­tfried Küs­sel und Hans-Jörg Schi­manek jun..


MKÖ-Vorsitzender Mernyi fordert Konsequenzen: FPÖ versinkt im braunen Sumpf

„Was tut Stra­che gegen die dauern­den Nazi-Skan­dale in sein­er Partei?”

Wien (OTS) — „Allein während der let­zten paar Monate hat es eine ganze Rei­he von Nazi-Skan­dalen in der FPÖ gegeben”, sagt Willi Mernyi, Vor­sitzen­der des Mau­thausen Komi­tees Öster­re­ich (MKÖ). „In Oberöster­re­ich sind im Jän­ner und Feb­ru­ar fünf blaue Funk­tionäre mit recht­sex­tremen Aktiv­itäten aufge­fall­en — drei wur­den zum Parteiaus­tritt bewegt, zwei durften bleiben. Kür­zlich musste der Press­esprech­er der Wiener FPÖ wegen SS-Post­ings zurück­treten. Der Salzburg­er Lan­des­ob­mann Karl Schnell hat den NS-Begriff ‚Umvolkung’ ver­wen­det. Und gestern wurde bekan­nt, dass der Linz­er FPÖ-Frak­tion­sob­mann Sebas­t­ian Ort­ner ein­er Neon­azi-Wehrsport­gruppe angehörte.”

Der MKÖ-Vor­sitzende weist darauf hin, dass der Fall Ort­ner in einem größeren Zusam­men­hang beurteilt wer­den muss: „Wenn ein 18-Jähriger zu poli­tis­chen Zweck­en Mordtech­niken übt, ist das mehr als ein Jugend­stre­ich. Hochbrisant wird das Ganze aber dadurch, dass Ort­ners Behaup­tung falsch ist, er habe die braune Szene kurz danach ver­lassen. In Wahrheit war er noch jahre­lang dort aktiv und ist heute nicht zufäl­lig Funk­tionär ein­er frem­den­feindlichen Rechtsaußen-Partei.”

Mernyi zitiert aus einem ‚Standard’-Interview vom 6. Novem­ber 2012, in dem Ort­ner gefragt wurde, ob ihm seine Neon­azi-Ver­gan­gen­heit leid tue. Ort­ner antwortete: „Lei­d­tun ist ein rel­a­tiv­er Begriff.” Man wisse ja, „dass das Gehirn erst nach 30 Jahren voll­ständig aus­ge­bildet ist.”

„Die FPÖ versinkt im braunen Sumpf, ver­sucht aber, durch Attack­en auf andere Parteien und Medi­en davon abzu­lenken”, stellt Mernyi fest. „Es ist höch­ste Zeit für Kon­se­quen­zen! Was tut Bun­des­ob­mann Stra­che gegen die dauern­den Nazi-Skan­dale? Nach­dem zu erwarten ist, dass er weit­er­hin nichts tun wird, müssen sich alle demokratis­chen Parteien unmissver­ständlich von der FPÖ abgren­zen. Und die Sicher­heits­be­hör­den müssen ihre bish­erige Beißhem­mung gegenüber der FPÖ able­gen und endlich deren enge Ver­flech­tung mit der Neon­azi-Szene untersuchen!”


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SJ — Moitzi & Kaiser: Überraschung über neuerlichen Skandal in der FPÖ OÖ hält sich in Grenzen!

Sebas­t­ian Ort­ner soll schle­u­nigst zurücktreten!

Wien (OTS) — Gestern wurde ein Video des Linz­er FPÖ-Frak­tionsvor­sitzen­den Sebas­t­ian Ort­ner öffentlich, in dem der blaue Poli­tik­er bei Wehrsportübun­gen mit dem mehrfach verurteil­ten Neon­azi und Holo­caustleugn­er Got­tfried Küs­sel zu sehen ist. Unter anderem wur­den Halsstiche und Kehlkopf­schnitte ein­trainiert, um poten­tielle FeindIn­nen außer Gefecht zu set­zen. „Die Liste von straf­fäl­lig gewor­de­nen FPÖ-Poli­tik­erIn­nen und Querverbindun­gen an den recht­en Rand wer­den laufend länger. Frei nach dem Mot­to: Und täglich grüßt das Murmelti­er”, kom­men­tieren Wolf­gang Moitzi, Vor­sitzen­der der Sozial­is­tis­chen Jugend Öster­re­ich, und Fiona Kaiser, Vor­sitzende der Sozial­is­tis­chen Jugend Oberöster­re­ich.

In diesem Kon­text sind auch die unglaublichen Äußerun­gen des Salzburg­er FPÖ-Chefs Schnell zu sehen. „Solche Aus­sagen wer­den immer wieder ganz bewusst und nicht zufäl­lig getätigt, um in die Medi­en zu kom­men. Schnell weiß woher der Begriff der „Umvolkung” kommt und wofür er diente. Stra­che weiß das. Wir alle wis­sen das. Genau deshalb dür­fen wir solch unglaubliche braune Ent­gleisun­gen nicht stillschweigend hin­nehmen, son­dern müssen aktiv gegen diese men­schen­ver­ach­t­ende Poli­tik auftreten”, weist die Sozial­is­tis­che Jugend auf den am 30. April in Wien stat­tfind­en­den Fack­elzug gegen Stra­che hin.

Abschließend sehen Moitzi und Kaiser den FPÖ Oberöstere­ich-Vor­sitzen­den Haim­buch­er endlich gefordert: „Schließt Haim­buch­n­er Ort­ner nicht schle­u­nigst aus, legit­imiert er die neon­azis­tis­che Ide­olo­gie in seinen Rei­hen! Und wie lange sieht Stra­che den recht­sradikalen, kor­rupten und men­schen­ver­ach­t­en­den Auswüch­sen in sein­er Partei noch zu? Wer hier nicht aus­mis­tet, steckt selb­st ganz tief im braunen Sumpf!”

Fack­elzug gegen Stra­che der SJ Wien:
https://www.facebook.com/events/351887701579622/?ref=22


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SP OÖ: Wiederbetätigung — Landesrat Haimbuchner soll endlich reinen Tisch machen

Ständi­ges Leug­nen eines Prob­lems löst es nicht

Linz (OTS) — Die FPÖ in Oberöster­re­ich hat ein Prob­lem. Ständig tauchen schwere Ver­dacht­sla­gen auf Recht­sex­trem­is­mus gegen Partei­funk­tionäre auf. Wie auch nun mit dem empören­den Nazi-Video mit dem Linz­er FP-Frak­tionsvor­sitzen­den Sebas­t­ian Ort­ner. „Im Fall des Linz­er FP-Frak­tionsvor­sitzen­den Ort­ner ist FP-Lan­desvor­sitzen­der Man­fred Haim­buch­n­er nun endgültig gefordert reinen Tisch zu machen. Alle paar Wochen tauchen neue Beweise für das latente Recht­sex­trem­is­mus- und Neon­azi-Prob­lem in der FPÖ in Oberöster­re­ich auf. Da wirkt es nur mehr pein­lich, wenn die FPÖ ver­sucht, das Hochkom­men dieses evi­den­ten Prob­lems den poli­tis­chen Mit­be­wer­ben und den Medi­en in die Schuhe schieben zu wollen. Das wird von der SPÖ als bil­liges Ablenkungs­man­över zurück gewiesen. In den Rei­hen der FPÖ befind­en sich offen­bar einige Per­so­n­en, deren Gesin­nung unser­er Demokratie nicht gerecht wird. Denn in Oberöster­re­ich wird jede Form von Nazi-Ver­her­rlichung, Gewalt, Recht­sex­trem­is­mus, Wieder­betä­ti­gung und Holo­caust-Leug­nung mit Nach­druck abgelehnt. An die FPÖ: ständi­ges Leug­nen löst das Prob­lem nicht”, kri­tisiert SP-Lan­des­geschäfts­führer Chris­t­ian Horner heftig.

Es stelle sich auch die Frage, warum Sebas­t­ian Ort­ner, der ja laut eige­nen Angaben von diesem Nazi-Video gewusst habe, nicht schon vor Jahren die Tat­sachen offen auf den Tisch gelegt habe. Es wäre schon zu Beginn sein­er poli­tis­chen Tätigkeit in der FPÖ, in welch­er Posi­tion immer, demokratiepoli­tisch notwendig gewe­sen, offen zu diesen strafrechtlich rel­e­van­ten Vorgän­gen zu ste­hen. „Wer ein öffentlich­es Amt wie das eines Gemein­der­ates und Frak­tion­sob­manns antritt, legt ein Beken­nt­nis auf unsere Recht­sor­d­nung und unsere Ver­fas­sung ab. Damit ist es eine demokratiepoli­tis­che Selb­stver­ständlichkeit, sich zu seinem bish­eri­gen untadeli­gen Lebenslauf und sein ein­wand­freies Vor­leben zu beken­nen. Es wäre daher völ­lig klar gewe­sen und eine Frage der Glaub­würdigkeit, dass schon zum Zeit­punkt sein­er Kan­di­datur Ort­ner diese Tat­en offen­le­gen hätte müssen. Jet­zt erst damit zu argu­men­tieren, er bereue diese Tat­en und habe nun seien Ein­stel­lung und seine Gesin­nung völ­lig geän­dert, ist so wenig glaub­würdig. Die FPÖ in Oberöster­re­ich, in Linz und Sebas­t­ian Ort­ner haben Kon­se­quen­zen zu ziehen”, fordert der SP-Landesgeschäftsführer.


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