Identitäre Arminia Czernowitz?

Die Iden­titären ver­sich­ern uns regelmäßig, sie seien wed­er rechts noch links, solche Kat­e­gorien hät­ten sie hin­ter sich gelassen. Schon gar nicht seien sie recht­sex­trem, neon­azis­tisch oder anti­semi­tisch, und vor allem hät­ten sie ihre Ver­gan­gen­heit aufgear­beit­et. Mit dieser wollen sie nichts mehr zu tun haben. Aber stimmt das?

Unter dem Titel „IB Salzburg zu Gast bei der IB Linz” beweisen die Iden­titären nicht nur, dass sie Stoff bemalen kön­nen, sie zeigen auch noch, wo sie diesen bemalt haben (Blut­gruppe HC Neg­a­tiv hat wieder ein­mal Spürsinn bewiesen). Die Ähn­lichkeit der Räume ist verblüf­fend: Fliesen, Vorhänge und sog­ar das Holz gle­ichen sich wie aufs Haar! Die „IB Salzburg” war tat­säch­lich bei der „IB Linz” (jet­zt „IB Oberöster­re­ich”) zu Besuch und zwar in den Räum­lichkeit­en der Arminia Czer­nowitz. Sog­ar die Schmisse wur­den auf den Masken übernommen!

Die Bude der "Arminia Czernowitz" Linz

Die Bude der „Arminia Czer­nowitz” Linz

Die Identitären bei der Transparentherstellung: gleiche Fließen wie in der Arminia-Bude

Die Iden­titären bei der Trans­par­en­ther­stel­lung: gle­iche Fließen wie in der Arminia-Bude

Die Bude der Arminia Czernowitz: Eichentäfelung

Die Bude der Arminia Czer­nowitz: Eichentäfelung

Die Iden­titären in der Arminia-Bude: Eichentäfelung

Armi­na Czer­nowitz ist die Burschen­schaft, die 2010 einen Vor­tragsabend mit dem Anti­semiten Richard Melisch ver­anstal­tete und dafür mit ein­er Ein­ladungskarte warb, die ein kaum verän­dertes Nazi-Sujet zeigte.


Orig­i­nal­su­jet eines Plakates der NSDAP und Fly­er eines Vor­trages der Arminia Czernowitz

Die Armi­na Czer­nowitz ist die Burschen­schaft, deren Alter Herr, Detlef Wim­mer, vom Miliz­s­tand entordert wurde. Detlef Wim­mer ist seit Jahren für seine Kon­tak­te in den Dun­stkreis des recht­sex­tremen Bunds Freier Jugend (BFJ) bekan­nt. In den „Akten des Abwehramtes heißt es, dass man schon 2006 bei Ermit­tlun­gen im Bere­ich Recht­sex­trem­is­mus auf Wim­mer gestoßen sei, dass 2007 Wim­mer zwei Mal ein­ver­nom­men wurde und bei sein­er ersten Befra­gung Angaben gemacht habe, die ’nach­weis­lich nicht den Tat­sachen entsprachen’. Dies ‚betraf ins­beson­dere seine Kon­tak­te zu ver­fas­sungs­feindlichen bzw. beden­klichen Organ­i­sa­tio­nen.’ Diese Kon­tak­te seien Wim­mer nachgewiesen wor­den”, so das Nachricht­en­magazin News in ein­er Presseaussendung.

News zitiert weit­er: „ ‚Sowohl die teil­weise engen und aufrecht­en per­sön­lichen Kon­tak­te zu Per­so­n­en ver­fas­sungs­feindlich­er bzw. beden­klich­er Organ­i­sa­tio­nen als auch die Bekun­dung des Beschw­erde­führers, in Teil­bere­ichen Zielset­zun­gen dieser Organ­i­sa­tio­nen zu teilen, lassen die erforder­liche Dis­tanz zur Zielset­zung ver­fas­sungs­feindlich­er Bestre­bun­gen ver­mis­sen.’ Es bestün­den daher ‚objek­tiv nachvol­lziehbare Anhalt­spunk­te’, dass von Wim­mer ‚eine Gefahr für die mil­itärische Sicher­heit aus­ge­ht’.”

Gemein­sames Trans­par­ente-Malen bei ein­er Burschen­schaft, die Recht­sex­trem­is­ten bzw. derbe Anti­semiten ein­lädt, die Nazi-Sujets für Ein­ladun­gen ver­wen­det und von derem Alten Her­rn „eine Gefahr für die mil­itärische Sicher­heit aus­ge­ht”, da er „die erforder­liche Dis­tanz zur Zielset­zung ver­fas­sungs­feindlich­er Bestre­bun­gen ver­mis­sen” lässt! Per­son­elle Verbindun­gen in die Graz­er recht­sex­treme bzw. neon­azis­tis­che Szene und Iden­titäre als ehe­ma­lige Kam­er­aden der Alpen­donau-Nazis. Das soll tat­säch­lich die ange­sproch­ene Dis­tanz zum Recht­sex­trem­is­mus, zu der neon­azis­tis­chen Ver­gan­gen­heit sein? Wir sind sich­er: Dieses The­ma wird uns noch weit­er beschäftigen.