Die „Europäische Aktion“ und ihre sieben Ziele

Obwohl der Text der „sieben Ziele“ der „Europäischen Aktion“ (EA) ziemlich knapp gehalten ist und oftmals erst die erläuternden Texte den NS-Bezug verdeutlichen, reicht schon Ziel 4 für das NS-Verbotsgesetz:

„Wir wollen das Ende der Fremdbestimmung in Deutschland und dem zugehörigen Österreich. Die BRD, die DDR und die BRÖ wurden auf dem Gebiet des Deutschen Reiches in völkerrechtswidriger Weise durch die Alliierten errichtet. Erforderlich ist eine europäische Friedensordnung durch Abschluss des seit 1945 ausstehenden Friedensvertrages.“


Buch „Die Ausschwitzleugner“, ISBN: 3885206005, Elefanten Press: Berlin

Die Anknüpfung am Deutschen Reich, das „völkerrechtswidrig“ (!!) durch die Alliierten in die „fremdbestimmten“ Teilstaaten BRD, DDR und das Deutschland „zugehörige“ (!!) Österreich aufgelöst wurde, steht in neonazistischer Tradition, wie sie in den letzten Jahren vor allem durch die diversen Reichsbewegungen propagiert wurde.

Ziel 6 („Überführung des Geld- und Medienwesens ins Volkseigentum“) beinhaltet unter anderem das Ende der Medienfreiheit bzw. die staatliche Lenkung des Medienwesens („nur die anerkannten Körperschaften von Staat, Wirtschaft und Kultur“):

„Auch die Medien dürfen allein von diesen eindeutig zu identifizierenden und verantwortlichen Körperschaften herausgegeben werden. Nur so ist ihre Freiheit und Vielfalt möglich.“

Das alles ist so wie das Ziel 3, die zwangsweise „Repatriierung außereuropäischer Einwanderer“ und die damit verbundene „Entflechtung der Rassenmassen“, natürlich verrückt, aber eben auch nationalsozialistisch – und damit kein Spass.

Garniert werden die sieben Ziele der Europäischen Aktion durch erläuternde Texte, in denen davon die Rede ist, dass die Juden („Ostküste“, „das angloamerikanische und jüdische Großkapital“) in Europa mithilfe einer „Invasion von Zivilokkupanten“ „wurzellose Mischmenschen“ schaffen würden, die nicht mehr zum Widerstand fähig seien, der zudem durch „Denkverbote“ eingeschränkt werde . Deshalb brauche es auch die Wiederherstellung der „freien Rede“, die eine Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes und von Tatbeständen wie Verhetzung erfordere.

„Es wäre ein weites Feld, zu beschreiben, auf welche Gebiete sich die Denk- und Redeverbote noch erstrecken. Sie hängen aber alle miteinander organisch zusammen und haben ihren gemeinsamen Mittelpunkt in den Gaskammern von Auschwitz“, so Bernhard Schaub.


Website der „Europäische Aktion“

In klassisch revisionistischer Manier („Auschwitzlüge“) schreibt Schaub vom Dogma, das Nationalsozialisten zu Tätern erkläre, und vom Tabu Holocaust, das der „Wissenschaft“ und „Überprüfung“ entzogen würde: „Eine juristische Ungeheuerlichkeit!“ (Zitiert nach Bernhard Schaub, Die Europäische Aktion).

Ungeheuerlich ist wohl eher, dass der NS-Schrott, den Bernhard Schaub in fein zerkauten Portionen von sich gibt, im Haus der Heimat, einer von der Republik Österreich unter Schwarzblau mit Millionen Euro geförderten Einrichtung für die Vertriebenen, propagiert werden darf! Doch „Revisionisten“, Holocaustleugner und Neonazis waren dort nicht zum ersten Mal zu Gast.

Neonazi im „Haus der Heimat“ zu Gast!

coming soon:

Republik finanziert das „Haus der Heimat“!
Ein Aufmarschort der extremen Rechten