Markus P. und seine Hobbies

Erst im April war er The­ma in einem unser­er Beiträge, keine sechs Monate später fällt Markus P. wieder auf. Wir erin­nern uns, der Ord­ner bei FPÖ-Ver­anstal­tun­gen der aus ein­schlägi­gen Kreisen kommt. Erste Erfahrung als Ord­ner sam­melte Markus P. schon früh, kon­nte er doch schon 2002 die Neon­azis, die sich gegen die Wehrma­cht­sausstel­lung durch die Wiener Innen­stadt gröl­ten, als Ord­ner begleiten.


(Rechts: Markus P.) Neon­azide­mo gegen die Ausstel­lung „Ver­brechen der Wehrmacht”.
-

Bei den alljährlich stat­tfind­en­den Kundge­bun­gen der Kam­er­aden zu Ehren des Nazi-Fliegers Nowot­ny marschierte er gemein­sam mit Per­so­n­en aus dem Blood & Hon­our-Umfeld auf, wie Gre­gor T., bzw mit den Kam­er­aden aus dem späteren Alpen-Donau-Umfeld, wie Felix Budin und Got­tfried Küs­sel.

Aber Markus P. mag es auch schon mal hand­fester! So beteiligte er sich an ein­er Pro­voka­tion vor dem Ernst-Kirch­weger-Haus im Jahr 2005, gut zu erken­nen das Bild, das Markus. P am T‑Shirt trägt — „Good Night – Com­mie Scum“.


Pro­voka­tion vor dem EKH / 22.05.05
-

Auf Face­book präsen­tiert sich Markus. P. als Hun­de­fre­und – an sich nichts schlimmes, ganz im Gegen­teil. Sor­gen macht uns die Wer­bung für „Team-Boot­camp“.


Face­book-Pro­fil von Markus P.
-

„Team-Boot­camp“ im mil­itärischen Grün gehal­ten, so präsen­tiert sich die Seite als Plat­tform für Schutzhun­deaus­bil­dung. Auf Face­book macht Markus P. Wer­bung für tierquä­lerische Meth­o­d­en, wie dem Elek­troschock­gerät „Tele­tak“. Das ist ein Gerät, das um den Hals von Hun­den gelegt wird, um sie zu bestrafen. Solche Geräte sind allerd­ings nur für die Aus­bil­dung von schar­fen Hun­den der Polizei und der Mil­itär­polizei erlaubt, welchen Sinn hat es also, solche Geräte für die zivile Aus­bil­dung von Hun­den einzusetzen?

Dieses Video (ab Minute 0:48) von den Vier Pfoten gibt darauf die Antwort, wie sich Markus P. eine solche Aus­bil­dung vorstellt.

[youtube u1IX80NuF‑g&start=48]

Zu sehen ist Renate L., eine inof­fizielle Hun­deaus­bild­ner­in, die die Seite team-bootcamp.com reg­istri­ert hat. Ein­drück­lich zeigt uns das Video, wie hier Hunde auf Men­schen scharf gemacht wer­den, wie sie belohnt wer­den wenn sie zubeißen. Erschreck­end die Bilder, wenn man sieht, dass die scharf gemacht­en Hunde nicht mehr von Men­schen ablassen, trotz des Ein­schre­it­ens der „Aus­bild­ner­in“, weit­er zubeißen, weit­er am Arm reißen und dann nochmals auf den Men­schen los­ge­hen. Viel­sagend der Satz von Renate L.: „Mit dem Hund braucht man nicht spazieren gehen unter leute und so“. Dass diese Aus­bil­dung ein Prob­lem darstellt, erken­nen sog­ar diese Scharf­macherIn­nen von Hun­den. Nach­dem der Hund nicht mehr ablassen will, meint L.: „Aus! Okay, da haben wir jet­zt auch ein Prob­lem. Aus! Aus!“ Nicht auszu­denken, wenn das ohne Arm­schutz geschieht, auf offen­er Straße!

Zu erwarten ist, dass eine der­ar­tige Prax­is auch bei diesen „Boot­camps“ umge­set­zt wird.


Markus P. beim „Bre­it­en­sport”
-

Es ist beden­klich, wenn Per­so­n­en mit ein­er der­art ein­schlägi­gen Ver­gan­gen­heit Hunde der­art scharf machen und trainieren, um Men­schen anzu­greifen. Nicht ver­ständlich ist es aber, wenn die Vet­er­inärmedi­zinis­che Uni­ver­sität, Per­so­n­en wie Markus P. in einem Lehrgang aufn­immt (siehe sein Face­book-Account), der sie zu „akademisch geprüften Fachkräften“ wer­den lässt, die danach „befähigt“ sind zur „Aus- und Fort­bil­dung von HundetrainerInnen“.