München: Ösi-Tage bei den Burschis

Die Burschenschaft Danubia in München steht innerhalb der Deutschen Burschenschaften (DB) politisch ungefähr dort, wo auch die Olympia steht: am äußersten rechten Rand. Mit der Olympia ist die Danubia auch verbunden durch die Mitgliedschaft in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft, die so was wie die Rechtsaußenfraktion innerhalb der DB darstellt. Martin Graf , der Olympenpräsident, durfte schon bei den Danuben referieren und demnächst treten als Ösi-Referenten Günther Rehak und Fred Duswald auf.

Am 24. Juni wird Günter Rehak im Rahmen des „18. Herrschaftsfreien Dialogs“ bei den Danuben referieren und vermutlich ein staunendes Publikum über den Zusammenhang zwischen tendenziellem Fall der Profitrate und Deutschtum aufklären so wie er das vor kurzem bei den tschechischen Neonazis versucht hat.

Rehak, der mit seiner Zwei-Mann-Truppe „Liste Wien“ mit der neonazistischen NVP fusioniert hat, wird am 27. 6. vom nächsten Ösi abgelöst. Fred Duswald, aus Kallham (OÖ), alter Herr bei den Danuben, darf den zeitgeschichtlichen Heuler „Polit-Kriminalfall Reichstagsbrand – Geschichte einer Fälschung“, ein Buch, das er mit dem bereits verstorbenen Fritz Tobias verfasst hat, präsentieren. Verlegt wird das Buch von einem passenden Verlag, dem rechtsextremen Grabert-Verlag, der sich auf revisionistische Literatur spezialisiert hat. Duswald war früher Kassier der NDP, bis zu dessen Schließung beim Dichterstein Offenhausen tätig und schreibt gerne Leserbriefe und Beiträge in der „Aula“.

Und noch einer pilgert nach Bayern: der Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell durfte bei seinen Freunden, den rechtsextremen (aber politisch weitgehend bedeutungslosen) „Republikanern“ schon am 9.6. in Wiesmühl/Alz zum Thema „Ist unsere Heimat in Gefahr?“ referieren.

Quelle: aida-archiv