Fekter und Oberwart: Mein Name ist Hase

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Bun­des­mi­nis­te­rin Fek­ter hat die par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge der Grü­nen zur Kund­ge­bung unga­ri­scher Rechts­extre­mis­tIn­nen in Ober­wart auf ihre Art beant­wor­tet: Alle heik­len Punk­te wur­den durch Schwei­gen und Igno­ranz umgangen.

Auf die Fra­ge, ob ihr bzw. dem Ver­fas­sungs­schutz Erkennt­nis­se über Tref­fen öster­rei­chi­scher Par­tei­en mit unga­ri­schen Rechts­extre­mis­ten vor­lie­gen, ant­wor­te­te Fek­ter mit einem glat­ten Nein! Job­bik-Tref­fen in Buda­pest Anfang 2010 mit Johan­nes Hüb­ner  (außen­po­li­ti­scher Spre­cher des FPÖ-Klubs) und Johann Gude­nus (Klub­ob­mann der FPÖ im Wie­ner Gemein­de­rat), Job­bik-Gegen­be­such in Wien, Job­bik und FPÖ-Funk­tio­nä­re tref­fen sich Ende Okto­ber in Ajka und spre­chen über die Stär­kung der Bezie­hun­gen…. Fek­ter und der Ver­fas­sungs­schutz wol­len davon nichts wissen.


Bewaff­ne­ter Auf­marsch der Jobbik

In der glei­chen Art wird die Fra­ge ob der Ver­fas­sungs­schutz beim Auf­marsch der unga­ri­schen Faschis­ten in Ober­wart anwe­send war, mit einem glat­ten Ja beant­wor­tet. Aller­dings und fast schon zum Lachen: „Ein Ver­tre­ter der Ver­samm­lungs­be­hör­de BH Ober­wart und Beam­te mit unga­ri­schen Sprach­kennt­nis­sen waren nicht anwe­send, wes­halb kei­ne Aus­sa­gen in Bezug auf etwa­ige For­de­run­gen nach ‚Gros­sun­garn‘ gemacht wer­den können.“

Mit einem knap­pen Nein gibt Fek­ter zu, dass in der Anmel­dung der Kund­ge­bung nicht dar­auf ver­wie­sen wur­de, dass Per­so­nen in mili­tä­ri­scher Adjus­tie­rung und mit Waf­fen auf­mar­schie­ren wer­den. Ob die (auf die zuge­schweiss­ten Kara­bi­ner auf­ge­pflanz­ten) Bajo­net­te als Waf­fen nach dem Waf­fen­ge­setz zu beur­tei­len sind, ver­schweigt Fek­ter. Jeden­falls wis­sen wir jetzt, dass nur die Kara­bi­ner von Beam­ten des Bezirks­po­li­zei­kom­man­dos inspi­ziert wur­den. Die laut Fek­ter „rund 40 Per­so­nen., deren Staats­bür­ger­schaft (…) nicht bekannt ist“, wur­den nicht auf Waf­fen oder ihre Iden­ti­tät kon­trol­liert! Schließ­lich han­del­te es sich bei ihnen ja nur um unga­ri­sche Rechts­extre­mis­tIn­nen bzw. Faschis­tIn­nen, die bei uns immer ger­ne gese­hen sind.

Und wie soll man die Ant­wort auf die Fra­ge über die Teil­nah­me öster­rei­chi­scher Neo­na­zis an para­mi­li­tä­ri­schen Übun­gen in Ungarn klas­si­fi­zie­ren? „Weder dem Bun­des­amt noch einem Lan­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz lie­gen Infor­ma­tio­nen über Wehr­sport­übun­gen in Öster­reich seit dem Jahr 2000 und über eine Teil­nah­me öster­rei­chi­scher Akti­vis­ten bei Wehr­sport­übun­gen im Aus­land vor.“ – Zum Schießen!