Eisenstadt: Prozess gegen Neonazis beginnt am Montag

Die Jus­tiz gibt sich offen­sichtlich Mühe: in den let­zten Wochen und Tagen fan­den etliche Wieder­betä­ti­gung­sprozesse statt (Wiener Neustadt, Inns­bruck ). Am Mon­tag begin­nt in Eisen­stadt ein Wieder­betä­ti­gung­sprozess gegen 14 Per­so­n­en. Der Prozess ist für zwei Tage anber­aumt. Die Angeklagten, im Alter von 18 bis 38 Jahren, wer­den beschuldigt, in unter­schiedlichen Zusam­men­hän­gen gegen das Ver­bots­ge­setz ver­stoßen zu haben.

Sieben von ihnen sollen am 19. August 2009 bei einem Konz­ert in Nick­els­dorf (Bezirk Neusiedl am See) „Sieg Heil“ gerufen, die Hand zum Nazi-Gruß erhoben und auch ihre ein­schlägi­gen Tat­toos zur Schau gestellt haben.

In Eisen­stadt wur­den Geschäfte mit Hak­enkreuzen beschmiert und Spaziergänger mit dem Hit­ler­gruß bedacht. Im Zuge von Haudurch­suchun­gen bei drei Angeklagten wur­dei Nazi-Mate­r­i­al gefun­den. Fünf der Angeklagten sind Bur­gen­län­der, sieben kom­men aus Niederöster­re­ich, zwei haben ihren Wohn­sitz in Wien. Sechs von ihnen wer­den nach dem Jugendgerichts­ge­setz angeklagt.

(Quelle: APA, 13.11.2010)