Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Politik gegen die Menschen VIII: FPÖ-Volkssport: rassistische Hassmails als Basis politischer Arbeit

Verhetzung ist ein zentraler Bestandteil der FPÖ-Politik. Dabei werden völlig haarsträubende, falsche Behauptungen aufgestellt und in der Folge Konsequenzen gefordert, um die behaupteten Missstände abzustellen. Insbesondere zu Beginn von Wahlkämpfen tauchen in Österreich Massenmails auf, in denen angebliche Missstände und Missbrauch von Sozialleistungen durch AusländerInnen behauptet werden.

29. Juni 2011

Die Behauptungen sind oft derart abstrus, dass eine Reaktion darauf nicht so einfach ist: Vergleichsrechnungen, wonach AsylwerberInnen höhere Unterstützung bekämen als österreichische MindestsicherungsbezieherInnen, bei denen neben völlig falschen Zahlen gleich auch noch eine fünfköpfige Familie von AsylwerberInnen mit einem einzigen Mindestsicherungsbezieher verglichen wird; behauptete hunderttausende RumänInnen, die in Österreich eine Mindestpension erhalten (es sind genau 17 in Wahrheit) und ähnlicher Unsinn mehr …

Den Vogel abgeschossen hat die FPÖ mit einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Vilimsky. Der seit einem Taserselbstversuch möglicherweise intellektuell beeinträchtigte Abgeordnete wollte mit der Anfrage 7466/J vom Sozialminister doch tatsächlich wissen, ob es Fälle gäbe, in denen „sich Vater und Sohn nominell von ihren Frauen scheiden lassen und der Vater eine Ehe auf dem Papier mit der jungen Exfrau seines Sohnes eingeht, damit im Falle seines Ablebens die Familie noch lange eine österreichische Rente beziehen kann.“

Selbiges war nämlich zu Beginn des Jahres 2011 in zirkulierenden Hassmails behauptet worden. Die in klassisch schlechtem FPÖ-Deutsch gehaltene Begründung hat es in sich und überschreitet möglicherweise die Grenze zur Verhetzung:

In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden von Bürgern, dass zum Beispiel ältere Türken, die in Österreich eine Pension beziehen, nur am Papier eine Ehe eingehen, damit nach deren Tod die „arme trauernde“ Witwe mit einer lebenslangen Witwenpension versorgt ist. Diese Methode des Ausnutzens unseres österreichischen Sozialsystems soll sich in der Türkei inzwischen zu einer Art Volkssport entwickelt haben.

Nun, Herr Vilimsky ist möglicherweise des Lesens nicht mächtig, andernfalls hätte er einfach im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) nachsehen können und wäre schnell dahinter gekommen, dass ein derartiges Vorgehen nicht zu einer Witwenpension führen kann. § 258 ASVG legt nämlich fest, dass eine Witwenpension – etwas vereinfacht formuliert – überhaupt nur dann in Frage kommt, wenn entweder ein gemeinsames Kind aus der Ehe hervorgegangen ist oder die Ehe auch noch – vom Altersunterschied abhängig – zumindest eine bestimmte Zeit aufrecht war. Bei einem Altersunterschied von 25 Jahren liegt diese Untergrenze bei zehn Jahren gemeinsamer Ehe. Im Übrigen muss die Witwe zum Todeszeitpunkt zumindest 35 Jahre alt sein (außer es gibt gemeinsame Kinder). Kurz: Der von Vilimsky geschilderte Fall ist denkunmöglich.

Gut möglich ist jedoch, dass Herr Vilimsky nicht die intellektuelle Kapazität hat, um derartig bösartig-verhetzende Hoax zu erkennen. Die absurde Anfrage haben aber auch noch vier andere Abgeordnete unterschrieben. Es gibt offensichtlich keinen rassistischen Blödsinn, der unsinnig genug wäre, dass die FPÖ davon die Finger ließe.

Anfragebeantwortung des Sozialministers als pdf.

Serie „Politik gegen die Menschen“

  • Teil I: FPÖ will Zehntausenden die Krankenversicherung streichen
  • Teil II: FPÖ für Kinderarbeit und sexuelle Belästigung – oder einfach nur völlig inkompetent?
  • Teil III: Die FPÖ im Kampf gegen den Sozialstaat: „Gastarbeiter“ prügeln und alle treffen
  • Teil IV: FPÖ für Lohn- und Sozialdumping
  • Teil V: ArbeitnehmerInnschutz im Visier der FPÖ
  • Teil VI: Alter Essig in neuen Schläuchen: FPÖ-Hetze gegen arbeitslose Menschen
  • Teil VII: Studierende sollen für FPÖ-Rassismus bestraft werden
  • Teil VIII: FPÖ-Volkssport: rassistische Hassmails als Basis politischer Arbeit
  • Teil IX: Freiheitliche fordern: Mit der Freiheit muss Schluss gemacht werden!
  • Teil X: FPÖ: Soziale Heimatpartei der armen ImmobilienmaklerInnen
  • Teil XI: FPÖ gegen MieterInnen

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Hetze | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Verhetzung | Weite Welt

Beitragsnavigation

« Innsbruck: FPÖ-Sitzung mit Neonazis
Widerliche Provokation der Burschenschafter in der „Aula“ »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter