We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Innsbruck: 24 Monate für den „Unbelehrbaren“

Das Süd­ti­ro­ler Online­por­tal „Sal­to“ nann­te ihn „Karl den Unbe­lehr­ba­ren“, als es im Vor­jahr über den neu­er­li­chen Waf­fen­fund bei dem alten Süd­ti­rol-Ter­ro­ris­ten Karl A. (84) berich­te­te. Am Diens­tag, 5.9., muss­te er sich vor einem Inns­bru­cker Geschwo­re­nen­se­nat wegen Wie­der­be­tä­ti­gung ver­ant­wor­ten, weil neben den Waf­fen auch ein Hit­ler­por­trät und eine Hit­ler-Kaf­fee­tas­se gefun­den wurden.

7. Sep. 2017

War­um es im Vor­jahr über­haupt zu der Haus­durch­su­chung bei A., der seit den 60er Jah­ren in der ter­ro­ris­ti­schen Süd­ti­rol­sze­ne aktiv war und 1989 in Inns­bruck wegen Vor­be­rei­tung von Ver­bre­chen mit Spreng­mit­teln als Chef der Ter­ror­grup­pe „Ein Tirol“ zu fünf­ein­halb Jah­ren Haft ver­ur­teilt wurde.

Schon vor­her, in den 60er Jah­ren war A. im drit­ten Mai­län­der Süd­ti­rol-Pro­zess wegen sei­ner Betei­li­gung an dem für zwei Cara­bi­nie­ri töd­li­chen Anschlag auf der Stein­alm, zu 24 Jah­ren Haft ver­ur­teilt worden.

Bom­ben­an­schlag in Alto Adige

Die Aktio­nen der Ter­ror­grup­pe „Ein Tirol“, die in den 80er Jah­ren eini­ge Spreng­stoff­an­schlä­ge (eine Ankla­ge ita­lie­ni­scher Behör­den warf ihr sogar 46 vor) durch­ge­führt hat, sind in der ein­schlä­gi­gen Sze­ne selbst sehr wider­sprüch­lich beur­teilt wor­den. Karl A. wur­de als ein „der Wirk­lich­keit lei­der ent­frem­de­ter ehe­ma­li­ger Süd­ti­ro­ler Frei­heits­kämp­fer“, in ande­ren Dar­stel­lun­gen als „ita­lie­ni­scher Agent“ bezeichnet.

Fakt ist, dass A. inten­si­ve Kon­tak­te zu den Süd­ti­rol-Neo­na­zis um Nor­bert Bur­ger hat­te und auch Zah­lun­gen von der Nier­mann-Stif­tung erhielt, die damals alle mög­li­chen Rechts­extre­mis­ten unterstützte.

Nor­bert Bur­ger und die NDP

„2004 fand die Inns­bru­cker Poli­zei bei einer Haus­durch­su­chung dann nicht nur eine Hand­gra­na­te und eine Maschi­nen­pis­to­le mit Muni­ti­on, son­dern in sei­ner Bett­zeug­la­de auch zehn Kilo einer bräun­li­chen Mas­se, die von A. zunächst als „Fens­ter­kitt“ bezeich­net wur­de . Der „Fens­ter­kitt“ ent­pupp­te sich nach einer Unter­su­chung als Spreng­stoff, aller­dings war er nicht mehr funk­ti­ons­fä­hig. 2005 folg­te dann die Ver­hand­lung vor dem Bezirks­ge­richt Inns­bruck, bei der A. auf die Fra­ge nach sei­nem Ver­mö­gen lachend mit „Waf­fen“ ant­wor­te­te. Die mil­de Geld­stra­fe für Ver­stö­ße gegen das Waf­fen­ge­setz (immer­hin war er ja mit Hand­gra­na­te und Maschi­nen­pis­to­le ange­trof­fen wor­den): 100 Tag­sät­ze zu zwei Euro, davon die Hälf­te bedingt.“ (Stoppt­die­rech­ten)

Bei der Raz­zia im Vor­jahr fan­den die Ermitt­ler „eine Pis­to­le, einen Teil einer Hand­gra­na­te, Spreng­stoff-Uten­si­li­en und ein nicht ord­nungs­ge­mäß deak­ti­vier­tes Maschi­nen­ge­wehr“ (Tiro­ler Tages­zei­tung, 6.9.2017). Weil die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Waf­fen in der Haupt­ver­hand­lung nicht geklärt wer­den konn­te, wur­den die Ankla­ge­punk­te zum Besitz von Kriegs­waf­fen und Spreng­stoff aus­ge­schie­den und nach Klä­rung durch Exper­ten mög­li­cher­wei­se nachverhandelt.

So blieb die Ankla­ge wegen des Hit­ler­bil­des und der Hit­ler-Tas­se. Das Bild will A., ein gelern­ter Tisch­ler, von einem Kun­den, der mitt­ler­wei­le ver­stor­ben ist, zum Rah­men erhal­ten haben. Weil der Kun­de nicht mehr auf­ge­taucht sei, habe er es selbst auf­ge­hängt. Als ihn der Rich­ter frag­te, war­um ant­wor­te­te A.: „Soll ich es auf den Boden stel­len?“ (Kro­ne Tirol, 6.9.17).

Wäre wohl bes­ser gewe­sen, denn die Geschwo­re­nen hat­ten kein Ein­se­hen mit den Aus­re­den von A. und spra­chen ihn – noch nicht rechts­kräf­tig — schul­dig: 24 Mona­te, davon acht unbe­dingt. Bei der Ver­kün­dung des Urteils hat­te A. dann noch einen star­ken Abgang:

„Er schmiss sei­ne Hän­de in die Luft und tob­te. „Das stimmt alles nicht”, schrie der sonst gebrech­lich wir­ken­de grau­haa­ri­ge Mann, pack­te den Zip­fel sei­nes grau­en Stei­rer­ro­ckes und stürm­te aus dem Gerichts­saal; nicht ohne die Geschwo­re­nen und Rich­ter noch mit wüs­ten Flü­chen zu bele­gen“ (Tiro­ler Tages­zei­tung, 6.9.2017).

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Neonazismus/Neofaschismus | Österreich | Rechtsextremismus | Verbotsgesetz | Weite Welt | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« MKÖ: Anstieg rechtsextremer Meldungen und besorgter Anrufe
Graz: 6 Monate für Drohbrief mit 666 Milliarden Euro »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter