Podcast-Tipp: Corona-Verschwörungen von Extremisten haben Zulauf

Die Extremismusforscherin Julia Ebner gehört zu jenen, die mitten ins Feld der Extremist*innen gehen. Sie schleust sich mit Fake-Identitäten in die Kanäle diverser Gruppierungen ein, um daraus ihre Schlüsse „aus erster Hand“ zu ziehen.

Es gibt inzwischen zahllose Berichte und Analysen mit dem Versuch, die derzeit kursierenden Verschwörungstheorien rund um die Corona-Krise zu erfassen und einzuordnen. Woher kommen die Theorien und deren Anhänger*innen, wer dockt wo an und vor allem auch: Warum hat diese „Desinformations-Pandemie“ gerade jetzt Hochsaison?

Julia Ebner war in der empfehlenswerten Podcast-Gesprächsserie „After Corona Club: Zu Gast bei Anja Reschke“, der den Blick darauf wirft, wie es nach der Krise weitergehen kann, welche Effekte bestimmte Aus- und Nebenwirkungen und Erscheinungen auf die Nach-Corona-Gesellschaft haben könnten. Ebner meint, es bestünde die Gefahr, dass der Zulauf, den rechtsextreme Bewegungen aktuell erhalten, unterschätzt bzw. sogar übersehen würde.

Verschwörungstheorien in der Corona-Krise: In den sozialen Medien und inzwischen auch auf der Straße kursieren immer mehr Verschwörungstheorien aus extremistischen Netzwerken zur Corona-Krise. Verschwörungstheoretiker und Extremisten nutzen die Ungewissheit für ihre Zwecke aus, meint Julia Ebner, Extremismusforscherin. Sie schaffen es, Informationslücken mit Falschmeldungen zu füllen, sagt sie im Gespräch mit Anja Reschke im After Corona Club. (https://www.youtube.com/watch?v=IdxOTSGt0QA&list=PLMJjvZqoYSrB219V8JQpWNRVh_aqVJbO4&index=4)

Julia Ebner bei Anja Reschke: Corona-Verschwörungen von Extremisten haben Zulauf (16′)