Uniter Austria: Berserker macht die Mücke

Unsere Recherchen zum Auf­bau ein­er Öster­re­ich-Sek­tion des recht­en Uniter-Net­zw­erks haben einiges bewegt. Zum einen hat das Online-Medi­um vol.at in einem aus­führlichen Bericht über den „ominösen Vere­in“ berichtet, was dann auch auf poli­tis­ch­er Ebene in Vorarl­berg die „Alar­m­glock­en schrillen“ (VN, 24.8.19) ließ. Auf der anderen Seite gibt es auch bei der Öster­re­ich-Sek­tion von Uniter und ihrem Face­book-Auftritt Konsequenzen.

Nach dem Bericht auf vol.at gab es rasche Reak­tio­nen aus den Vorarl­berg­er Parteien. Der Lan­desrat der Grü­nen, Johannes Rauch, kündigte an, die Expan­sion von Uniter auf Öster­re­ich bzw. Vorarl­berg zum The­ma der näch­sten Sitzung der Lan­desregierung am 27.8. machen zu wollen. Der SPÖ-Abge­ord­nete Rein­hold Ein­wall­ner forderte einen Schul­ter­schluss aller Parteien und kündigte eine par­la­men­tarische Anfrage zu Uniter an den Innen­min­is­ter an. Über Twit­ter hat­te die SPÖ-Abge­ord­nete Sabine Schatz eben­falls eine par­la­men­tarische Anfrage zu Uniter angekündigt, während der Vorarl­berg­er Sicher­heit­s­lan­desrat Chris­t­ian Gant­ner (ÖVP) über die „Vorarl­berg­er Nachricht­en“ schon für den 26.8. einen Sicher­heits­gipfel mit VertreterIn­nen aller Parteien im Land­tag und mit Bun­des- sowie Lan­desamt für Ver­fas­sungss­chutz und Ter­ror­is­mus­bekämp­fung ein­berufen will.

Während­dessen ist Uniter selb­st mit Aufräu­mar­beit­en beschäftigt, die mit­tler­weile die öster­re­ichis­chen Mit­glieder der Gruppe ordentlich dez­imiert haben. Zunächst ein­mal wurde der zweimal wegen NS-Wieder­betä­ti­gung verurteilte Samuel H. aus der Mit­gliederliste entfernt.

S.H. "Better dead than red"

S.H. „Bet­ter dead than red”

Ihm fol­gte dann der Geschäfts­führer eines Mil­i­taria-Ladens. Auch andere vom gle­ichen Schlag macht­en die Mücke. Dann der vor­läu­fige Schlusspunkt: Die Ankündi­gung für das zweite Uniter-Tef­fen Ende August in Bre­genz ver­schwand eben­so von der öffentlichen ein­se­hbaren Bild­fläche der Face­book-Gruppe wie der einzige öster­re­ichis­che Admin­is­tra­tor und Organ­isator, Mario P., der sich „Illyri­er Berserk­er“ nan­nte und bis vor weni­gen Tagen sein per­sön­lich­es Face­book-Kon­to noch mit dem nor­wegis­chen Nazi-Spruch „Heil og sael“ geschmückt hatte.

Auf unsere Berichter­stat­tung hat­te „Illyri­er Berserk­er“ noch etwas keck reagiert, er erset­zte seinen braunen Sinnspruch durch den Satz „Was schaust so bled dumpf­backe“. Mit­tler­weile hat „Illyri­er Berserk­er“ sein Face­book-Pro­fil kom­plett versenkt.

"Illyrier Berserker" auf FB abgetaucht

„Illyri­er Berserk­er” auf FB abgetaucht

Durch die Abset­zung oder Ent­fer­nung des Berserk­ers ist die doch etwas kuriose Sit­u­a­tion einge­treten, dass der „Grand Dis­trict Aus­tria“ nur mehr deutsche Admins hat. Auch bei den Mit­gliedern hat sich der Öster­re­ich­er-Anteil hal­biert, sodass fast nur mehr deutsche Mit­glieder den „Grand Dis­trict Aus­tria“ tragen.

Reduktion der Admins und Mitglieder der FB-Gruppe "UNITER Grand District Austria"

Reduk­tion der Admins und Mit­glieder der FB-Gruppe „UNITER Grand Dis­trict Austria”

Ein Tipp an die Admins: Auch bei den deutschen Mit­gliedern der Öster­re­ich-Sek­tion kön­nte eine Säu­berungswelle nicht schaden!