Aktionsplan gegen Rechtsextremismus

Die Bun­desju­gend­vertre­tung (BJV) hat ger­ade einen Aktion­s­plan gegen Recht­sex­trem­is­mus vorgestellt. Wir ver­linken diesen Aktion­s­plan im fol­gen­den und geben auch die dazuge­hörige Presseaussendung wieder.

Bun­desju­gend­vertre­tung beschließt Aktion­s­plan gegen Rechtsextremismus!
Die BJV set­zt wichtiges Zeichen gegen aktuelle recht­sex­treme Ten­den­zen und legt Schw­er­punkt auf Präven­tion und Infor­ma­tion. Auch Abgren­zung von Seit­en der Poli­tik gefordert!

Wien (OTS) — Mit einem eige­nen Aktion­s­plan gegen Recht­sex­trem­is­mus set­zt die Bun­desju­gend­vertre­tung (BJV) als geset­zliche Inter­essen­vertre­tung aller jun­gen Men­schen in Öster­re­ich ein wichtiges Zeichen gegen Recht­sex­trem­is­mus. „Wir wollen entsch­ieden gegen Recht­sex­trem­is­mus und andere diskri­m­inierende Strö­mungen auftreten und Bewusst­sein­sar­beit für junge Men­schen leis­ten“, betont BJV-Vor­sitzende Julia Herr.
Die BJV reagiert damit auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwick­lun­gen: „Die jüng­sten Ver­fas­sungss­chutz-Berichte bele­gen einen drastis­chen Anstieg an Straftat­en mit recht­sex­tremem, ras­sis­tis­chem, frem­den­feindlichem, anti­semi­tis­chem und antimus­lim­is­chem Hin­ter­grund. Aber auch öffentliche Aus­sagen und online Kom­mentare zeigen, dass Anti­semitismus und Recht­sex­trem­is­mus für Teile der Gesellschaft immer noch salon­fähig sind, auch in der Poli­tik“, so Herr.

Die BJV war eben­so wie ihre Mit­glied­sor­gan­i­sa­tio­nen mehrfach Zielscheibe von Störak­tio­nen mit recht­sex­tremen Hin­ter­grund. „In der jüng­sten Ver­gan­gen­heit mussten beispiel­sweise die Mus­lim­is­che Jugend, die Sozial­is­tis­che Jugend und der Bund europäis­ch­er Föder­al­is­ten gegen solche Vor­fälle ankämpfen. Diese Entwick­lun­gen sind alarmierend und wir sehen es als unseren Auf­trag, diesen Ten­den­zen ent­ge­gen­zutreten“, erk­lärt Herr.
Gegen Het­ze und Feindbilder

Mit diesem Aktion­s­plan zeigt die BJV auf, dass Kinder- und Jugen­dor­gan­i­sa­tio­nen gemein­sam für Men­schen­rechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein­treten. „Die Kon­struk­tion von Feind­bildern und die Ver­bre­itung von Het­ze und Ras­sis­mus haben in unseren Organ­i­sa­tio­nen keinen Platz“, so Herr.
Die Vor­sitzende richtet auch einen drin­gen­den Appell an die Poli­tik, recht­sex­treme und ras­sis­tis­che Äußerun­gen nicht zu tolerieren, son­dern ihnen einen Riegel vorzuschieben. „Ger­ade im Hin­blick auf den bevorste­hen­den Wahlkampf gibt es hier drin­gen­den Hand­lungs­be­darf. Es darf nicht länger mit Het­ze und Feind­bildern Poli­tik gemacht wer­den“, betont Herr.
Schw­er­punk­te Infor­ma­tion und Prävention

Die BJV ruft in ihrem Aktion­s­plan ihre Mit­glied­sor­gan­i­sa­tio­nen dazu auf, nicht an Ver­anstal­tun­gen teilzunehmen, bei denen auch VertreterIn­nen recht­sex­tremer oder neo­faschis­tis­ch­er Grup­pierun­gen als SprecherIn­nen ein­ge­laden sind. Sie wird außer­dem Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stellen und einen Ver­net­zungsrah­men schaf­fen, um sich mit Strate­gien zur Präven­tion in der Jugen­dar­beit auseinan­derzuset­zen. Der Aktion­s­plan wird regelmäßig evaluiert und bei der jährlichen Vol­lver­samm­lung der BJV the­ma­tisiert. Neben der Selb­stverpflich­tung hat er Empfehlungscharak­ter für alle Mitgliedsorganisationen.

Der gesamte Aktion­s­plan gegen Recht­sex­trem­is­mus ste­ht auf der BJV-Web­site unter www.bjv.at zum Down­load zur Verfügung.

Aktionsplan Rechtsextremismus zum Download - hier bei uns oder bei der BJV direkt

Aktion­s­plan Recht­sex­trem­is­mus zum Down­load — hier bei uns (Link) oder bei der BJV direkt (Link)