Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Krems: Sechs Schuldsprüche gegen Scheinriesen

Nach einem langen zweiten Verhandlungstag mit rund 19 Stunden Verhandlungsdauer wurde der Prozess gegen acht Personen aus der reichsideologischen Szene mit Schuldsprüchen für sechs Angeklagte beendet. Weil sie 2014 in Hollenbach (NÖ) eine selbstgebastelte Gerichtsverhandlung des Phantasiegerichtshofs „International Common Law Court of Justice Vienna“ (ICCJV) veranstalten wollten, mussten sie sich wegen Amtsanmaßung und schwerer Nötigung verantworten.

14. Apr. 2017

Facebook-Auftritt des Phantasiegerichtshofs International Common Law Court of Justice Vienna (ICCJV)
Facebook-Auftritt des Phantasiegerichtshofs International Common Law Court of Justice Vienna (ICCJV)

Die Vorfälle aus dem Jahr 2014, die zu der Anklage geführt haben, sind in dem Beitrag des Radiosenders fm4 ausführlich beschrieben. Erstangeklagte jetzt in Krems war die Besitzerin des Hollenbacher Hofs (53), die sich teilschuldig bekannte. Sie hatte eine „Klage nach Naturrecht“ gegen ihre Sachwalterin, eine Anwältin, eingereicht. Der Phantasiegerichtshof ICCJV bzw. die Phantasie-Gruppe OPPT hatte sich der Klage angenommen.

Die Forderung nach Wiedergutmachung und Schadenersatz, zahlbar in 99.99%igem Silber.
Die Forderung nach Wiedergutmachung und Schadenersatz, zahlbar in 99.99%igem Silber.

Wobei wir da schon mitten in einem der Probleme sind, die für die Verhandlung selbst nicht relevant waren: Fast alle Angeklagten wollen eigentlich nirgendwo richtig dabei gewesen sein. OPPT gibt’s nicht mehr, einige der damals Beteiligten wanderten zu den Freemen oder den Terraniern ab oder wollten überhaupt nur am Rande beteiligt gewesen sein. Der ICCJV versuchte gar, sich dem Zugriff der österreichischen Justiz durch die Verlegung seines „Gerichtshofs“ in die Schweiz zu entziehen.

Die Gruppe OPPT gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür eine handvoll andere...
Die Gruppe OPPT gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür eine handvoll andere…

2014 schaute das noch ganz anders aus. Damals tauchten sogar ein ‚Sheriff‘ und Hilfssheriffs des ICCJV am Polizeiposten Waidhofen/Thaya auf und forderten bei den Beamten Assistenzdienstleistung für die Festnahme der Sachwalterin ein. Sogar einen selbstgebastelten Haftbefehl für den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll konnte der ICCJV präsentieren.

2017 vor dem Landesgericht Krems schrumpften die Scheinriesen des ICCJV und der verbündeten Reichsschwärmer auf ihre natürliche Größe. Der „Generaldirektor“ des ICCJV und Zweitangeklagte (43), der 2013 für das BZÖ noch bei der Nationalratswahl kandidiert hatte, wollte nur „zum Grillen“ nach Hollenbach gekommen sein, ein weiterer Kandidat des BZÖ von 2013 (47) wollte gar nur als recherchierender Journalist dabei gewesen sein. Blöd allerdings, dass ausgerechnet er den Haftbefehl gegen Erwin Pröll mit Daumenabdruck und Unterschrift besiegelt hat. Nachdem bekannt wurde, dass die zwei Kandidaten sozusagen in einer Parallelwelt gegen die Republik tätig waren, für die sie andererseits kandidierten, wurden sie vom BZÖ ausgeschlossen. Das war selbst für das BZÖ zuviel.

Gegen Landeshauptmann Pröll unterzeichnete einer der BZÖ-ler einen Haftbefehl (nur echt mit Fingerabdruck!), zeitgleich bewarb er sich für den Einzug in den Nationalrat auf der BZÖ-Liste. Daraus wurde leider nichts…
Gegen Landeshauptmann Pröll unterzeichnete einer der BZÖ-ler einen Haftbefehl (nur echt mit Fingerabdruck!), zeitgleich bewarb er sich für den Einzug in den Nationalrat auf der BZÖ-Liste. Daraus wurde leider nichts…

Zum ersten Verhandlungstag im März 2017 waren fünf der acht Angeklagten gar nicht vor Gericht erschienen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krems wurden sie deshalb vor dem zweiten Verhandlungstag in Untersuchungshaft genommen und dem Gericht aus der Haft vorgeführt.

Am zweiten Verhandlungstag setzte sich das fort, was schon ein Monat zuvor bemerkbar war: Die Angeklagten wurden sehr klein.
„So selbstbewusst, ja aggressiv die führenden Mitglieder des Pseudogerichtshofs „ICCJV“ („International Common Law Court of Justice Vienna“) in der Vergangenheit auftraten, so kleinlaut waren sie während ihres Prozesses am Mittwoch am Landesgericht Krems“, beschrieb es die „Wiener Zeitung“ (13.4.17).

Die Urteile fielen auch eher milde aus. Ein Sheriff aus Oberösterreich und ein weiterer Angeklagter fassten 20 Monate, davon fünf unbedingt aus. Der eine Ex-BZÖ–Kandidat und „Generaldirektor“ des ICCJV erhielt 18 Monate, davon vier unbedingt, eine deutsche Staatsbürgerin ebenfalls, während der andere BZÖ-Kandidat noch weiter in U-Haft bleiben muss. Bei ihm soll ein Gutachten klären, ob der Daumenabdruck auf dem Haftbefehl gegen Erwin Pröll von ihm stammt. Der jüngste Angeklagte, der sich am ersten Verhandlungstag am deutlichsten vom Reichsgeschwafel distanziert hat, kam mit einer unbedingten Geldstrafe und acht Monaten bedingt am günstigsten davon, während der 57-jährige Mediziner freigesprochen wurde. Die Hollenbacher Gutsbesitzerin erhielt 15 Monate, davon drei unbedingt. Die Urteile sind alle noch nicht rechtskräftig.

Dem ICCJV hat es nach dem Urteil zunächst einmal die Sprache verschlagen, aber es ist damit zu rechnen, dass die Republik und ihre Organe demnächst mit seitenlangen Eingaben überzogen werden, für die der „Chefjurist“ des ICCJV (der nicht angeklagt war) bei allen Ämtern Österreichs bekannt ist. Ziemlich distanziert fiel die Stellungnahme des „Staatenbundes“:

„Angeblich sitzen die ICCJV Mitglieder im Gefängnis. Sie wurden niedergeschlagen und inhaftiert, wegen der Geschichte in Waidhofen. (…) Ein internationales Gericht wie der ICCJV hat Immunität!!! Wir werden einmal prüfen ob das stimmt…“

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Niederösterreich | Nötigung/gefährliche Drohung | Staatsfeindliche Bewegungen | Staatsverweigerer*innen | Verschwörungsideologien

Beitragsnavigation

« Dortmund: Antifa-Bekennerschreiben ist rechtsextreme False-Flag-Aktion
Rassismus-Report 2016 von ZARA »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter