Eisenstadt: Diversion für „stolzen FPÖ-Wähler“

Der Süd­bur­gen­län­der (31) musste sich wegen des Ver­dachts der Ver­het­zung am Fre­itag vor dem Lan­des­gericht Eisen­stadt ver­ant­worten. Er hat­te auf der Face­book-Seite „Stolze FPÖ-Wäh­ler“ het­zerische Post­ings ver­fasst. Die Seite beze­ich­net sich selb­st als „neue offizielle FPÖ-Seite auf Face­book“. Vielle­icht sollte man zu dieser und ähn­lichen Seit­en einen Warn­hin­weis geben, wonach das Posten auf dieser Seite beson­ders gut über­legen sollte.

Die Facebook-Seite "Stolze FPÖ-Wähler“, die laut Eigenangabe "neue offizielle FPÖ-Seite auf Facebook"...

Die Face­book-Seite „Stolze FPÖ-Wäh­ler“, die laut Eige­nangabe „neue offizielle FPÖ-Seite auf Facebook”…

Der Angeklagte hat­te unter het­zerischen Kom­mentaren wie „Es reicht! Deutsche Polizei rät Frauen: Turn­schuhe statt High Heels — Damit sie bei sex­ueller Beläs­ti­gung schneller weglaufen kön­nen“ und „Asyl­wer­ber machen Jagd auf Frauen im Dirndl“ das „Aus­rot­ten“ von Asy­lanten gefordert. Vor Gericht rel­a­tivierte er nur ein biss­chen: „Vielle­icht habe ich etwas über­zo­gen reagiert” (ORF Bur­gen­land, 3.3.2017).

Rund 25.000 Men­schen haben die blaue Face­book-Seite abon­niert, die ziem­lich daneben behauptet: „Hier erfährt ihr alles rund um die Uhr und rund um die Frei­heitliche Poli­tik!“. Weil der Angeklagte „nur ein­er saisonalen Arbeit nachge­ht und neben Unter­halt­spflicht­en noch einiges an Schulden hat, sah das Gericht von ein­er Geld­strafe ab. In ein­er diver­sionellen Erledi­gung wurde der Angeklagte angewiesen, gemein­nützige Arbeit im Aus­maß von 120 Stun­den zu leis­ten“ (ORF Burgenland).