Verhetzung (III): Anklage gegen „Krone“-Chef

Der Chefredak­teur der „Kro­ne“-Steier­mark, Christoph Biró, wird sich wegen Ver­het­zung und Her­ab­würdi­gung religiös­er Lehren vor Gericht ver­ant­worten müssen. Das bestätigte Hans-Jörg Bach­er, der Sprech­er der Staat­san­waltschaft Graz. Biró hat im Okto­ber des Vor­jahres in einem Kom­men­tar der „Kro­ne“ am 25. Okto­ber 2015 Flüchtlinge pauschal der Plün­derung von Super­märk­ten und sex­ueller Über­griffe beschuldigt.

Polizei und ÖBB haben damals die von Biró behaupteten Über­griffe demen­tiert, der Chefredak­teur der steirischen „Kro­ne“, der vorüberge­hend beurlaubt wurde, hat später selb­st von einem „Fehler“ gesprochen und davon, dass er das „Augen­maß ver­loren, Zustände überze­ich­net und Fin­ger­spitzenge­fühl ver­mis­sen habe lassen. SOS Mit­men­sch hat­te damals eine Sachver­halts­darstel­lung bei der Staat­san­waltschaft Graz einge­bracht. Die hat nun die Anklage erhoben – das Ver­fahren wird allerd­ings an Wien abgegeben, da die „Kro­ne“ dort ihren Haupt­sitz hat.