HoGeSa Wien rekrutiert in Norddeutschland und bei RFJLesezeit: 2 Minuten

Nach den Berich­ten von „Stan­dard“ und „Stoppt die Rech­ten” setz­te eine hef­ti­ge Absetz­be­we­gung bei der geschlos­se­nen Face­­book-Grup­­pe „HoGe­Sa Demo Köln — Österreich/Wien“ ein, die der Admi­nis­tra­tor nur mit ent­schie­de­nen Gegen­maß­nah­men stop­pen konn­te. Ers­te Maß­nah­me war eine für ein Nazi-Hoo­­li­­gan-Forum ziem­lich lan­ge Erklä­rung, die natür­lich zuvor­derst beinhal­te­te, dass die Grup­pe, in der sich auch bereits verurteilte […]

25. Okt 2014

Ers­te Maß­nah­me war eine für ein Nazi-Hoo­li­gan-Forum ziem­lich lan­ge Erklä­rung, die natür­lich zuvor­derst beinhal­te­te, dass die Grup­pe, in der sich auch bereits ver­ur­teil­te Nazis tum­meln, nichts mit Nazis zu tun habe: „Hier möch­te ich deut­lich sagen, dass das hier kei­ne „Nazi”-Gruppe oder eine orga­ni­sier­te „Hooligan”-Gruppe ist, son­dern eine Grup­pe für Patrio­ten aus Öster­reich, die sich an einer offi­zi­ell geneh­mig­ten Demo fried­lich betei­li­gen wollen!“

Die Grup­pe, so der besorg­te Admi­nis­tra­tor, sei nur zum bes­se­ren Ken­nen­ler­nen und für Fahr­ge­mein­schaf­ten ein­ge­rich­tet wor­den: „Hier kann man sich ken­nen­ler­nen und zusam­men Fahr­ge­mein­schaf­ten bespre­chen und orga­ni­sie­ren“. – Na, wer sagt’s denn: zum Kuscheln wur­de die Grup­pe eingerichtet!


Odins Sohn (Ber­lin) von HoGe­Sa Wien beim Kennenlernen

Aller­dings spricht der Admi­nis­tra­tor auch eine War­nung aus: „Wir kön­nen und wer­den nicht für Ein­zel­per­so­nen haf­ten!“ Die­se War­nung ist auch drin­gend not­wen­dig bei eini­gen die­ser Ein­zel­per­so­nen. Die zwei­te Maß­nah­me des Admi­nis­tra­tors ist ein biss­chen unsau­ber: um das dro­hen­de Aus­rin­nen der Grup­pe zu stop­pen, wur­den in den letz­ten Stun­den rund 20 Per­so­nen, fast alle aus Nord­deutsch­land, neu der Wie­ner Grup­pe hin­zu­ge­fügt. Da wird’s zwar schwie­rig mit Ken­nen­ler­nen und Fahr­ge­mein­schaft, aber für den guten Zweck, eine prall­ge­füll­te Kuschel­grup­pe prä­sen­tie­ren zu kön­nen, reicht es.

Und weil wir nicht unfair sein wol­len: Unter den zwan­zig Neu­en seit ges­tern gibt es auch Neu­zu­gang aus Öster­reich. Da wäre zum einen Wer­ner Königs­ho­fer, Ex-Abge­ord­ne­ter der FPÖ. Ob er wohl wegen der Fahr­ge­mein­schaft in der Grup­pe ist oder um neue Kame­ra­den ken­nen­zu­ler­nen? Und auch für den FPÖ- und RFJ-Funk­tio­när aus Perch­tolds­dorf, der dem „Stan­dard“ ver­si­cher­te, nichts von Grup­pe und Demo gewusst zu haben, wur­de ein wür­di­ger Ersatz gefun­den: eine auf­stre­ben­de Kraft aus der Ober­stei­er­mark, ein RFJ-Funk­tio­när, der das Aben­teu­er ganz rechts außen sucht.

Und weil auch dem Mar­kus W. pas­siert sein kann, was schon vor­her ande­ren pas­siert ist, dass er ohne eige­nes Zutun der Grup­pe hin­zu­ge­fügt wur­de, war­ten wir noch zu mit einer Ver­öf­fent­li­chung: Viel­leicht fin­det er die Lösch­tas­te? Bei Wer­ner Königs­ho­fer wird ja angeb­lich manch­mal der PC von sich aus tätig …

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