Facebook erkennt keine Verhetzung

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Ein­mal mehr sind die „Gemein­schafts­stan­dards“ von Face­book unter hef­ti­ge Kri­tik gera­ten. Der Pos­ter Rein­hard E. hat­te auf der FB-Sei­te der Volks­hil­fe OÖ einen het­ze­ri­schen Kom­men­tar ein­ge­stellt. Die Volks­hil­fe lösch­te ihn, sperr­te den User und infor­mier­te Face­book, um eine Sper­re von Rein­hard E. auf Face­book zu ver­lan­gen. Die Ant­wort war empö­rend, aber lei­der typisch.

Anfang Dezem­ber ver­öf­fent­lich­te die Volks­hil­fe OÖ auf ihrer FB-Sei­te das Foto von drei klei­nen Mäd­chen vor einem Advent­kranz. Zwei der Mäd­chen hat­ten eine dunk­le Haut­far­be. Rein­hard E. stell­te dazu den fol­gen­den Kom­men­tar ein:

„Tod dem Kana­cken­dreck, der alles bekommt, was auch immer das Kana­cken­herz begehrt“. Die Volks­hil­fe lösch­te den Kom­men­tar, ver­bann­te den User von ihrer Sei­te und mach­te Mel­dung bei Face­book. Noch am glei­chen Tag kam die Antwort:

„Wir haben den von dir wegen Hass­bot­schaf­ten und –sym­bo­len gemel­de­ten Kom­men­tar geprüft und fest­ge­stellt, dass er nicht gegen unse­re Gemein­schafts­stan­dards ver­stößt“.
Die Volks­hil­fe ersuch­te um neu­er­li­che Über­prü­fung – ohne Ergeb­nis. Bis heu­te. Josef Wei­den­hol­zer, Prä­si­dent der Volks­hil­fe und EU-Abge­ord­ne­ter der SPÖ: “Wir müs­sen also davon aus­ge­hen, dass es den Stan­dards von Face­book ent­spricht, Kin­dern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund den Tod zu wün­schen“ (standard.at) .

Die Volks­hil­fe will 2014 eine Kam­pa­gne gegen Ras­sis­mus und Frem­den­feind­lich­keit auf FB starten.