Niemals vergessen! Nie wieder Faschismus! Mahnwache und Kundgebung mit Redebeiträgen und jüdischer Livemusik

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Sa, 9. Novem­ber, 19:00 – 20:30
Gedenk­stein vor dem ehe­ma­li­gen Aspang­bahn­hof, Platz der Opfer der Depor­ta­ti­on, A. Blamauergasse/Aspangstraße, 1030 Wien

In der Nacht vom 9. zum 10. Novem­ber 1938 brann­ten in Wien 42 Syn­ago­gen und jüdi­sche Bethäu­ser, zahl­lo­se jüdi­sche Geschäf­te und Woh­nun­gen wur­den geplün­dert, zer­stört und beschlag­nahmt. 6547 Jüdin­nen und Juden wur­den fest­ge­nom­men und 3700 davon in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dach­au ver­schickt. Hin­ter all die­sen Daten, Zah­len und Fak­ten steht jenes unsag­bar grau­en­vol­le Leid, das in der „Reichs­kris­tall­nacht” — dem Novem­ber­po­grom 1938 — jüdi­schen Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern von den natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­ha­bern ange­tan wurde.

Die­se Nacht vom 9. zum 10. Novem­ber 1938 war kein Rand­phä­no­men der Geschich­te des „Drit­ten Rei­ches”, son­dern ein Gesche­hen, dem zen­tra­le Bedeu­tung zukommt. Die „Reichs­kris­tall­nacht” war eine Haupt­sta­ti­on auf dem Weg der ver­bre­che­ri­schen natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Juden­po­li­tik zum Völ­ker­mord. In den fol­gen­den Jah­ren 1939–1942 wur­den zehn­tau­sen­de öster­rei­chi­sche Jüdin­nen und Juden vom ehe­ma­li­gen Aspang­bahn­hof in Ver­nich­tungs­la­ger depor­tiert und kehr­ten nicht mehr zurück. Nie­mals vergessen!