FPÖ NÖ: Unterhalb jeder Schamgrenze

Um den Parteivor­sitz in der niederöster­re­ichis­chen FPÖ gibt es derzeit einen hefti­gen öffentlichen Schaukampf: Rosenkranz (Wal­ter) soll Nach­fol­ger von Rosenkranz (Bar­bara) wer­den, aber die will nicht weichen. Das eigentliche Aus­maß an Verkom­men­heit zeigt sich aber auf der Ebene drunter, bei Gemein­de­grup­pen der FPÖ, die ihre Het­z­in­fos mit­tler­weile vom Kön­i­gre­ich Weden­land und anderen dubiosen Quellen beziehen.

Ob nun Wal­ter Rosenkranz oder vielle­icht gar Chris­t­ian Höbart Bar­bara Rosenkranz nach­fol­gen wird – eine Verän­derung des poli­tis­chen Kurs­es der FPÖ NÖ ist dadurch nicht zu erwarten.

In eini­gen Orts­grup­pen der FPÖ NÖ wird das Aus­maß des poli­tis­chen Ver­falls und der Verkom­men­heit anhand ihrer Face­book-Kon­ten und der Ein­träge dort sichtbar.

„Bitte lesen“, postet die FPÖ Hei­den­re­ich­stein (NÖ) und ver­linkt zu einem Kom­men­tar von wedismus.ning.com mit der Schlagzeile „Türken dür­fen Kinder verge­walti­gen !?“. In dem unsäglichen het­zerischen Geschreib­sel wird behauptet, dass ein Türke aus Bruck (NÖ) der sein Kind miss­braucht und verge­waltigt habe, von der Staat­san­waltschaft deshalb nicht ver­haftet wor­den sei, weil es sich bei der Kindesverge­wal­ti­gung um eine „jahre­lange Fam­i­lien­tra­di­tion“ han­dle. Die Verge­wal­ti­gung von Kindern sei im „islamis­chen Afghanistan…kulturell bed­ingt üblich“, Kinderverge­waltiger wür­den dort „mit deutschen Steuergeldern unter­stützt“, wird in dem Beitrag weit­er gehet­zt, um dann in der Frage zu enden: wenn die afghanis­chen Män­ner nach Deutsch­land kom­men, “dür­fen diese nun mit höch­ster richter­lich­er Rück­endeck­ung hier auch kleine Jungs verge­walti­gen, weil das ganz sich­er zu ihrer kul­turellen Tra­di­tion gehört?“.

Als Quelle für diesen het­zerischen Schwachsinn wird Udo Ulfkotte von info.kopp-verlag.de und die Web­site inhr.net genan­nt. Wer sich für die Nachver­fol­gung des Hetz-Post­ings inter­essiert, dem wird hier geholfen.

Bleiben wir beim Link zu wedismus.ning.com. Der Seit­e­naufruf ergibt, dass diese Seite vom „Galax­ienge­sund­heit­srat“ ver­ant­wortet wird. Der „Galax­ienge­sund­heit­srat“ trägt den Unter­ti­tel „Staaten­bund Kön­i­gre­iche Weden­land“. Eigentlich han­delt es sich bei ihm um den selb­ster­nan­nten König von Weden­land, der die Geset­ze und die Gerichts­barkeit der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land nicht anerken­nt und die „wedrus­sis­chen Stämme (ARISCHEN VOLKSSTÄMME) wieder zusam­men­führen“ will.

Wir sind auf dem Ter­rain eines der zahlre­ichen Abkömm­linge der recht­sex­tremen Reichs­bürg­er­be­we­gung angekom­men, der in der FPÖ Hei­den­re­ich­stein eine dankbare Abnehmerin für seine wirren und het­zerischen Phan­tasien gefun­den hat.

Während die FPÖ Hei­den­re­ich­stein nach einem Shit­storm, den ein Beitrag von Blut­gruppe HC Neg­a­tiv aus­gelöst haben dürfte, das Post­ing gelöscht hat, ist es auf der Face­book-Seite der FPÖ Licht­en­wörth (NÖ) nach wie vor präsent. Dort geht man noch deut­lich het­zerisch­er vor:


Ihr Dreckschweine !!
Dann sind wir die Hetzer???

Es han­dele sich bei der Kindesverge­wal­ti­gung um eine »jahre­lange Fam­i­lien­tra­di­tion«. Das Kind habe sich nicht gewehrt, weil es die Gefüh­le seines Vaters nicht ver­let­zen wollte. Also ist doch alles in Ord­nung, oder?!
Sagt ein Öster­re­ichis­ches Gericht !!

Was ist los mit dieser ver­schiesse­nen arschkriecherischen Justiz.
Sind die noch bei Trost????“.


Die FPÖ Licht­en­wörth hat noch andere Post­ings anzu­bi­eten. Via Pub­li­ca Aus­tria hat sie einen Beitrag von exsuscitati.wordpress.com bzw. der „Wahrheits­be­we­gung“ über­nom­men, in dem ein „inter­na­tionaler Haft­be­fehl gegen den Roth­schild und den Rock­e­feller Clan“ beantragt wird: beim Salzamt ver­mut­lich, Haupt­sache ist der anti­semi­tis­che Unterton!

Zur inner­parteilichen Debat­te um die Nach­folge von Bar­bara Rosenkranz nimmt die FPÖ Licht­en­wörth übri­gens auch Stel­lung, indem sie einen Kom­men­tar von Peter Schmiedlech­n­er teilt:

„Klug ist, wer stets zur recht­en Stunde kommt, doch klüger, wer zu gehen weiß, wann es frommt.“