Schärding (OÖ): Ein dichtender AUF-Polizist

Ein dich­t­en­der Polizist kön­nte ja eigentlich eine Bere­icherung polizeilich­er Arbeit sein. Alois R., Polizist aus Schärd­ing, hat sich allerd­ings auf das von der FPÖ beson­ders geschätzte Meti­er het­zerisch­er Knit­tel­reime spezial­isiert und ein­schlägige Proben davon auf Face­book veröf­fentlicht. Jet­zt ermit­teln Staat­san­waltschaft und Diszi­pli­nar­be­hörde gegen ihn.

Alois R. ist Ver­trauensmann der Aktion­s­ge­mein­schaft Unab­hängiger und Frei­heitlich­er (AUF) und Ersatzge­mein­der­at der FPÖ in Schärd­ing. „Ich bin Frei­heitlich­er – Daran wird sich niemals etwas ändern!!! Punkt.!”, ist sein bis­lang let­zter trotziger Ein­trag auf Face­book, nach­dem der „Kuri­er“ (8.5.2013) darüber berichtete, dass die Staat­san­waltschaft strafrechtlich und die Lan­despolizei­di­rek­tion diszi­pli­nar­rechtlich gegen ihn ermittelt.


„Neue” Bun­deshymne und „Ode für die neuen Bürger”

R. hat­te auf sein­er FB-Pin­nwand die Bun­deshymne in bewährter frei­heitlich­er Manier umge­tex­tet: „Land der Museln, Euro­zone – Moschee und Minarett statt Dome (…) Land der linken Demon­stran­ten, Räu­ber, Diebe, Asy­lanten“ Man beachte die Assozi­a­tions­kette, die für einen Polizis­ten doch recht aus­sagekräftig ist.

Der Tirol­er Diet­mar M. hat Alois R. deshalb wegen des Ver­dachts der Ver­het­zung, des Ver­stoßes gegen das Beam­ten­di­en­strecht und der Her­ab­würdi­gung des Staates und sein­er Sym­bole angezeigt. Mit­tler­weile hat Alois R. sein Face­book-Kon­to etwas aufgeräumt. Die „Ode für die neuen Bürg­er“, seit 8. Jän­ner online, ist jet­zt ver­schwun­den. Die geballte Ansamm­lung an Het­ze, Vorurteilen und Unwahrheit­en, die sich da in hol­prige Paar­reime gepresst find­et, ist ver­mut­lich bei den Ermit­tlun­gen nicht günstig.