Das Team Stronach und das FPÖ-Gen

Das Team Stronach hat derzeit Prob­leme mit eini­gen Kan­di­dat­en. In Tirol ist fak­tisch das kom­plette Führung­steam zurück­ge­treten, nach­dem der Koor­di­na­tor Alois Wech­sel­berg­er seine Beziehung zu dem Het­zblog Tirol­er Jour­nal nicht wirk­lich klären kon­nte. Jet­zt gibt es neue Prob­leme in Niederösterreich.

Der „Kuri­er“ (7.2.2013) berichtet in sein­er Aus­gabe für Niederöster­re­ich, dass Patrick Gold­hahn, Kan­di­dat der Stronach-Liste für die Land­tagswahlen am aus­sicht­slosen 8. Platz im Bezirk Baden, auf Face­book mit Meinolf Schön­born befre­un­det war. Her­aus­ge­fun­den haben dürfte das die ÖVP NÖ, denn deren Lan­desparteisekretär Ger­hard Karn­er war im „Kuri­er“ schon mit der Reak­tion zitiert:

„Wenn Herr Stronach immer von Wahrheit und Trans­parenz spricht, warum deckt er dann seine Kan­di­dat­en?“.


Gold­hahn heute…
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Die ÖVP NÖ liest offen­sichtlich den Blog RFJ-Watch sehr genau, denn dort war Gold­hahn als eine der vie­len frei­heitlichen Face­book-Fre­und­schaften von Meinolf Schön­born angeführt.

Gold­hahn war bis vor kurzem FPÖ-Funk­tionär in ein­er Orts­gruppe. Zu sein­er Schön­born-Fre­und­schaft erk­lärt er in ein­er Aussendung: “Mir wur­den einzelne Kon­tak­te von FPÖ-Kol­le­gen als Fre­unde auf Face­book emp­fohlen. Als ich her­aus­ge­fun­den hat­te, wer meine Face­book „Fre­unde” wirk­lich sind,
habe ich diese Kon­tak­te abge­brochen und bin aus der FPÖ aus­ge­treten. Ich wurde hin­ters Licht geführt und möchte mit solchen Leuten nichts zu tun haben“
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…und Gold­hahn gestern.
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Das kann so stim­men – es spricht aber nicht unbe­d­ingt für Gold­hahn, dass er sich solche „Fre­unde“ von seinen frei­heitlichen Kam­er­aden empfehlen ließ. Das jet­zige ziem­lich nack­te Face­book-Kon­to von Patrick Gold­hahn wurde am 21.10. 2012, also kurz nach dem Out­ing durch RFJ-Watch, begrün­det – vielle­icht hat da ein­er wirk­lich mit sein­er Ver­gan­gen­heit aufräu­men wollen?

Sich­er ist jeden­falls, dass die frei­heitlichen Gene dem Team Stronach bei dessen Geburtsvor­gang immer wieder erhe­bliche Prob­leme bereiten.

Im Unter­schied zum Team Stronach, wo die (fast durchge­hend ehe­mals frei­heitliche) Führungsriege in Tirol abserviert wurde, gibt es in der FPÖ kein­er­lei Anstren­gun­gen, aus den zahlre­ichen Face­book-Fre­und­schaften frei­heitlich­er Funk­tionärIn­nen mit dem schw­eren Neon­azi Meinolf Schön­born irgendwelche erkennbaren Kon­se­quen­zen zu ziehen.


Schön­borns öster­re­ichis­che Freunde
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Übri­gens — an die Adresse der ÖVP gerichtet! Wir wün­schen uns die gle­iche Aufmerk­samkeit und Wach­samkeit für die FPÖ-Funk­tionäre und Man­datare, die mit Meinolf Schön­born befre­un­det waren und möglicher­weise noch immer sind! Schön­born selb­st ist mit­tler­weile auf Face­book unter­ge­taucht – ein Bericht der ARD in „Report Mainz“ dürfte sein Inter­esse an öffentlich­er Selb­st­darstel­lung etwas gedämpft haben.

Hier noch ein­mal die Links zu den FPÖ-Fre­und­schaften von Meinolf Schönborn:

rfjwatch — FPÖ-Kon­tak­te zu Neon­azi Meinolf Schönborn
blogplus.at — Meinolf Schön­born – Neon­azi mit Fre­und­schaften zur FPÖ

Die Öster-”Reichsbürger”-Freunde des Meinolf Schönborn
Ein frei­heitlich­er Spezialermittler

Zu Schön­born:

Ein „deutsch­er Reichs­bürg­er“ mit Kontakten
Ein Tot­er mit Überraschungen