FPÖ Graz: Burschenschaftliche Spitze

Mario Eustac­chio, Spitzenkan­di­dat der FPÖ Graz, hat sein Team für die Gemein­der­atswahl am 25.11. präsen­tiert. Die Kleine Zeitung hat sich das Team ange­se­hen und drei Burschen­schafter darunter gefun­den. „Bre­it aufgestellt“ nen­nt das Eustacchio.

Dem Fal­ter erzählt Eustac­chio allen Ern­stes, dass er Angst vor der Islamisierung Europas und den „Ver­mehrungsrat­en“ der Mus­lime habe: “Ich sehe es als Gefahr für unsere west­liche Kul­tur, für die Frauen“.

Frauenbeschützer Eustac­chio hat allerd­ings auch Prob­leme mit Frauen: „Ich bin eh nicht für den Fem­i­nis­mus, der zipft mich voll an. Dieses ständi­ge Labern, den Frauen geht es so schlecht und jet­zt müssen wir alles über einen Kamm scheren…“ (Fal­ter 41/12).

Dem Fal­ter ver­rät Eustac­chio auch noch, dass die Gerichte sein­er Mei­n­ung nach den Ver­het­zungspara­graphen „sehr schnell“ anwen­den wür­den: „Wenn ich da nachgebe, darf man bald gar nichts mehr sagen“ (Fal­ter 41/12).

Ein­mal hat er doch nachgegeben: eine Per­son, “die über Face­book irgen­deinen Schwachsinn über Israel verzapft hat. Wenn sich jemand nicht nach den Regeln der Demokratie ver­hält, hat er in der FPÖ keinen Platz“ (Fal­ter).

Hop­pla, da müssen wir kurz innehal­ten und nach­fra­gen! Schein­bar kann sich Eustac­chio nicht mehr so genau erin­nern, welch­er Schwachsinn über Israel da gepostet wurde. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass er diesen Auss­chluss ver­hängt hat. Wir kön­nen da nach­helfen. Es waren nicht die Juritz-Brüder, mit denen Eustac­chio jeden­falls noch vor kurzem auf Face­book „befre­un­det“ war, son­dern der stel­lvertre­tende Bezirk­sob­mann von Graz-Ries. Aus­geschlossen wurde er auch nicht wegen irgendwelchem „Schwachsinn über Israel“, son­dern wegen heftiger anti­semi­tis­ch­er Äußerun­gen. Die Kleine Zeitung berichtete am 12.6.2012 unter dem Titel „FPÖ, die Juden und die Kreb­szellen“ über den merk­würdi­gen FPÖ-Funk­tionär und Burschen­schafter (genauer: Cor­pori­erten von der Franko­nia Brünn zu Salzburg).


Screen­shot facebooknazis.wordpress.com, Ein­trag vom 21. Mai 2012
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Der Betrof­fene wählte – so die Kleine Zeitung„eine in der FPÖ schon erprobte Vertei­di­gungslin­ie“ und behauptete, dass irgend­je­mand seinen Face­book-Account gek­lont habe: „Das erin­nert an FP-Klubchef Armin Sip­pel, der bei einem recht­sex­tremen Ver­sand­haus ein Neon­azi-T-Shirt bestellt haben soll. Auch er sagte 2009: Das war er nicht“ (Kleine Zeitung, 12.6.2012).

Höch­ste Zeit also, dass wir uns auch diesen gek­lon­ten Ex-Funk­tionär näher anschauen. Einst­weilen ver­weisen wir dazu auf den Blog Face­book­nazis, der im Ein­trag zum 21.Mai 2012 die Äußerun­gen des gek­lon­ten FPÖ- Bezirks­funk­tionärs, die zum Auss­chluss führten, wiedergibt.