Litschau (NÖ): Braunschlager Faschingsnarren

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„Braun­schlag“ ist ein fik­ti­ver Ort im nörd­li­chen Wald­vier­tel und Schau­platz der gleich­na­mi­gen ORF-Pro­duk­ti­on von David Schal­ko. Das Städt­chen Lit­schau gibt es wirk­lich – es muss gleich irgend­wo neben „Braun­schlag“ lie­gen. Beim Faschings­um­zug am 18. Febru­ar haben sich eini­ge „Braun­schla­ger“ unter die Fei­ern­den gemischt und in wehr­machts­ähn­li­chen Uni­for­men und ein­schlä­gi­ger Hand­hal­tung posiert.

Angeb­lich hat schon am 18. Febru­ar der Auf­marsch der drei „Braun­schla­ger“ unter Zuschau­ern und Umzüg­lern für Empö­rung gesorgt. War­um er es erst jetzt in die Medi­en („NÖN“ und „Kurier“ berich­te­ten) geschafft hat, ist unklar. Die NÖN berich­tet, dass sie von einem Leser eine Mail mit Foto erhal­ten habe. Die Mail ent­hielt auch Infos über einen der Betei­lig­ten: “Einer der ‚Akteu­re‘ ist beken­nen­der FPÖ-Wäh­ler und pos­tet auf Face­book unter ande­rem rechts­extre­men Inhalt, wie zB Bil­der von bren­nen­den Moscheen“ (NÖN).

Von der NÖN befragt, erklär­te einer der Betei­lig­ten, dass es sich um ganz nor­ma­le Faschings­ver­klei­dung gehan­delt habe. Das Eiser­ne Kreuz, das auf dem NÖN-Foto zu sehen ist, sei selbst­ge­bas­telt und außer­dem nicht verboten.

Der Bezirks­po­li­zei­kom­man­dant von Gmünd hin­ge­gen erklärt im „Kurier“: “Ihr Auf­tre­ten und die Situa­ti­on wäh­rend des Faschings­um­zugs wird nun von unse­ren Poli­zis­ten im Detail geprüft“ (Kurier,8.3.2012). Für den Gmün­der Rechts­an­walt Edmund Kitz­ler ist klar: „Wenn die Ver­klei­dung aus ideo­lo­gi­schen Grün­den gewählt wur­de, liegt der Tat­be­stand der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Wie­der­be­tä­ti­gung vor“ (Kurier, 8.3.2012).