Hyperventilation eines freiheitlichen Abgeordneten eingeschränkt!

Die Staat­san­waltschaft Linz hat die Anzeigen des FPÖ-Abge­ord­neten Wern­er Neubauer, der in seinem früheren Beamten­leben für den Müll zuständig war, eingestellt. Neubauer, ein stram­mer FPÖ-Rechter, hat­te den Polizeibeamten Uwe Sail­er mit Anzeigen regel­recht über­schüt­tet. Die Staat­san­waltschaft musste Mül­lab­fuhr spie­len und stellte die Neubauer- Anzeigen ein.

Wern­er Neubauer ist schon für eine ganze Rei­he von recht­en Tat­en und Sprüchen bekannt.
Als Abge­ord­neter der Repub­lik Öster­re­ich begrüßte und über­raschte er die Teil­nehmerIn­nen der Anti-Minarett-Kon­ferenz von Pro Köln im Jahr 2010 durch die marki­gen Begrüßungsworte an die „lieben deutschen Land­sleute ‑ich darf das sagen, weil ich Deutsch­er bin“.


„…weil kein tat­säch­lich­er Grund zur weit­eren Ver­fol­gung besteht”
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Eben­falls 2010 grün­dete er gemein­sam mit seinem BZÖ-Kol­le­gen Wolf­gang Spa­di­ut (BZÖ) im Rah­men der par­la­men­tarischen Ver­samm­lung der OSCE das „Forum of Iden­ti­ties“, eine merk­würdi­ge Samm­lung von Recht­sex­tremen, Recht­spop­ulis­ten und einem Par­la­men­tari­er aus Belarus, der Dik­tatur von Lukaschenko.

Neubauer hat eine starke Abnei­gung gegen alles, was links ist und ver­wen­det dafür gerne Ungeziefer-Begriffe. Als auf seinem früher frei zugänglichen Face­book-Kon­to ein Poster die neue CD des Lie­der­ma­ch­ers Sigi Maron bejubelt, kon­tert Neubauer: „Link­er Zeck, hat mir nie gefall­en und seine Aus­sagen zu ver­nach­läs­si­gen“.

Jet­zt stellt sich her­aus, dass Neubauers eigene Aus­sagen und Anzeigen zu ver­nach­läs­si­gen sind! In zwei Eingaben an die Staat­san­waltschaft Linz und ein­er an die Präsi­dentin des Lan­des­gericht­es Linz beschuldigte er den Krim­i­nal­beamten Uwe Sail­er zahlre­ich­er möglich­er Ver­fehlun­gen gegen das Strafrecht.

An dieser Stelle war ein früheres Face­book-Pro­fil­bild von Wern­er Neubauer. Wir haben das Bild, das Wern­er Neubauer neben ein­er gewalti­gen Adler-Stat­ue aus Stein auf einem Berggipfel zeigt, unter­legt mit den deutschen Far­ben und einem But­ton mit der Parole „Der 4. Stern für Deutsch­land“, ent­fer­nt, weil es die Bil­drechte von Wern­er Neubauer tangiert.

 
Da Neubauer, der Lands­mann der Deutschen, prak­tis­cher­weise im öster­re­ichis­chen Par­la­ment sitzt, hat er am 14. Sep­tem­ber 2011 wieder ein­mal eine par­la­men­tarische Anfrage an die Jus­tizmin­is­terin einge­bracht, die sich — errat­en! — mit Uwe Sail­er beschäftigt. In der Anfrage will er z.B. wis­sen, von welchen Per­so­n­en und Insti­tu­tio­nen „Eingaben“ zu Sail­er einge­bracht wur­den. Der Abge­ord­nete Neubauer will also wis­sen, ob sich der Abge­ord­nete Neubauer und andere über Sail­er beschw­ert oder diesen angezeigt haben.

Die Staat­san­waltschaft Linz hat das hal­blustige Ping­pong-Spiel abgekürzt und damit die beden­kliche Hyper­ven­ti­la­tion von Neubauer eingeschränkt. Der „Stan­dard“ berichtet unter dem Titel „Erfol­glose Anzeigen­flut der FPÖ gegen Polizis­ten“.