Jobbik an FPÖ: Was nun?

Die Mail hat als Absenderin Georgina Bernath von Job­bik. Sie unterze­ich­net als die für die inter­na­tionalen Medi­en Ver­ant­wortliche und über­mit­telt uns einen Brief des Frak­tionsvor­sitzen­den von Job­bik, Gabor Vona. Er soll eine Antwort sein auf unseren Bericht „FPÖ verzweifelt auf Brautschau“. Wir haben die Mail bzw. das PDF-Doku­ment gecheckt so gut es ging: scheint echt.


Georgina Bernath von Job­bik schickt eine Mail an die Grünen…
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Ange­blich haben auch öster­re­ichis­che Print­me­di­en dieses Doku­ment erhal­ten – berichtet haben sie nicht. Warum eigentlich nicht? Job­bik ist verärg­ert, weil die FPÖ bzw. Stra­che per­sön­lich ein Bünd­nis auf inter­na­tionaler Ebene mit Job­bik auss­chließt, aber mit Kriszti­na Mor­vai, die über eine Job­bik-Liste im EU-Par­la­ment vertretene Abge­ord­nete, in der „Euro­pean Alliance for Free­dom“ (EAF) zusam­me­nar­beit­et. Die FPÖ ist in der EAF auch nicht als Partei vertreten (da hat Stra­che nur so getan, als ob!) – wo liegt also das Prob­lem? Dass nationale recht­sex­treme Parteien Prob­leme mit anderen nationalen recht­sex­tremen Parteien haben, das wis­sen wir ja zur Genüge! Südtirol, Oder-Neisse-Gren­ze, Sude­tenge­bi­ete oder — bei Job­bik — Großun­garn mit Bur­gen­land. Die Liste von Kon­flik­t­the­men ist lange, die Koop­er­a­tion mit ein­er Partei, die mehr oder min­der deut­lich Gebi­et­sansprüche for­muliert, doch eher peinlich.


…mit einem Brief des Frak­tionsvor­sitzen­den von Job­bik, Gabor Vona, an Präsi­dent (!) Strache
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Dass es Koop­er­a­tio­nen zwis­chen FPÖ-Organ­i­sa­tio­nen und –Funk­tionären und solchen von Job­bik gibt und gab, ist unbe­stre­it­bar. Wir haben da schon einiges zu Tage gefördert 

  • FPÖ turtelt weit­er mit Jobbik
  • Grossun­garn, Job­bik und die FPÖ
  • Japan: Europäis­ches Recht­sex­trem­istIn­nen­tr­e­f­fen mit Mölzer
  • Jet­zt also ein Brief von Gabor Vona an Hein­rich Stra­che. Die Ver­wen­dung eines Über­set­zung­spro­gramms gibt dem Brieflein nicht nur eine zweitk­las­sige, son­dern auch eine humoris­tis­che Note. Gabor scheint ein biss­chen ver­stimmt, aber der Mölz­er wird’s schon richten!