Wolfsberg (Ktn): Hakenkreuz am Judenstein

Wolfs­berg wird immer auf­fäl­liger: nach der Bil­dung der neon­azis­tis­chen Face­book-Gruppe „White Pow­er White Pride“ Anfang des Jahres, bei der die Polizei zunächst nichts strafrechtlich Rel­e­vantes ent­deck­en kon­nte, gab es im Mai eine Hak­enkreuz-Schmier­erei im Stadtzen­trum von Wolfs­berg. Jet­zt wurde die Gedenk­tafel „Juden­stein“ mit einem Hak­enkreuz beschmiert.

Am Don­ner­stag, 16.6.2011 wurde die Gedenk­tafel „Juden­stein“, die im Jahr 2001 zur Erin­nerung an die aus Wolfs­berg ver­triebe­nen und ermorde­ten Juden und Jüdin­nen errichtet wor­den war, überklebt aufge­fun­den: „Es tut mir sehr leid, dass ich die Gedenk­tafel des Juden­steins überkleben musste. Aber einen Tag länger möchte ich dieses Hak­enkreuz nicht anse­hen müssen“, war von anonymer Hand auf einem Plakat zu lesen.

Nach einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ vom 18.6.2011 waren noch weit­ere Plakate ange­bracht, auf denen sich die unbekan­nten AutorIn­nen gegen Recht­sex­trem­is­mus und Wieder­betä­ti­gung und gegen die Untätigkeit der Polizei aussprachen.

Die Polizei­in­spek­tion Wolfs­berg erk­lärte: “Wir haben nie eine Anzeige bekom­men“ (Kleine Zeitung), und der zuständi­ge SPÖ-Stad­trat wusste wed­er von der Schmier­erei noch von den Mah­n­plakat­en etwas, ord­nete aber die rasche Ent­fer­nung der Nazi-Schmier­erei an. Das in blauer Farbe auf den „Juden­stein“ aufge­sprühte Hak­enkreuz hat­te anscheinend tage­lang die Gedenk­tafel verunziert.

Siehe auch: kleinezeitung.at

Bemerkenswert ist:

  • Die Neon­azi-Aktio­nen in Wolfs­berg häufen sich
  • Die Polizei in Wolfs­berg fällt nicht durch Aktiv­ität gegen Recht­sex­treme auf
  • Die Gege­nak­tion lässt erah­nen, dass die Ver­fass­er es für rat­sam erachteten, anonym zu bleiben. Kärn­ten 2011….!